Fake News im Internet entdeckt
Mit großer Verwunderung nimmt man beim TSV Schönaich die Berichte auf der Homepage des SK Schwäbisch Hall zur Kenntnis. Da sie einige Unwahrheiten enthalten, bemühen wir uns im Interesse der Aufklärung hier um einige Richtigstellungen:
Im einleitenden Artikel zum Match in der Verbandsliga heißt es “ ob die Reserve des Absteigers der 2.Bundesliga Süd mit ihren zwei Großmeistern Sebastaian Iermito ( Italien ) und Dimitrij Bunzmann (Deutschland) antreten wird“, Sebastian Iermito ist allerdings gar kein Großmeister, sehr einfach zu erkennen an der in Schachkreisen bekannten Abkürzung IM. Des weiteren steht dort geschrieben „Beide Teams haben in ihrer langen Geschichte noch nie gegeneinander gespielt“. Anscheinend kann sich der Schreiber dieser Zeilen nicht mal 3 Jahre zurück erinnern, als beide Teams in der Oberliga aufeinander trafen. Am Ende der Saison belegte Schönaich 2 damals den ersten Abstiegsplatz, leider war das ein Jahr in dem sich Hall am Ende der Saison nicht für einen Rückzug der Mannschaft entschied…
Zum abgesagten Spiel heißt es dann „Ganz kurzfristig gab Schönaich den Mannschaftskampf mit 0-8 verloren, angeblich wegen einer Vielzahl erkrankter Spieler. Das mag glauben wer will“. Unsere Absagegründe werden also ganz offen in Zweifel gezogen. Nun ist es uns leidlich egal, was dort über unsere Gründe herumspekuliert wird, aber wir wollen schon klarstellen, dass wir das Turnier der württembergischen Blitzmannschaftsmeisterschaft respektieren und dort nicht am Tag zuvor mit einer unvollständigen Mannschaft antreten, um irgendein Kasperletheater zu veranstalten, um falsche Krankheiten zu simulieren. Wären die Spieler gesung gewesen, hätten wir am Samstag auch vollständig gespielt, Punkt! Wer das nicht glaubt, bezieht seine Informationen möglicherweise von Xavier Naidoo. Desweiteren wird uns unsportliches Verhalten vorgeworfen, würde man eine Umfrage unter allen beteiligten Vereinen in der Verbandsliga machen, wäre die einzige Unsportlichkeit die mehr als die Hälfte der Vereine in dieser Farce-Saison sieht, der Start von Hall in der Verbandsliga. Daher unser gut gemeinter Rat: Lieber nicht im Glashaus mit Steinen um sich werfen…
Zum Abschluss kommt Hall dann zu dem Fazit „ein Aufstieg, den man auch wahrnehmen wird“. Das ist in dieser Form auch eine sehr gewagte These, korrekt wäre hier „den man auch wahrnehmen würde“. Das gilt im Übrigen auch für den TSV. Denn die Entscheidung über diese Frage wäre ohnehin nicht im bedeutungslosen Spiel am letzten Sonntag gefallen, sondern sie wird letztlich der Verbandstag treffen, auf dem vom Bezirk Stuttgart sicherlich ein Antrag zum illegalen Doppelabstieg der Haller vor der Saison vorliegen wird. Dieser widerspricht nämlich der Satzung des SVW und sollte daher auch sanktioniert werden. Bis zum Sommer darf man also noch gespannt sein, wie sich die Aufstiegsfrage am Ende entscheidet.
Dass der Verbandsspielausschuss weiter an seiner Fehlentscheidung zum Sonderstartrecht für Hall in der Verbandsliga festhält, ist schade und wirft auch ein schlechtes Licht auf dieses Gremium. Dass man mit dieser Entscheidung ziemlich daneben liegt, zeigt ja schon ein Blick in die Ergebnisse der Verbandsliga. Von 40 am Spielort Hall auszutragenden Partien fanden genau 18 statt, 22 wurden ohne anwesenden Gast kampflos abgegeben. Das ist mehr als die Hälfte! Keiner der Gastvereine erschien dabei komplett in Hall. Ohne es jetzt nachrecheriert zu haben, dürfte das nahezu der Rekord für Kampflose Punkte eines Teams bei Heimspielen pro Saison in der langen Geschichte des SVW sein. Viel deutlicher kann der Protest der Vereine gegen diese Entscheidung ja nicht ausfallen. Zumal er ja von den Vereinen auch hinreichend artikuliert wurde.
Ob man sich im Verbandsspielausschuss so den Ligenbetrieb in Württemberg vorstellt? Dann stellt sich ganz offen die Frage, warum man dann kampflose Spiele sanktioniert und im Falle einer Verspätung durch höhere Gewalt beim Lauffener Spitzenspieler knallhart durchgreift und diesen sperrt? Es wirkt also eher so, als ob man einfach nicht bereit ist, eine eigene Fehleinschätzung einzugestehen. Ob es am Ende wirklich falsch war oder doch alles genau richtig ist, darüber wird dann wie bereits erwähnt das höchste Gremium im SVW der Verbandstag befinden müssen. Und damit ist dann unter dieser unsäglichen Geschichte auch ein Schlussstrich gezogen, jetzt aktuell allerdings entgegen der vorzeitigen Haller Aufstiegsankündigung noch nicht.
Vierte Mannschaft verpasst knapp die Meisterschaft in der Kreisklasse
Im letzten Jahr war der Meistertitel noch das klare Ziel von Team 4 in der Kreisklasse gewesen, doch nach 2 Niederlagen gegen die direkte Konkurrenz verfehlte man dieses letztlich deutlich. Diese Saison ging es nach dem Abgang von Marcus und dem Aufrücken von Eduard und Enya in die Landesligamannschaft eigentlich nur um eine solide Saison im Mittelfeld. Doch mit Ausnahme eines bösen Ausrutschers gegen den ansonsten punktlosen Letzten Leonberg konnte die Mannschaft alle Spiele gewinnen, insbesondere auf Grund der aufgerückten Jugendspieler, die sich hinten zu Stützen der Mannschaft entwickelten. Daher ging es beim Match gegen Nagold, den Absteiger aus der Bezirksliga und großen Ligafavoriten, bei Punktgleichheit tatsächlich um die Meisterschaft, wobei dafür das Spiel gewonnen werden musste. Das Problem war, dass zum eigentlich angesetzten Termin kaum überhaupt eine startberechtigte Mannschaft aufgestellt werden konnte, fairerweise kam Nagold uns mit einer Verlegung entgegen. Im entscheidenden Spitzenspiel keine Selbstverständlichkeit, weswegen hier nochmal ausdrücklich dafür gedankt werden soll.
Leider war auch der angebotene Ersatztermin nicht ideal für uns, da zeitgleich Team 5 ein wichtiges Derby gegen Böblingen im Abstiegskampf hatte und daher nicht alle Ersatzspieler zur Verfügung standen. Man einigte sich letztlich darauf einen Ersatzspieler zu stellen und Team 4 zu fünft starten zu lassen, da Nagolds Spitzenbretter mit über 1900 DWZ ein Brett für die Kreisklasse darstellen und Team 5 nicht auf seinen Kapitän verzichten sollte. Außerdem sei an dieser Stelle noch erwähnt, dass auch 5 Spieler nur deswegen möglich waren, weil Kapitän Timo auf einen wichtigen privaten Termin verzichtete, wie immer war er also ein absolut vorbildlicher Skipper für seine Truppe.
Wie immer ein Erfolgsgarant war Michael, der seinen persönlichen Score auf unglaubliche 7/7 schraubte, dazu spielte Markus Remis, Andreas und Mika mussten ihren starken Gegnern gratulieren, womit Nagold als verdienter Sieger und Meister feststand. Daher gab auch Timo anschließend seine Stellung remis zum 2-4 Endstand.
Voll auf ging der Plan mit Team 5, die 3 verbliebenen Stammspieler holten die nötigen 2,5 Punkte zum Derbysieg, mit dem der Klassenerhalt in der B-Klasse nun geschafft ist, da man die beiden Konkurrenten überholen konnte und diese im direkten Duell am letzten Spieltag nicht beide zusammen wieder vorbeiziehen können.
TSV Schönaich steigt aus der 2. Schachbundesliga ab
Nach 10 ereignisreichen Jahren mit einigen Höhepunkten endet nun wohl die Zeit des TSV Schönaich in den ersten beiden Schachbundesligen. Da nach dem Beinahe-Abstieg letzte Saison der komplette Kader neu aufgebaut werden musste, waren vor der Saison die Hoffnungen auf ein Wunder ohnehin gering gewesen. Doch dann konnte man tatsächlich eine gute Mannschaft zusammenstellen, die sich in jedem Spiel voll reinkämpfte und spätestens mit den überraschenden 2 Punkten aus Aue am ersten Wochenende kehrte die Hoffnung tatsächlich wieder zurück und blieb bis zum letzten Spieltag. Am Ende fehlte jetzt der Wimpernschlag eines halben Brettpunkts im entscheidenden Abstiegsendspiel beim Abschlusswochenende in Regensburg.
Los ging es am Samstag mit dem Match gegen Garching. Hier ging es um die Chance mit einem Sieg Konkurrent Regensburg zu überholen, damit im direkten Duell ein Remis reichen würde. Doch bei dieser Aufgabe kamen die Schönaicher überhaupt nicht richtig in die Spur, durch Probleme bei der Anreise mussten alle mit 8 Minuten Zeitstrafe starten und ähnlich unglücklich ging es im Verlauf weiter. Debütant Jan Philipp Rechner öffnete mit unnötigen Bauernzügen seine Königsstellung und wurde dort mattgesetzt. Chris Beyer entglitt ein ausgeglichenes Endspiel und Daniel Garcia Ramos riskierte zu viel und wurde mit einem Figurengewinn ausgekontert. Bryan Smith, Noah Geltz und Kapitän Moritz Reck verbuchten solide Remis, lediglich die Spitzenbretter Edvin Trost und Carles Diaz Camallonga hatten Siegchancen, die sie aber leider auch nicht verwerten konnten, so dass mit zwei weiteren Remis die 2,5-5,5 Niederlage feststand.
Somit musste am Sonntag Regensburg geschlagen werden. Da diese nicht in Bestbesetzung antreten konnten, war das Spiel auf dem Papier ausgeglichen. So ging es auch ins Match, alle gingen hochkonzentriert zu Werke, keiner wollte einen Fehler machen und nach 2 Stunden gab es tatsächlich noch an keinem der 8 Bretter eine klare Tendenz. Harald Keilhack gab dann leider etwas unnötig ein wertvolles Weißbrett remis, kurz darauf geriet Schönaich am Nebenbrett in Rückstand, da Noah Geltz einen taktischen Schlag in seine Königsstellung hinnehmen musste. Bei Edvin Trost am Spitzenbrett gab es das nächste Remis und in der Zeitnotphase nach 4 Stunden kippte das Match dann endgültig auf die Seite von Regensburg, als Moritz Reck im 39. Zug von 3 Optionen die einzige Verlustvariante auswählte. Der 1-3 Rückstand war eine zu große Hypothek, da Daniel Garcia Ramos und Chris Beyer auch schlechter standen, lediglich Bryan Smith und Carles Diaz Camallonga hatten inzwischen Vorteile mit einem Mehrbauern, doch zwei Siege würden ja nun nicht mehr reichen. Regensburg legte dann auch die Sicherheitsvariante ein, steuerte die beiden Stellungen mit ihren Vorteilen zu sicheren Remis und so konnten am Ende Smith und Diaz Camallonga mit ihren Siegen nur noch zum 4-4 ausgleichen, was Regensburg genau ausreichte, um Platz 9 und damit den Klassenerhalt zu sichern.
Bis zum 01.05. besteht noch die theoretische Chance wie im letzten Jahr durch einen anderen Rückzug die Klasse zu halten, danach sieht es aber aktuell nicht aus, so dass die Schönaicher Bundesligajahre nach einer Dekade nun dem Ende entgegen gehen.
Drama im ersten Abstiegsendspiel gegen Walldorf – Hoffen auf die zweite Chance
Zur vorletzten Doppelrunde reiste der TSV Schönaich in den Kraichgau nach Eppingen. Vor der Partie gegen die Gastgeber ging es zunächst gegen den SV Walldorf, im Duell Achter gegen Zehnter steckte Abstiegskampf pur.
Gleich vom Start weg lief alles wie am Schnürchen. Der Plan lautete die hinteren Bretter zu halten und an den drei Spitzenbrettern zuzuschlagen. Daher blickte man nach 3 Stunden Spielzeit sehr zufrieden auf den Zwischenstand 1,5-1,5 zu dem Tobias, Noah und der elfjährige Yunqi ganz sichere Remis beigetragen hatten. Und noch deutlich besser schien der Blick auf die laufenden Bretter. Alle 3 Spitzenbretter lagen auf Kurs, Edvin hatte in einem Schwerfigurenendspiel die bessere Bauernstruktur, Carles hatte einen Mehrbauern und Bryans Gegner war komplett in der Defensive eingeschnürt. Als Sahnehäubchen hatten auch Chris und Kapitän Moritz hinten nicht nur erfolgreich gegengehalten, sondern lagen sogar auch klar auf Siegkurs. Chris hatte ebenfalls einen Bauern gewonnen und Moritz hatte mit einem korrekten Figurenopfer den gegnerischen König freigelegt und stand klar auf Gewinn. Es schien zu diesem Zeitpunkt nur um die Höhe des Sieges zu gehen.
In dieser komfortablen Situation schien es sogar verschmerzbar, dass Bryan in Zeitnot den Überblick verlor und tatsächlich den ganzen Punkt abgeben musste. Auch dass Moritz auf Nummer sicher ging, sich das geopferte Material zu früh zurückholte und schließlich Dauerschach geben musste, war noch kein Grund zur Sorge. Doch als auch noch Edvin in Zeitnot einen Bauern verlor und in ein schlechtes Damenendspiel gehen musste, war der Kampf auf einmal wieder offen. Carles verwertete seinen Mehrbauern gewohnt cool zum 3-3 Ausgleich und in der 6. Spielstunde war die Frage, wer sein vorteilhaftes Brett verwerten konnte, Walldorf an 1 oder Schönaich an 7? Die Spannung war greifbar, das Pendel konnte noch in beide Richtungen ausschlagen. Zum Tag passend tat es das dann zuungunsten des TSV. Chris stellte den Mehrbauern ein und Edvin musste sich schließlich nach 100 Zügen zur völlig unnötigen 3,5-4,5 Niederlage geschlagen geben. Nachdem es lange Zeit eher wie ein 6-2 Sieg ausgesehen hatte, war das natürlich ein herber Tiefschlag.
Entsprechend geknickt war gegen Eppingen nicht mit Punkten zu rechnen, zumal Tobias kurzfristig ausfiel. Glücklicherweise sprang Nils spontan ein, so dass man wenigstens komplett antreten konnte. Das Match hatte im Gegensatz zum Vortag keine überraschenden Wendungen parat, alle Partien endeten mit dem verdienten Ergebnis. Bryan konnte seine Partie gewinnen und Edvin, Carles und Noah trugen ein Remis zur 2,5-5,5 Niederlage bei, an den hinteren Brettern setzte es gar ein 0-4.
Nun läuft alles auf ein echtes Abstiegsfinale am letzten Wochenende in Regensburg hinaus, wenn die Gastgeber am 01.03. zum letzten Spieltag den TSV empfangen.

