Magazine2023-07-20T12:27:20+02:00

Schönaich holt sich die württembergischen Titel im Schnell- und Blitzschach

Die württembergische Mannschaftsmeisterschaft im Schnellschach geriet zu einer absoluten Machtdemonstration für die Denksportler des TSV. In den neun Runden holten sie 32,5 von 36 möglichen Brettpunkten und damit auch 9 klare Siege, das knappste Ergebnis war ein 3-1 gegen Biberach 2. Drei Mal setzte es eine 4-0 Höchststrafe für die Gegner, unter anderem im direkten Duell mit dem Verfolger Heilbronn, der sich am Ende mit satten 5 Punkten Rückstand den Vizetitel sicherte. Alle 4 Spieler gewannen auch ihre Einzelwertung am jeweiligen Brett, Tobias Kölle mit 7-2, Marius Deuer mit 8,5-0,5, Timur Kocharin mit 8-1 und Gerhard Junesch mit weißer Weste bei 9-0.

Bei der Blitzversion ersetzte Kapitän Moritz Reck Timur Kocharin, ansonsten blieb die Aufstellung unverändert. Der Turnierverlauf war allerdings nicht so eindeutig, schon früh im Turnier musste man eine unerwartete Niederlage gegen Kornwestheim einstecken. Nachdem man kurz vor der Halbzeit des 27-rundigen Turniers auch noch ein Unentschieden gegen Sontheim abgab, hatte man den Titel auf einmal nicht mehr in der eigenen Hand, da Heilbronn noch verlustpunktfrei durchs Feld marschiert war. Doch die Heilbronner hatten noch einige schwierigere Spiele vor sich und bald entspannte sich die Lage wieder, nachdem auch bei Heilbronn der erste Verlustpunkt verbucht werden musste. Denn bei der Zweitwertung nach Brettpunkten hatte man im Vergleich immer klar die Nase vorne, die Basis dafür legten unter anderem sage und schreibe elf 4-0 Ergebnisse. Als es dann in der 23. Runde zum Showdown mit Heilbronn kam, lag das Quartett des TSV schon an der Spitze, beide Teams hatten 41-3 Punkte aber Schönaich einige Brettpunkte mehr. Damit war klar, dass ein Unentschieden wohl ausreichen würde und wie im kompletten Turnierverlauf war auf Tobias und Marius verlass. Nach der 2-0 Führung war es nicht mehr ganz so schlimm, dass Gerhard und Moritz ihre Stellungen verdarben, da das 2-2 für den Titel ausreichte. Überragend waren die 25-2 Punkte von Tobias Kölle und die 25,5-1,5 von Marius Deuer. Gerhard Junesch war mit 22-5 nicht gänzlich zufrieden und die 16,5-10,5 von Moritz Reck sind sein schwächstes Ergebnis der letzten Jahre. Zum Glück konnten die Anderen die Verlustpunkte ausgleich. Weiter geht es am 29.06. bei den Deutschen Meisterschaften in Kehl, bei denen der TSV mal wieder mindestens einen Platz in den Top10 anpeilen möchte.

By |Juni 5th, 2024|Categories: Uncategorized|0 Comments

Marius Deuer nominiert zum Spieler des Jahres U16

Unser Jugendspieler Marius Deuer ist einer der Nominierten zur Wahl zum Spieler des Jahres der DSJ. Diese Ehre hat er sich mit seinem Titel als Internationaler Meister, den er noch vor seinem 15. Geburtstag erspielt hatte absolut verdient! Doch dafür benötigt er noch eure Stimmen 🙂

Wir bitten alle Leser unserer Homepage um eine Stimmabgabe für Marius unter folgendem Link:

https://www.deutsche-schachjugend.de/spielerdesjahres/2023/abstimmen/

Die Abgabefrist der Stimmen endet am 05. Mai. Vielen Dank!