Bryan mit weiß und sein Gegner kann sich gar nicht bewegen. Entsprechend gewinnen in der Stellung fast alle Züge. Nach der Partie ärgerte sich Bryan unheimlich, dass er nicht das ruhige b3 gespielt, sondern mit c5 die Stellung verschärfte. Doch die Engine bestätigt c5 als eine der besten Fortsetzungen. Es geschah c5 cxd5; cxd6 Sg6; Sxg6 Dxg6; d7 Lf7 mit klarem Vorteil für weiß. Doch später ging der d7 unnötig verloren und die Stellung kippte noch.

Tatsächlich stand Bryan aber trotz unnötiger Komplikationen noch bis zum 38. Zug auf Gewinn. Bei der nachträglichen Analyse beim Italiener entkorkte Chris hier das trockene Kh1, das alle Probleme löst und schwarz die Probleme in der Verteidigung zuschiebt. Stattdessen geschah Txb7 Sxa5 La4 De5 mit entscheidendem Materialverlust.

Chris hat sich nach sehr trockener Eröffnung mit großer Remisbreite und eigentlich keinen Chancen für schwarz eine klare Gewinnstellung erarbeitet. Vermutlich ist er hier nur noch einen Zug vom Gewinn entfernt, nach Tb3 ist weiß chancenlos den Bauern auf a3 aufzuhalten. Der Plan stattdessen mit dem König rauszulauen misslingt, als der König sich entfernt hat kommt Td3 mit der Idee Sc4 Txa3 und am Ende verbleibt schwarz nur ein trauriger, einzelner Springer.

Nach dem Springeropfer auf h7 steht der schwarze König völlig im Hemd. Der einzige Zug ohne Matt ist hier noch f5. Moritz rechnete zu kurz und verwarf den besten Kandidaten Lxf5 Txf5; Txf5 Sxe5; weil er den klaren Gewinner Lg5! nicht voraussah. Stattdessen spielte er den zweitbesten e6 und schwarz bot mit De8 die Rückgabe des Materials an. Dh5 wäre hier immer noch klar besser, doch der Damentausch mit exd7 (interessanterweise ist hier sogar Txf5 noch minimal stärker als die Figur zurückzunehmen) führt auf Grund des starken schwarzfeldrigen Läufers nur zu einem Remis.
Schönaich erfolgreich bei der Bezirksblitzmeisterschaft
Das Ziel für die Bezirksblitzmeisterschaften war klar definiert: Von den 5 Qualifikationsplätzen sollten 2 nach Schönaich gehen. Daher war die Überlegung zwei ungefähr gleichstarke Mannschaften ins Feld zu schicken und nicht auf den Titel auf Bezirksebene zu gehen.
Das direkte Duell in der ersten Runde wurde dennoch ausgekämpft (obwohl ein taktisches 2-2 vermutlich zum Plan passender gewesen wäre), dabei setzte sich Team 1 knapp mit 2,5-1,5 durch. Nach 7 Runden grüßte dann mit 12-2 Punkten dennoch Team 2 von der Spitze des Feldes auf Grund der besten Brettpunkte, Team 1 hatte überraschend gegen Böblingens Jugendmannschaft verloren. (der Topturnierfavorit und auch spätere Sieger Stuttgart 1 lag zu dieser Zeit wegen einem spielfrei zum Start noch hinter den Schönaicher Teams)
Doch von diesem Ausrutscher abgesehen machte es die Erste sehr gut und erspielte sich am Ende nicht nur Platz 2, sondern sammelte mit 63,5 von 80 möglichen Brettpunkten fast 80% und damit sogar die meisten im gesamten Turnier. Wenig überraschend war da auch ein Brettsieg dabei, Kai Giebler holte an Brett 4 18/20 und war damit auch gleichzeitig der erfolgreichste Punktesammler im gesamten Turnier. Auch Simona Gheng konnte mit 17/20 an Brett 3 ein tolles Ergebnis erzielen, Thomas Hickl erreichte 14,5/20 und Nils schlug sich in der ausgeglichen besetzten Mannschaft am Spitzenbrett sehr wacker mit 14/20.
Teil 1 war also souverän erfüllt, doch bei Team 2 kam zwischenzeitlich ordentlich Sand ins Getriebe. Am Ende rettete man nach einem 0-4 Tiefpunkt gegen Waiblingen 1 aber gerade noch Rang 5 ins Ziel. Dies gelang vor allem Dank Yunqis überragender Leistung an Brett 2, der mit 16,5/20 dort ebenfalls den Brettpreis abräumte. Dazu kamen noch 14,5/20 von Moritz am Spitzenbrett, sowie 12,5/20 von Flori und 14/20 von Daniel.
Bei den württembergischen Meisterschaften am 28.03. ist der TSV Titelverteidiger aus den Jahren 2023 und 2024 (2025 nahm man nicht teil), doch diesen Erfolg zu wiederholen wird ohne Tobi und Marius wohl kaum gelingen. Dabei wäre ein Sieg dort so reizvoll wie selten, finden doch die deutschen Meisterschaften dieses Jahr ganz in der Nähe in Ettlingen statt und nicht wie sonst in 5h Fahrt Entfernung.
Team 1 ohne Simona (hatte schon gewonnen und daher Zeit ein Bild zu machen) beim 3-1 gegen Herrenberg.
Team 2 beim 4-0 gegen Waiblingen 2, jeweils in Runde 5.
TSV Schönaich meldet sich in der 2. Bundesliga mit starkem Wochenende im Kampf um den Klassenerhalt zurück (Untertitel: Was für ein Debüt!)
Der Doppelspieltag bei Reisepartner Baden-Baden begann mit dem Duell gegen Heidesheim, Platz 11 gegen Platz 10, dazu die beiden nominell schwächsten Teams der Liga, mehr Abstiegskampf geht kaum. Es dürfte wahrscheinlich das einzige Match mit Elo-Vorteilen für den TSV in dieser Saison bleiben, doch zu Beginn war davon noch wenig zu sehen. Der stärkte Schönaicher Carles Diaz Camallonga kam mit weiß nicht über ein Remis hinaus und hinten standen Chris Beyer und Kapitän Moritz Reck schon etwas prekär. Ganz wichtig war dann, dass Beyer die Partie im taktischen Scharmützel wenden konnte, denn kurz darauf mussten Reck und Edvin Trost Niederlagen zum 1,5-2,5 Rückstand quittieren. Ein Rückstand mit 3 Punkten wäre vermutlich eine zu große Hypothek gewesen, doch so machten sich die verbliebenen 4 Spieler alle daran ihre Vorteile zu verdichten und tatsächlich konnte man an jedem Brett auf den vollen Punkt hoffen. Bei Bryan Smith kam leider trotz Qualität mehr nur ein Remis dazu, doch in der Zwischenzeit hatte Tobias Bärwinkel alle Klippen umschifft und steuerte mit 2 Mehrbauern auf den sicheren Ausgleich zu. Im Anschluss konnten auch Noah Geltz seinen Mehrbauer im Turmendspiel, sowie Daniel Garcia Ramos seinen Doppel-Mehrbauern im Läuferendspiel in Siege zum 5-3 Endstand veredeln.
Der wichtige Sieg zur Absicherung von Platz 10 war also verdient eingefahren, doch für den Klassenerhalt auf Platz 9 werden vermutlich noch 5 weitere Punkte benötigt. Daher hieß es am Sonntag am besten mit dem Punktesammeln weitermachen, auch wenn die Aufgabe mit dem Tabellenführer Viernheim 2 deutlich größer war. Nach der schwachen Leistung vom Samstag machte Reck Platz für das erst 11-jährige Schönaicher Talent Yunqi Li und zumindest dieser Schachzug sollte komplett aufgehen. Mit schwarz übernahm Li gegen den etwas passiven Aufbau seines Gegners von Beginn an das Kommando, baute seinen räumlichen Vorteil kontinuierlich aus und erzwang am Ende durch Zugzwang einen Bauerndurchbruch zur Führung für den TSV. In diesem Alter ein echtes Ausrufezeichen, bereits jetzt ist klar, dass die Zukunft im Team ganz eng mit seinem Namen verknüpft sein soll. Leider scheitere Beyer am Nebenbrett bei der Verwertung seiner Mehrfigur, so dass es bei einem Punkt Führung blieb, nach einem weiteren Remis bei Smith stand es somit 2-1. Leider musste Bärwinkel die Waffen strecken, doch Geltz hielt seine Stellung mit weniger Qualität souverän Remis und nach einem weiteren Remis von Trost konnte Garcia Ramos das Team mit seinem zweiten Sieg des Wochenendes wieder mit 4-3 in Führung bringen. Auch das ein tolles Debüt vom Neuzugang aus Barcelona bei seinen ersten Spielen für Schönaich. Wie so oft hing der Ausgang damit an der letzten Partie von Diaz Camallonga, diesmal hatte er allerdings die undankbare Aufgabe eine Verluststellung Remis zu halten. Mit zäher Gegenwehr schaffte er es tatsächlich noch eine Ausgleichschance zu erspielen, doch leider fand er die entscheidende Idee nicht, so dass man sich mit einem 4-4 Unentschieden begnügen musste.
Nach dem Spielverlauf wären 2 Siege sicherlich möglich gewesen, doch auch so sind die 3 Punkte ein starkes Ergebnis, das dem Team die Hoffnungen auf den Klassenerhalt zurückgibt. Aus den ausstehenden 4 Partien gegen die Teams auf den Plätzen 6-9 sind die vermutlich benötigten 4 Punkte noch machbar, erst recht wenn es dem Team gelingt, an die Leistung aus Baden-Baden anzuknüpfen.