By |April 28th, 2024|Categories: Uncategorized|0 Comments

Landesliga: Schönaich 3 trennt sich gegen Leinfelden unentschieden

Am Sonntag, den 07.04.2024, fand das Landesliga-Auswärtsspiel von Schönaich 3 in Leinfelden statt. Beide Mannschaften hatten sich vor dem Spiel im Mittelfeld der Landesliga befunden, weshalb es für beide Seiten weder um den Aufstieg noch um den Abstieg ging. Nach einem spannenden Verlauf des Mannschaftskampfes endete dieser mit einem leistungsgerechten Unentschieden.

Relativ schnell gingen drei Partien zu Ende: Sowohl Eduard Knittel an Brett 6, Andreas Bolte an Brett 7 und Christoph Steinhart an Brett 2 einigten sich in jeweils ausgeglichenen Stellungen auf Remis. Einen ersten Rückschlag musste Schönaich in der Folge durch den Verlust von unserem Jungtalent Enya Wang am achten Brett hinnehmen.

Den Ausgleich wiederherstellen konnte schließlich Jürgen Koch am 5. Brett, der seinen Gegner schon nach wenigen Zügen in eine vorbereitete Falle tappen ließ, der zum kompensationslosen Verlust eines Bauern führte:

In der Diagrammstellung spielte Jürgen 8. Lxb7!, was nach 8. … Lxb7 9. Db5+ einfach einen Bauern verliert. In der Folge spielte Jürgen seine Partie grundsolide und gewann am Ende durch einen kompletten Blackout (Turmverlust) seines Gegners. Zwischenstand 2,5:2,5.

Otto Braun am 4. Brett spielte mit den schwarzen Steinen eine typische Igelstellung in der Sizilianischen Verteidigung. Diese ist bekannt dafür, dass sich Schwarz zunächst mit einer etwas passiveren Rolle zufriedengibt. Nachdem sich der Rauch kurz vor der Zeitkontrolle etwas verzogen hatte, fand sich Otto nach seinem 36. Zug … Ke6 in folgender Stellung wieder:

Die Stellung ist für Weiß nicht einfach zu spielen, da er zur Passivität verurteilt ist. Sein Befreiungsversuch 38. b3?? ist aber bereits der Verlustzug, da Otto mit 38. … Lh4+ 39. Ke2 Lxe1 den Springer von Weiß vorteilhaft abtauschen kann und Weiß mit einem schlechten schwarzfeldrigen Läufer verbleibt, während Schwarz einen Traumspringer besitzt. Dies spiegelt auch die Schlussstellung wider:

Somit stand es 3,5:2,5 für Schönaich.

Oliver Rechtsteiner an Brett 3 erarbeitete sich in der Eröffnung Vorteile und stand zunächst sehr gut. In der Folge verpasste er jedoch die richtige Fortsetzung und fand sich nach der Zeitkontrolle gar in einer Verluststellung. Mit Glück und freundlicher Unterstützung seines Gegners konnte Oliver jedoch in ein Turmendspiel abwickeln, das am Ende für Schwarz nicht mehr zu gewinnen war. Somit stand es bereits 4:3 für Schönaich und die Entscheidung musste am Spitzenbrett herbeigeführt werden.

An diesem fand sich Florian Schnadt in einer zweischneidigen und scharfen Stellung wieder, die bis zum Schluss ergebnisoffen war. Allerdings hatte Florians Gegner in der entscheidenden Phase nach ca. 5 Stunden Spielzeit ein deutliches Bedenkzeitplus zu verzeichnen, weshalb Florian in komplizierter Stellung mit quasi keiner Zeit mehr auf der Uhr schwierige Entscheidungen zu treffen hatte. Am Ende musste sich Florian in sein Schicksal begeben und seine Partie verloren geben.

Damit stand ein unterm Strich leistungsgerechtes Unentschieden fest, was Schönaich nach der 8. Runde sogar Tabellenplatz 3 einbrachte. Da der Aufsteiger mit dem SV Backnang 1 bereits feststeht, können die Schönaicher in der letzten Runde am 28. April 2024 völlig frei aufspielen und sich über eine gelungene Landesligasaison 2023/24 freuen.

By |April 8th, 2024|Categories: 3. Mannschaft, Uncategorized|0 Comments

Highlights aus der letzten Zweitliga Doppelrunde

Mit 2/2 legte Marius ein perfektes Wochenende hin und beide Partien lieferten taktische Leckerbissen, die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen.