Das Ende von Yunqis grandiosem Zweitliga-Debüt
Schwarz hat klaren räumlichen Vorteil und über b5 ein starkes Einbruchsfeld für den Springer. Der Gegner verpasst es hier mit f5 die Bauernketten am Königsflügel vorerst zu schließen und zumindest weiter Widerstand zu leiten, nach seinem Kf3 zieht Yunqi selbst f5 und danach kann sich weiß nur noch entscheiden auf welchem Flügel er den siegbringenden Durchbruch erlauben möchte. Es wurde schließlich die Dame auf a1.
Landesliga: TSV Schönaich 3 zu Gast beim Tabellenführer SC Botnang 1
Bericht von Oliver Rechtsteiner
In der Landesliga musste die dritte Mannschaft des TSV Schönaich beim Tabellenführer SC Botnang 1 eine knappe 3,5:4,5-Niederlage hinnehmen. Trotz starker Einzelleistungen und mehrerer verpasster Chancen blieb der erhoffte Punktgewinn in einem ausgeglichenen Mannschaftskampf aus.
Am 11. Januar 2025 stand für die dritte Mannschaft des TSV Schönaich ein schweres Auswärtsspiel beim Tabellenführer SC Botnang 1 auf dem Programm. Die Gastgeber traten in Bestbesetzung an und waren nominell an allen Brettern, teils deutlich, favorisiert. Doch der Mannschaftskampf verlief
knapper, als es die Papierform erwarten ließ.
An Brett 6 spielte Thomas Detmer zunächst solide, übersah jedoch eine taktische Feinheit und musste eine Figur für zwei Bauern geben. Die gegnerische Bauernmajorität und das Läuferpaar entschieden schließlich die Partie – Thomas musste seinem Gegner den Punkt überlassen. Eduard, an Brett 8, erarbeitete sich nach ausgeglichener Eröffnung kleine Vorteile und lehnte ein Remisangebot mutig ab. Im weiteren Verlauf gewann er einen Bauern, konnte den Vorteil jedoch nicht in einen Sieg ummünzen und willigte schließlich ins Remis ein. An Brett 2 zeigte Otto nach längerer Schachpause eine starke Leistung. Er setzte seinen Gegner unter Druck, gewann im Mittelspiel einen Bauern, traf jedoch an einer kritischen Stelle eine strategisch unglückliche Entscheidung. Im entstandenen Endspiel mit je einem Turm und ungleichfarbigen Läufern blieb kein Gewinnweg – Remis. Zwischenstand: 2:1 für Botnang. Unsere Nachwuchsspielerin Enya kam an Brett 7 mit klarer Initiative aus der Eröffnung und hatte sogar die Möglichkeit, eine Figur zu gewinnen. Aus Gründen, die Enya nach ihrer Partie selbst nicht benennen konnte, entschied sich gegen die gewinnbringende Fortsetzung, verlor kurz darauf den Vorteil und musste die Partie nach langem Kampf sogar aufgeben. An Brett 4 stand Oliver nach der Eröffnung ausgeglichen, griff dann jedoch zu einer etwas fragwürdigen Vereinfachung, die seinem Gegner am Damenflügel aktives Gegenspiel eröffnete. Der
Angriff schlug durch – Oliver musste aufgeben. Ein kurioses Ende nahm die Partie von Jürgen am fünften Brett. Nachdem er seine Bedenkzeit fast
aufgebraucht hatte und ab seinem 30. Zug nur noch mit dem 30-Sekunden-Bonus pro Zug spielte, ließ sein Gegner just im 39. Zug – einen Zug vor der Zeitkontrolle – in der ausgeglichenen Stellung selbst die Zeit fallen. Ein glücklicher Punkt für Schönaich! Zwischenstand: 4:2 für Botnang. In überragender Form präsentierte sich erneut York an Brett 3. Früh opferte er einen Bauern für Initiative, verstärkte konsequent den Druck am Königsflügel und setzte seinen Gegner schließlich sehenswert matt. Zwischenstand: 4:3 – der Kampf war wieder offen.
Nun ruhte alle Hoffnung auf Thomas Hickl am Spitzenbrett, der es mit dem bislang ungeschlagenen Topspieler des SC Botnang zu tun bekam. Unbeeindruckt spielte Thomas sein gewohnt solides Schach, erarbeitete sich im Mittelspiel Vorteile und zwei Mehrbauern, musste aber
mit einem Doppelbauern auch strukturelle Schwächen in Kauf nehmen. Im komplizierten Damenendspiel verteidigte sich der Botnanger Spitzenspieler zäh und konnte schließlich das Remis erzwingen – der Mannschaftssieg für die Gastgeber stand fest. Endstand: 4,5 : 3,5 für Botnang.
Trotz der knappen Niederlage zeigten die Schönaicher eine bemerkenswert geschlossene Mannschaftsleistung und forderten den Tabellenführer bis zum Schluss. Angesichts mehrerer verpasster Chancen bleibt das Ergebnis allerdings schmerzhaft. Mit nun 4 Punkten rangiert der TSV
Schönaich 3 derzeit auf Platz 7 von 10 – punktgleich mit den Teams auf Rang 8 und 9. Der Abstiegskampf ist damit eröffnet. Hoffen wir, dass dieser verschenkte Mannschaftspunkt am Ende der Saison nicht das Zünglein an der Waage sein wird.
Schach-Team 4 erobert am letzten Spieltag des Jahres 2025 Tabellenplatz 3 in der Kreisklasse
Am letzten Spieltag des Kalenderjahres 2025 spielte die 4. Mannschaft des TSV Schönaich im Derby gegen die ebenfalls 4. Mannschaft des SC Böblingen. Obwohl Böblingen in der unteren Tabellenhälfte steht, war es ohne Michael an Brett 2 und mit 3 Jugendspielern ungewiss, ob wir einen Sieg einfahren können.
An Brett 1 spielte Andreas mit Weiß gegen Volodymyr Hodun, der die Sizilianische Verteidigung wählte. Andreas holte als erstes einen halben Punkt.
Als nächstes sah es in einem abgelehnten Schottisch durch Salim Bouchareb mit Weiß nach einem Sieg von unserem Lukas aus. Er führte mit einer Figur, stand danach aber sehr passiv und musste noch lange weiterkämpfen. Ole und Edgar standen zu diesem Zeitpunkt ebenfalls sehr gut, wohingegen der Kapitän an Brett zwei schon in der Eröffnung unter die Räder kam und um Ausgleich kämpfen musste.
Der Gegner von Edgar hieß Bodo Fröhlich und hatte eine Elo-Zahl von 1420. Edgar spielte mit Weiß die Alapin-Variante und gewann als erster souverän seine Partie.
Ole spielte mit schwarz die Französische Abtauschvariante gegen Hans Matzig. Der Gegner gab ihm in der Eröffnung das Läuferpaar ohne Ambitionen, Ole konnte so den Druck mit seinen Läufern souverän ausbauen und eine Offensive starten. Der Gegner wurde nervös und hatte zudem noch Zeitdruck, was zur Einstellung eines Läufers und in Folge zum Partieverlust führte, womit 2,5 Punkte zu Buche standen.
An Brett 3 eröffnet Markus mit den weißen Figuren in die Spanische Eröffnung. Der Gegner (Manfred Aab) wählt zur Verteidigung das Marshall Gambit, welches 15 Züge in der Hauptvariante gespielt wurde, bis die die erste Abweichung zustande kam. Trotz fehlendem Marshall Bauern und einem abflachenden Angriff schaffte es der Gegner bis zum 27. Zug eine ausgeglichene Stellung zu wahren, bis er die ersten Ungenauigkeiten spielte. Markus ergriff zu diesem Zeitpunkt seine Chance mit dem Springer in das gegnerische Lager einzudringen und nach einem weiteren Fehler des Gegners bot es sich an, den finalen Schlag zu suchen. – Weiß am Zug gewinnt –