Gegen Großmeister Sumets forcierte Marius mit g3 einen Schlagabtausch, der zunächst 2 Bauern kostet und den eigenen König völlig offenlegt. (…Lxg3, Dg2, Ld6, Lg5, Lxh2, Kh1, Dg3) Marius hatte aber genauer gerechnet und der nächste Zug Lc4 entscheidet die Partie zugunsten von weiß.

Gegen Frischmann muss man natürlich bereits vor Lc5 das Qualitätsopfer richtig durchgerechnet haben. Nach b4, Txd3, Kxd3, Sxc4 drohen diverse Gabeln und schwarz gewinnt entscheidend Material.

 

 

By |März 28th, 2024|Categories: Uncategorized|0 Comments

Schönaich mit starker Leistung am letzten Spielwochenende in der 2. Bundesliga

Am Wochenende war man zu Gast bei Reisepartner Schmiden Cannstatt. Die Spielbedingungen waren absolut vorzüglich. Ein großzügiger Spielbereich mit Abgrenzungen für die Bretter und ein herzliches Catering der Spielerfrauen. Auch das Zuschauerinteresse war überdurchschnittlich und sogar der Bürgermeister schaute für ein Grußwort am Spielort vorbei.  Ein weiterer Grund, warum man der sympathischen Truppe den Wiederaufstieg wünschen würde, neben der örtlichen Nähe und der idealen Verkehrsanbindung. Doch die Trauben hängen in der neuen Ba-Wü-Liga ab nächster Saison sicher recht hoch.

Diese Liga zu vermeiden, war das ausgelobte Saisonziel des TSV. Der direkte Verbleib auf Platz 5 war vor dem letzten Wochenende nicht mehr realistisch, daher drehten sich alle Rechnungen um das Halten von Relegationsplatz 6. Dies konnte in manchen Szenarien sogar mit einigen Brettpunkten gelingen, doch es gab auch andere Konstellationen, bei denen man noch 2 Punkte holen musste. Unter anderem deshalb, da gerettete Teams (oder solche, die sich für gerettet hielten) mit deutlich schwächeren Mannschaften als in den Vorrunden antraten. Insbesondere die Aufstellung der eigentlich finanziell auf Rosen gebetteten Viernheimer (sage und schreibe nur eines der ersten 8 Bretter wurde aufgestellt) grenzte schon an Wettbewerbsverzerrung. Um ein Haar wäre ihnen das am Ende sogar noch auf die Füße gefallen, zumindest ihr Karma Konto wäre damit dann wieder ausgeglichen gewesen. Sympathien haben sie an diesem Wochenende auf jeden Fall keine gesammelt.

Am Samstag ging es gegen Hofheim und damit auch ein Stück weit gegen die eigene Vergangenheit. Vor der Saison war der ehemalige Mannschaftsführer Marcus Kübler mit 5 Spielern im Gepäck vom TSV nach Hofheim gewechselt, da in Schönaich die Chancen auf den Wiederaufstieg in die erste Bundesliga sehr gering waren. Für Hofheim saßen nicht weniger als 6 Großmeister und 2 internationale Meister an den 8 Brettern. Entsprechend war man in diesem Match klarer Außenseiter und visierte als Ziel eher 2 Brettpunkte an, um die gute Ausgangslage im Bereich der Zweitwertung zu sichern. Es ging auch nicht gut los, Timur Kocharin verlor eine Qualität und auch Oleg Korneev fühlte sich in seiner Stellung unwohl, da Hofheim mit seiner Aufstellung überraschte und daher die Vorbereitung vieler Schönaicher ins Leere lief. Topscorer Korneev willigte daher ins Remis ein, dass Kocharin auch ein Remis rettete, war schon ein großer Erfolg. Dann schlug die Stunde von Marius Deuer, der Jugendspieler bestrafte das optimistische Spiel seines Gegners mit einem wunderschönen Gegenangriff mit Matt im 31. Zug. Zwar musste Tobias Kölle gegen den langjährigen Schönaicher Spitzenspieler Marin Bosiocic aufgeben, doch Sebastian Iermito brachte den TSV umgehend wieder mit 3-2 in Führung. In der Zeitnotphase entglitt Kapitän Moritz Reck leider seine lange Zeit ausgeglichene Stellung, so dass es mit 3-3 in die heiße Phase ging. Chris Beyer verwaltete schon länger eine Gewinnstellung mit 2 verbundenen Freibauern, während Harald Keilhack sich in passiver Lage gegen einen vorgerückten gegnerischen Freibauern wehren musste, wobei das Endspiel hier theoretisch Remis war. Somit lag sogar eine große Sensation in der Luft. Ein Rechenfehler bei seinem Bauerndurchbruch überführte das Endspiel von Beyer in ein Turmendspiel mit f und h Bauer, so dass der Gegner hier wieder die Chance hatte, bei genauer Verteidigung ein Remis zu halten. Nach über 6,5 Stunden Spielzeit hatten schließlich beide Verteidiger allen Gewinnversuchen standgehalten, so dass kein Team den entscheidenden Siegpunkt setzen konnte. Das 4-4 Unentschieden war zwar auch ein großer Achtungserfolg für Schönaich, doch der anschließende Blick auf die Ergebnisse brachte Ernüchterung. Da Viernheim die letzten Runden abschenkte, war keine Unterstützung zu erwarten und Eppingen konnte im Schongang die 2 Punkte für den Klassenerhalt erreichen. Tatsächlich wäre bei einem Schönaicher Sieg gegen Hofheim allerdings Viernheim das Opfer seiner eigenen Aufstellung geworden, doch so fehlte am Ende genau ein Punkt auf Viernheim II auf Platz 5.

Nach dem erfolgreichen Samstag fehlte am Sonntag noch ein Punkt, um Platz 6 abzusichern, doch mit der gezeigten Leistung war die Zuversicht groß, dass dieser gegen nun abgestiegene Mainzer gelingen sollte. Und die Spieler des TSV legten von Beginn an los wie die Feuerwehr. Iermito kam zwar über ein Remis nicht hinaus, doch Korneev, Deuer mit einer erneuten taktischen Meisterleistung, Jan Brunner der für Keilhack eingewechselt wurde, sowie Kölle am Spitzenbrett sorgten bereits vor der Zeitkontrolle für eine uneinholbare 4,5-0,5 Führung. Da machte es nichts aus, dass Reck in Zeitnot erneut unsicher agierte und seine Gewinnstellung ins Remis verdarb. Kocharin musste die einzige Niederlage quittieren und in einem vom Gegner völlig unnötig in die Länge gezogenen Match über 130 Züge besorgte Beyer mit einem Remis den 5,5-2,5 Endstand. Nun muss der TSV nach dem gehaltenen Platz 6 Anfang Mai in der Relegation ran, um dort mit 2 Siegen gegen die Drittligameister den letzten Platz für die neue zweigleisige 2. Bundesliga zu ergattern. Die Gegner dafür stehen erst Mitte April fest, einfache Lose wird es aber kaum geben.

By |März 18th, 2024|Categories: 1. Mannschaft|0 Comments

Landesliga: Schönaich 3 gewinnt 5,5 zu 2,5 zuhause gegen ersatzgeschwächte Oeffinger und sichert sich den Klassenerhalt

Am Sonntag, den 10.03.2024, fand das Landesliga-Heimspiel von Schönaich 3 gegen die Schachfreunde aus Oeffingen statt. Die Oeffinger traten ersatzgeschwächt mit nur 6 Spielern an, weshalb Schönaich schon mit einem komfortablen 2:0 Vorsprung in den Mannschaftskampf ging. Trotzdem wurde es am Ende noch richtig spannend, aber der Reihe nach. In leicht vorteilhafter Stellung, aber (wieder einmal) in Zeitnot, bot Oliver Rechtsteiner am vierten Brett nach ca. 3 Stunden Spielzeit eine Punkteteilung an, die der Gegner schließlich akzeptierte. Dies sollte das letzte Unentschieden des Tages bleiben. Zwischenstand 2,5:0,5 für Schönaich.