Leider fehlte Markus dafür nun die nötige Zeit auf der Uhr und er musste einige schnelle Züge machen, um nicht auf Zeit zu verlieren. Er konnte die Steilvorlage seines Gegners nicht nutzen und stand nach der Zeitnotphase zu allem Überfluss noch mit einen Minusbauern da.
Überraschenderweise konnte Timo in der Zeitnotphase von einem Patzer seines Gegners profitieren und eine Figur und damit schon bald die Partie gewinnen. Danach war es dann auch nicht schlimm, dass Lukas seinen Vorteil aufgrund eines Dauerschachs nicht mehr verwerten konnte und die Partie nur remis endete und dass Markus nach der Zeitnotphase den Faden und damit sogar noch seine Partie verlor. Endstand 4 zu 2. Damit erobert die vierte Mannschaft zum Ende des Kalenderjahres den dritten Tabellenplatz. Eine Top-Platzierung, die vor allem auf die Leistung und die vielen Punkte unserer Jugendspieler Ivan, Edgar, Lukas und Ole zurückzuführen ist.
Ivan gewinnt Jugend Schnellschachturnier
Zum Abschluss vor den Weihnachtsferien gab es noch ein Schnellschachturnier für die Jugendlichen.
Auch wenn bereits einige in den Skiurlaub aufgebrochen waren, kamen doch immerhin 10 Teilnehmer zusammen. Obwohl mit Ole und Edgar aus der 4. Mannschaft in der Kreisklasse sehr starke Konkurrenz herrschte, konnte Ivan alle Partien gewinnen und sich damit souverän den 1. Platz sichern. Auf Platz 2 und 3 kamen punktgleich Edgar und Lennas, der zeigte, dass die beiden Auftaktniederlagen in der Liga eher Ausrutscher waren und die ersten Siege sicher bald kommen werden.
Hier die Endtabelle:
1. Ivan 4 Punkte
2. Edgar 3 Punkte
3. Lennas 3 Punkte
4. Khoi 2,5 Punkte
5. Illia 2 Punkte
6. Ole 1,5 Punkte
7. Fabian 1,5 Punkte
8. Ares 1 Punkt
9. Martin 1 Punkt
10. Geri 0,5 Punkte
Bei den Erwachsenen gab es ein Weihnachtsblitzturnier, hier konnte Moritz wieder mal den Sieg erringen vor Jürgen, Kai, Jan Philipp, Andreas und York.
Ab nächtem Freitag drücken wir dann unseren 6 Startern beim Böblinger Open ganz fest die Daumen.
Das Training startet dann im neuen Jahr wieder am 09.01. und am 11.01. geht es gleich mit einem Großkampftag für die Teams 2-5 wieder richtig los in der Punktspielrunde.
Punktloses Heimwochenende bringt Schönaich in akute Abstiegsgefahr
Zum großen Heimspielwochenende erwartete man mit Baden-Baden II, Göggingen und München drei starke Gegner, daher war klar, dass die Trauben hoch hängen würden. Zwei Mal war man nah dran an einer Überraschung, doch letztlich scheiterte man immer am Verwerten der eigenen Möglichkeiten, während die Gegner ihre eiskalt nutzten.
(Bericht gegen Baden-Baden siehe vorige Meldung)
Gegen Göggingen gab es nichts zu holen, lediglich Carles, Bryan und Tobias verbuchten ein Remis. Der Rest verlor zum ernüchternden 1,5-6,5, wobei zumindest bei Noah und dem eingewechselten Jan Brunner ein Remis ebenfalls verdient gewesen wäre.
Gegen München geriet Moritz schon in der Eröffnung unter die Räder, nach Remisen von Bryan, Tobias und Noah im Mittelblock lag man 1,5-2,5 zurück. Zu diesem Zeitpunkt konnte man sich aber noch gute Chancen ausrechnen, Chris hatte mit einem schönen Opfer den gegnerischen König freigelegt und gewann schließlich als Belohnung die Dame für Turm und Springer und Edvin hatte einen Mehrbauern gegen den von Schönaich nach München gewechselten Tobias Kölle, die Stellungen von Jan und Carles waren zwar passiv, aber doch haltbar. Leider kippte die Partie von Chris nach ein paar ungenauen Zügen und mit dem 1,5-3,5 Rückstand war die Niederlage dann schon besiegelt. Edvin konnte sich für seine starke Partie erneut nicht belohnen und Jan verlor, den einzigen Sieg am Brett über das ganze Wochenende konnte letztlich noch Carles verbuchen, doch das war nur noch Ergebniskosmetik zum 3-5 Endstand.