Nach einer weiteren Stunde ging es dann Schlag auf Schlag. Zunächst überschritt der Gegner von Andreas Bolte am siebten Brett im 36. Zug die Zeit. Der Oeffinger Spieler stand jedoch ohnehin bereits auf Verlust. Fast zeitgleich musste unser Spitzenbrett Florian Schnadt nach 6 in Serie gewonnenen Spielen und somit mit noch weißer Weste seine erste Saisonniederlage hinnehmen. Neuer Zwischenstand 3,5:1,5 für Schönaich.

Der Mannschaftskampf musste also am 5., 6. oder 8. Brett entschieden werden. Der Gegner von Thomas Detmer an Brett 8 konnte nach und nach kleine Stellungsvorteile sammeln und diese schlussendlich in einen Sieg für die Oeffinger umwandeln. Zwischenstand nur noch 3,5:2,5 für Schönaich. Nun wurde es noch einmal richtig spannend, da sich Jürgen Koch in einem völlig ausgeglichenen Endspiel mit gleichfarbigen Läufern wiederfand, während sich Otto Braun um den 40. Zug (Zeitkontrolle) in schlechterer Stellung wiederfand. Somit war der Ausgang wieder völlig offen.

Doch Jürgen Koch an Brett 5 konnte uns schließlich „erlösen“ und den Sieg der Mannschaft klarmachen. Zurückzuführen ist dies auf seine Kreativität, nichts unversucht zu lassen, um doch noch etwas mehr als ein Remis zu erreichen. Im 47. Zug erreichte Jürgen mit den weißen Steinen nach einem langen Königsmarsch über das halbe Feld (d3-c3-b4-a5-a6-a7) das Feld b8 (siehe Diagramm):

Die einfachste Möglichkeit für Schwarz wäre es zuvor gewesen, nach 46. Ka7 einfach mit Kc7 zu antworten und den weißen König erst gar nicht die Grundreihe betreten zu lassen. Aber auch jetzt wäre es mit akkurater Verteidigung (47. …b4!) noch möglich gewesen, die Partie im Gleichgewicht zu halten. Zu dieser Verteidigung fand sich der Schwarze jedoch nicht mehr in der Lage und warf die Partie mit dem Läuferzug 47. … Lb6?? sofort weg, da das nach 48. Lc5xb6 Kc6xb6 49. b4 entstehende Bauernendspiel klar für Schwarz verloren ist. Damit stand es 4,5:2,5 und der Mannschaftssieg war unter Dach und Fach. Somit konnte Otto Braun an Brett 5 nun frei von jeglichem Druck aufspielen, fand sich aber im 40. Zug mit den schwarzen Steinen in folgender schwierigen Lage:

Weiß konnte hier im 41. Zug (wieder einmal direkt nach der Zeitkontrolle!) mit dem vergleichsweise einfachen Zug 41. Td1-d8 eine deutlich vorteilhafte Partie weiterspielen und steht wahrscheinlich auf Gewinn. Aber warum eigentlich nicht direkt den schwarzen Bauern auf c5 mit 41. Td1-d5? angreifen und gewinnen? Hier erwischte Otto seinen Gegner kalt mit dem Konter 41. … Tb6xb5!, was einen Bauern und den Vorteil von Weiß wegwirft. Weiß hätte jedoch mit einem Zug wie 42. Td5-d8 trotzdem noch in einem Turmendspiel weiterkämpfen können. Der weiße „Reflexzug“ 42. Td5xe5?? gewinnt zwar den Bauern zurück, wickelt aber in ein verlorenes Bauernendspiel ab: 42. … Ke6xe5 43. c4xb5 Ke5-d6! 44. Kg2xf3 Kd6-c7 45. Kf3-e4 Kc7-b6 mit entscheidendem Bauerngewinn im nächsten Zug. Nach diesem erfolgreichen Mannschaftskampf verzeichnet Schönaich 3 nun 8 Mannschaftspunkte und belegt Platz 4 in der Landesliga. Damit sollte bei nur noch zwei ausstehenden Spielen der Klassenerhalt so gut wie sicher sein.

By |März 11th, 2024|Categories: 3. Mannschaft, Uncategorized|0 Comments

Verpasste Chancen des Bundesliga Wochenendes

In Bild 1 war Teamcaptain Moritz froh, gegen den 400 Elopunkte schwereren Großmeister ein Dauerschach erkämpft zu haben. Tatsächlich ist die Partie nach Lb4 mehr oder weniger gewonnen für weiß, auf Txb2 gewinnt weiß einen Turm mit dem schönen Lc3 und nach Td3 gewinnt weiß die Qualität nach der forcierten Zugfolge Sg2, Sh4, Te2.

Bild 2 ist das Bauernendspiel Beyer – Mann am Sonntag. Statt des „normalen“ Kf2 entschied sich Chris für f5, was den Sieg vergibt und später verspielte er mit f6 statt e6 leider sogar noch den ganzen Punkt. Der einzige Gewinnzug auf Kf2 – d4 ist zugegebenermaßen sehr schwer zu finden, nur Kg3 hätte in dieser Variante zum Sieg geführt.

Hätte man diese beiden Stellungen eingetütet, würde man weiter auf Platz 5 stehen und hätte es in der eigenen Hand, die Relegation zu vermeiden. So ist sie jetzt das zu erreichende Ziel am letzten Spieltag. Wie so oft sind es am Ende im Schach die Kleinigkeiten, die eine große Auswirkung haben.

By |Februar 29th, 2024|Categories: 1. Mannschaft|0 Comments

TSV Schönaich blickt der Abstiegsrelegation entgegen

Zur Heim-Doppelrunde empfing der TSV die Reserve des Rekordmeisters Baden-Baden und Eppingen, wobei besonders das Duell gegen die Eppinger ein vorgezogenes Endspiel um den letzten sicheren Nichtabstiegsplatz darstellen sollte. Gegen Baden-Baden konnte man am Samstag zunächst frei aufspielen, Punkte rechnete man sich nicht wirklich aus.  Nach schnellen Remisen von Sebastian Iermito und Marius Deuer lag man auch bald zurück, als Christoph Menezes seine Stellung gegen einen starken Springer des Gegners nicht halten konnte. Auch Tobias Kölle und Teamcaptain Moritz Reck kamen gegen ihre französischen Großmeister nicht so gut in die Partie, doch als diese dann etwas zu optimistisch angriffen, schlugen die beiden Schönaicher gnadenlos zu. Kölle eroberte einen Mehrbauern und verwertete diesen sauber zum Ausgleich und Reck startete einen aussichtsreichen Königsangriff, der mit einem Dauerschach unentschieden endete, wobei auch hier sogar noch mehr drin war. Doch es sah zu diesem Zeitpunkt auf einmal trotzdem sehr gut aus, da der einzige Großmeister im Schönaicher Lager Oleg Korneev die 3-5,2-5 Führung besorgte. Dies war umso beeindruckender, da er nach zwei Stunden Verspätung bei der Bahn mit weniger Bedenkzeit starten musste und lange unklar war, ob er es überhaupt noch zum Spiel schaffen würde. Bei zwei noch laufenden Partien lag eine Überraschung nun mehr als in der Luft, Timur Kocharin und Harald Keilhack hatten zwar schwierige, aber haltbare Stellungen, insbesondere das Turmendspiel von Keilhack mit Bauer weniger war eine theoretische Remisstellung. Leider schaffte es am Ende keiner der Beiden, noch etwas Zählbares aufs Scoreboard zu bringen, so dass am Ende eine doch sehr unnötige 3,5-4,5 Niederlage stand.