Mit Tf3 Dg5 Tg3 erntete Chris die Früchte seines Opfers. Es folgte Kf6 Txg5 hxg5 und der Rückzug Df3 vergab leider schon den ganzen Vorteil. Mit dem Tempo g4 kann schwarz die Stellung ausgleichen. Direkt De2 hätte dagegen eine Gewinnstellung ermöglicht, da der Springer so nicht das starke Feld e4 erreicht. Aber die Kleinigkeiten waren eben über das ganze Wochenende nicht auf unserer Seite.
Knappes Duell mit dem Topteam aus Baden-Baden
Zum Einstieg des großen Heimwochenendes in Schönaich traf die erste des TSV auf ihren Reisepartner Baden-Baden II. Letzte Saison gelang es Schönaich als einzigem Team dem Starensemble eine Niederlage beizufügen und auch diese Saison war die Bilanz der Gäste noch makellos und das, obwohl man schon gegen den Aufstiegsfavoriten Bad Mergentheim gespielt hatte.
Letztlich sollten Kleinigkeiten das Duell entscheiden. Die erste gab es bereits nach 28 Minuten, kurz vor Ende der Karenzzeit traf gerade noch Brett 3 der Gäste ein, eine kampflose Führung für Schönaich hätte dem ganzen Kampf natürlich eine ganz andere Wendung gegeben. Statt 1-0 stand es gefühlt zu diesem Zeitpunkt dann leider 0-1, Chris kam wie üblich auch zu spät und stellte in der Eröffnung in der Hektik einen Bauern ein. Diesem rannte er die ganze Partie über chancenlos hinterher. Harald erarbeitete sich eine gute Stellung und ordentlich Vorteil auf der Uhr, wie üblich gab er die Partie anschließend Remis. Bryans Gegner kam auch gut ohne seine halbe Stunde Zeit aus und erreichte ein sicheres Remis, das gleiche Ergebnis gab es bei Carles. Noah hatte ausgangs der Eröffnung Probleme mit einer zerpflückten Bauernstruktur, seine Hoffnungen lagen auf dem Läuferpaar als Kompensation. In der Zeitnotphase wurde die Partie nochmal hektisch, aber letztendlich fand sie mit dem Gegner wohl den verdienten Sieger.
Trotz 1,5-3,5 Rückstand war das Match allerdings noch völlig offen, Edvin hatte am Spitzenbrett einen Mehrbauern, Tobias hatte eine Qualität für einen Bauern und auch Moritz konnte sich entscheiden welchen Bauern er gewinnen wollte. Auch wenn die Partie von Tobias nie wirklich die Remisbreite verließ, waren zu diesem Zeitpunkt also noch die nötigen 2,5 Punkte für ein Unentschieden realistisch. Moritz wickelte seine Stellung aber leider falsch ab und erreichte daher nur ein ausgeglichenes Turmendspiel, bei Tobias standen am Ende Springer und Bauer drei Bauern gegenüber, nur Edvin gelang es einen weiteren Bauern zu gewinnen und eine Gewinnstellung zu erreichen. Zum Tag der unglücklichen Kleinigkeiten passte es dann, dass auch Edvin seine Chancen vergab und am Ende nur noch 3 Remis zum Endstand von 3-5 aufs Scoreboard kamen.
Doch auch ohne Punkte war es eine starke Leistung des Teams, die Hoffnungen für das weitere Wochenende gibt, am Samstag geht es um 14 Uhr gegen Augsburgs Stadtteil Göggingen und am Sonntag gegen den Münchener SC 1836. Zuschauer sind in der Realschule herzlich willkommen.
Vergebene Chancen im Derby
Gegen den Verbandsligaabsteiger vom SV Böblingen war man in der Landesliga naturgemäß eher Außenseiter, doch in der Tabelle lag der TSV nach dem starken Saisonstart tatsächlich in Front und so rechnete man sich doch gewisse Chancen aus, den Status Quo mit einem Remis zu halten.
Schon nach einer knappen Stunde sah es ziemlich gut aus, Enya, Daniel und Captain Oli zeigten sich deutlich besser vorbereitet und hatten bereits eine halbe Stunde plus auf der Uhr samt ordentlichen Stellungen. Noch besser standen Moritz, der am Spitzenbrett Druck auf einen Isolani machte, und Eduard, der in einer verschachtelten Stellung das starke Läuferpaar hatte. Leider bog er jedoch falsch ab, tauschte die falschen Bauern und so lagen wir 0-1 in Rückstand. Bei Daniel verflachte die Variante zu einem ungleichfarbigen Läuferendspiel, aber an Brett 2 hatte Thomas Hickl mit Weiß Druck auf der c-Linie aufgebaut und der Gegner holte seinen König zu Hilfe. Thomas konnte entweder eine Figur gewinnen oder den Schwarzen in der Brettmitte Matt setzen, obwohl die Damen nicht mehr auf dem Brett waren. Der Gegner entschied sich für Letzteres und somit kamen wir zum Ausgleich. Doch nun kippte die Waage immer mehr in Richtung der erfahreneren Böblinger, Enya und Oli konnten ihre Bretter schließlich nicht halten. Beim Stand von 1,5-3,5 war bei bestem Verlauf ein Remis noch drin, Moritz und York hatten inzwischen einen Bauern mehr und bei Jürgen konnte man trotz Bauer weniger auf ein Remis hoffen, weil er einen sehr starken Springer hatte. Doch bei Moritz ließ sich der Bauer nicht verwerten, am Ende blieben Läufer und falscher Randbauer übrig und mit dem 2-4 stand die Niederlage fest. Jürgen hielt noch das Remis mit einer Zugwiederholung und an Brett 3 hatte York mit Schwarz den gegnerischen König im Schwitzkasten. Der Weiße hatte zwar einen gefährlichen freien a-Bauern auf der 6.Reihe und fand immer wieder gute Verteidigungszüge, aber York spielte exakte Züge, so dass das Matt des Weißen nicht mehr zu verhindern war. Somit ergab sich der knappe 3,5-4,5 Endstand.
Insgesamt ein verdienter Sieg der Böblinger und doch ein respektables Ergebnis für Schönaich, das zumindest den bereits guten Brettpunktstand weiter erhält, so dass man bei Punktgleichheit einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz hat. Nach Brettpunkten liegt man auf Platz 3 der Liga und zumindest dabei also auch weiterhin vor den Böblingern.
Kreissparkasse Böblingen spendet 3 Tablets für das Schach-Jugendtraining – vielen Dank!!!
Vielen Dank an die Kreissparkasse Böblingen!!!
Durch eine großzügige Spende in Höhe von 500€ konnten wir 3 Tablets für das Schach-Jugendtraining anschaffen.
Dadurch können unsere Nachwuchstalente mithilfe von Apps wie Lichess, Chess.com und Schachking in Zukunft interaktiver Übungsaufgaben bearbeiten.
Darüber hinaus werden wir ab sofort Trainingsvideos und Partiedatenbank stärker in das Training einbauen können.

SK Schmiden/Cannstatt 2 – TSV Schönaich 3 endet mit überraschend deutlichem 2,5-5,5 Sieg
Unser Mannschaftkampf fing damit an, dass Schmiden das 1.Brett freiließ. So hat Thomas Hickl kampflos gewonnen, 1:0 für uns, leider schon das zweite Mal diese Saison.
Von Schmiden waren am Anfang nur 5 Spieler da. Nach 20 Minuten kam dann der Gegner von Eduard. Nach 30 Minuten hatte auch Jürgen Koch kampflos gewonnen, 2:0 für uns.
Bei Thomas Detmer war der Gegner, eigentlich stärker, nicht mit der Eröffnung vertraut. So kam Thomas als Schwarzer schon schnell zu einem Figurengewinn. Thomas hat nichts anbrennen lassen und die Partie mit Sorgfalt zum Gewinn ausgebaut, 3:0 für uns.
Daniel Bisanz hat mit Weiß eine solide Eröffnung gespielt, aus der er leicht besser herauskam. Aber gegen den Routinier Scheef, mit deutlich besserer Wertungszahl, war nicht mehr als Remis drin, 3,5:0,5 für uns.

Bei Enya Wang mit Weiß stand das Brett in Flammen. Der Gegner hatte seinen eigenen Königsflügel geöffnet. Enya stellte ihrem Gegner zu viele Probleme und in Zeitnot konnte er nicht mehr mithalten. Enya setze seinen König mit einer glänzenden Kombination matt, 4,5:1,5 für uns.
Oliver Rechtsteiner mit Schwarz kam in ein leicht schlechteres Endspiel mit einem Bauern weniger. Der Gegner war in der Lage viel Druck auszuüben und gewann, 4,5:1,5 für uns.
Bei Eduard Knittel hatte der Gegner eine Figur für 2 verbundene Freibauern gegeben. Eduard konnte diese Bauern blockieren und langsam mit seinen Figuren in das gegnerische Lager einbrechen. Ein schönes Matt beendete das Spiel, 5,5:1,5 für uns.
Am längsten hat York Glienke gespielt. Mit Schwarz gegen den deutlich stärker eingeschätzten Witke opferte York Bauern für Figurenspiel und setzte zum Mattangriff an. Doch durch Einstellen einer Angriffsfigur wandelte sich der deutliche Vorteil in deutlichen Nachteil um und es war nichts mehr zu retten.
Somit haben wir gegen die nominell stärkeren Schmidener mit 5,5:2,5 gewonnen.
Die Tabelle und alle Details findet ihr hier.

Erfolgreiches Wochenende: Schönaich 2 gewinnt 6-2 und Schönaich 4 gewinnt 4-2
Die 2. Mannschaft wurde ihrer Favouritenrolle gerecht und gewann in Plüdershausen 2-6. Besonders erfreulich war, dass unsere Nachwuchsspielerin Enya bereits nach 2 Stunden mit einem schönen taktischen Schlag zur Aufgabe zwingen konnte.
Ungefährdete Siege wurden zudem Florian Schnadt und Christian Beyer ein, die Schritt für Schritt ihre Vorteile zum Sieg ausbauen konnten. Bei Jan Philipp Rechner lief die Partie nach gewohntem Muster: Viel Bedenkzeit wurde für den richtigen Plan und Bauernaufmarsch am Damenflügel verbraucht. Der gewinnbringende Vorteil wurde dann in Zeitnot erzielt. Einen schlechten Tag erwischte Kai Giebler. Im Mittelspiel mit hängenden Bauern verlor er einen Bauern. Nach zähem Endspiel und mehreren Dauerschach Versuchen musste er sich schließlich geschlagen geben.
In der folgenden Stellung stand Christoph Steinhart deutlich besser: So führen Züge wie 19. Sxe6, 19. Tf2 (nebst 20.Th2) oder 19. g6 xg6 20. Lg4 zu deutlichem Vorteil.
Die Partie ging wie folgt weiter 19. Ld3 g6 20. Sxe6 xe6 21. Dxe6+ Tf7 22. Dxd7 Lf6 23. Dh3 Ld4+ 24. Kh2 Sxg5 25. Dg4 Th7+ 26. Kg2. Schwarz erhielt Gegenspiel und gewann später die Partie.

Steinhart – Ferstl 0-1
Nils brachte ohne Not eine komplizierte Stellung mit einem Turm und einem Bauern gegen Springer und Läufer aufs Brett. Nach und nach ging die Initiative auf ihn über, wodurch er die folgende Stellung mit 2 Freibauern herstellen konnte.
Hier übersah er die folgende brilliante Kombination: 46. Txf5 Txf5 47. d7 Tf8 48. Tf1 (schneidet den König entscheidend ab) Td8 49. e6 .
Stattdessen gespielt wurde: 46. Kd4 Sb6 47. Tc1 Le4 48. Tc7+ Kh6 49. e6 1-0 . Hätte Schwarz im Zug 47 hingegen Le6 gezogen wären die Freibauern blockiert geblieben und es hätte noch ein langes Endspiel bevorgestanden.

Stukenbrok – Löw 1-0
Zum Abschluss konnte auch Simona Gheng ihre Partie gewinnen. Lange Zeit stand sie passiv und verteidigte sich gegen den Angriff ihres Gegners. Mit der Zeit konnte aber auch sie sich entfesseln und zur Gegenoffensive über gehen.
Alle Ergebnisse der Verbandsliga und die aktuelle Tabelle findet ihr hier.

Auch die 4. Mannschaft des TSV Schönaich zeigte eine starke Leistung. Auch hier zeigten sich vor allem unsere Nachwuchsspieler Ole und Ivan ist sehr guter Form und konnten Punkte gegen deutlich stärker bewertete Gegner einsammeln.
Zudem konnten unsere Routiniers Andreas Bolte und Michael Knecht zwei wichtige Siege und Zheng Wand ein Remis einfahren. Da war es auch zu verschmerzen, dass sich Mannschaftsführer Timo Jäuering geschlagen geben musste.
Die Ergebnisse und die Details der 4. Mannschaft findet ihr hier.
Schönaich mit starker Leistung beim Europapokal


Zwischenupdate vom ECCC
Die letzten beiden Runden boten so viel Spannung, dass hier noch ein kleines Zwischenupdate vor den beiden Schlussrunden folgt.
In Runde 4 wurden wir nach unten gelost und bekamen daher sehr starke Gegner mit dem Lister Turm Hannover. Leider fehlte bei den sympathischen Hannoveranern ein Spieler krankheitsbedingt und letztlich sollte sich dieser kampflose Punkt doppelt auszahlen. Chris zeigte die ganze Partie über, dass er sich im Stellungstyp besser auskennt und entschied das Match mit einem taktischen Schlag samt Turmgewinn. Niko und Moritz mussten die Waffen strecken, doch Jan Philipp zeigte sich in seiner Partie bestens aufgelegt, gewann in Zeitnot die Dame und brachte uns damit wieder in Führung. Daher musste Hannover an Brett 1 das Remis ablehnen und auf Sieg spielen, doch diese Versuche konterte Tobias souverän mit einem erfolgreichen Mattangriff.
Zur Belohnung für diesen Überraschungssieg wurden wir gleich nochmal nach unten gelost gegen den schwedischen Club Rockaden für den auch unser Spitzenbrett in der Bundesliga Edvin spielt. Damit konnten wir uns auch tatsächlich an die Livebretter in den edlen Spielsaal vorarbeiten, doch die Favoritenrolle konnte nicht klarer verteilt sein. Schon ziemlich früh geriet Moritz mit schwarz unter die Räder, doch die anderen 5 zeigten sich gut aufgelegt und hielten sich in der Eröffnung und dem frühen Mittelspiel alle schadlos. Bei Tobias und Jan Philipp standen schon früh sehr ausgeglichene Endspiele auf dem Brett und Chris und Niko konnten sogar beide einen Bauern gewinnen. Dann wurde es noch besser, Jan Philipps Gegner stellte einzügig die Partie ein und das einzige Brett, bei dem man sich etwas Sorgen machen musste war Nils, doch auch dort sollte die Stellung gut haltbar sein. Bei Niko war das Brett noch ziemlich voll und die Stellung kompliziert, daher nahm er in der Zeitnotphase das Remisangebot von Edvin an. Ziemlich zeitgleich kippte leider die Stellung bei Nils und Chris übersah einen taktischen Schlag, mit dem der Gegner ein Remisendspiel erreichte. Bei Tobias ging die Partie noch einige Züge, die Damen wurden getauscht, doch auch im Bauernendspiel verließ die Partie nie das Gleichgewicht. Daher stand am Ende eine knappe und ziemlich unglückliche 2.5-3,5 Niederlage, doch auf die Leistung kann das Team wirklich stolz sein.
Weiter geht es nun erneut gegen Finnen diesmal von Tammer Shakki. Mit einem Sieg könnte man schon frühzeitig die eigene Zielvorgabe erreichen, doch wie in fast jedem Match bisher liegt die Favoritenrolle nach Elo beim Gegner.
Halbzeitbilanz beim Europapokal
Gegen die starken Griechen Dimitrios, Nikolaos und Georgios (jeweils 2x) aus Kavala gab es in der ersten Runde wie zu erwarten nichts zu holen, lediglich Tobias konnte mit einem Remis gegen GM Mastrovasilis ein Ausrufezeichen setzen. In der zweiten Runde gab sich das Team bei der Pflichtaufgabe gegen Cardiff 2 (Wales) gar keine Blöße und verbuchte ein glattes 6-0.
Sehr spannend wurde es dann in Runde 3 gegen die Finnen aus Aatos bei Helsinki. Moritz und Niko verbuchten verdiente Siege mit weiß, Nils ging an seinen Chancen auf Vorteil vorbei und steigerte mit seinem Remis die weiße Ausbeute auf 2,5/3. Zu diesem Zeitpunkt sah es ganz gut aus, dass aus den 3 Schwarzbrettern noch ein halber oder ganzer Punkt dazukommen würde und als Jan Philipp auch noch in Verluststellung (Bauer weniger) mit einer Gabel eine Figur für einen weiteren Bauern gewinnen konnte, kippte die Waage noch mehr in Richtung der Schönaicher. Leider endeten alle 3 Partien mit dem schlechteren Ende für den TSV, so dass nur noch der halbe von Jan Philipp dazukam, wobei dort und bei Chris zumindest einmal die Chance auf mehr bestanden hätte.
Doch auch wenn die Chance auf mehr bestand ist das 3-3 gegen die höher gesetzten Finnen dennoch ein Erfolg. Weiter geht es heute gegen den SK Lister Turm aus Hannover, wo man versuchen wird den aktuellen 4. Platz unter 7 deutschen Teams zu halten.
Eine Übersicht für die Mannschaft gibt es unter folgendem Link:
Chess-Results Server Chess-results.com – 40th European Chess Club Cup 2025
Schönaich ist bei dem European Club Cup 2025 in Rhodos am Start
Vom 19.10.2025-26.10.2025 tritt der TSV Schönaich bei den Europäischen Schach Vereinsmeisterschaften in Rhodos an.
Insgesamt sind wir an Rang 76 von 102 Teilnehmern gesetzt. Es wird also an Herausforderungen und guten Gegnern nicht mangeln.
Mit der folgenden Aufstellung gehen wir ins Rennen:

Verfolgen könnt ihr das Turnier über diese Seiten:

Quelle: European Chess Union
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