Das wichtigere Spiel stand aber am Sonntag auf dem Programm und nach der Leistung am Vortag konnte man in dieses zumindest mit einem guten Gefühl gehen. Eppingen wechselte im Vergleich zum Vortag vorne Jonas Hacker ein, diesen Wechsel hatte man beim TSV aber genau vorhergesehen und so war Sebastian Iermito perfekt vorbereitet und konnte gleich zu Beginn die Kontrolle über Stellung und Zeit übernehmen. Bei Schönaich gab es nur hinten zwei Wechsel, Jan Brunner erzielte frühzeitig ein sicheres Remis mit schwarz, genau wie Korneev. Auch wenn Menezes leider seine zweite Niederlage des Wochenendes quittieren musste, war der Ausgang des Matches noch völlig offen, da Christian Beyer ein gewonnenes Bauerendspiel auf dem Brett hatte. Doch obwohl er die Zeitkontrolle schon geschafft hatte, spielte er zu zügig weiter und überriss damit seine Stellung. Seine Niederlage war der Genickbruch für alle Schönaicher Hoffnungen, denn Kocharin und Kölle kamen nicht über ein Remis hinaus und schließlich musste auch Deuer seine Partie aufgeben. So bedeutete der abschließende Sieg von Iermito nur noch Ergebniskosmetik zum 3-5. Damit musste man Eppingen in der Tabelle vorbeiziehen lassen und nun liegt der TSV zwei Spieltage vor Schluss auf Rang 6, der am Ende die Teilnahme an den Abstiegsrelegationsspielen im Mai bedeuten würde. Die Saison des TSV steht also kurz vor einer Verlängerung.

By |Februar 27th, 2024|Categories: 1. Mannschaft|0 Comments

Keine Fortune beim Heimspielwochenende: Niederlagen gegen Baden-Baden II und Eppingen

Weniger Zuschauer als erhofft gab es beim mit Spannung erwarteten Heimspielwochenende des TSV Schönaich in der 2. Bundesliga. Nunja, man verfolgte lieber im Internet Nakamura & Co. bei der Bundesliga-Zentralveranstaltung in Viernheim, musste am Sonntag morgen selbst in diversen Ligen an die Bretter, usf.

Gegen Baden-Baden II rechnete man sich nur Außenseiterchancen aus. Es fehlte bei den Gästen zwar wie erwartet Bellahcene, dafür boten diese überraschend GM Demuth an Brett 6 auf. An Brett 3, mit dem für Schönaich günstigsten Eloverhältnis, gab es ein blitzschnelles Remis, wohl in einer Theorievariante. Nicht viel los war auch an 2 mit Deuer – Remis. An den verbliebenen Brettern wurde hart gekämpft. An 1, 5 und 6 gab es absolut wilde Gefechte, die ich (H.K.) ohne Kenntnis der Notationen gar nicht beurteilen möchte. Korneev an 4 spielte ruhig und routiniert und knetete vor sich hin. Keilhack an 7 stand von Anfang an unter Druck, behauptete sich aber. Der Kapitän und Vorsitzende Reck gab seinem großmeisterlichen Gegner das Läuferpaar, hatte selbst einen Freibauern, es schien zunächst wenig los.

Zu Beginn der Zeitnotphase geriet Menezes doch in einen entscheidenden Angriff, 1:2. Korneevs Gegner hielt dem Druck nicht stand, zeitlich gab Reck Dauerschach; laut eigener Aussage war sogar ein Sieg drin: 2½:2½ zur Zeitkontrolle.

Bei Kocharin wollte sich der Pulverdampf weiterhin nicht verziehen, Keilhack verteidigte weiter ein remisliches, aber unangenehmes Turmendspiel. Kölles Gegner hatte für meine bescheidenen Begriffe doch etwas zu wild und „modern“ (frühes g2-g4, etc.) angegriffen – der Angriff war längst vorbei, dafür hatte Kölle am Damenflügel die Bauern a-b-c gegen „nüscht“. Das 3½:2½ folgte bald – ein toller Sieg für Tobias gegen einen Gegner mit fast 2600!

Leider war es dann auch schon. Ein unklares Mittelspiel (Kocharin mit einem couragierten Auftritt gegen den Großmeister!) und Remis-Turmendspiel mit Minusbauer bei Keilhack (entscheidender Fehler im 59. Zug) gingen beide verloren: 3½:4½. Im Parallelkampf mischte Schmiden gegen Eppingen munter mit, verlor aber doch 2½:5½.

Am Sonntag morgen stand nun der Schicksalskampf um Platz fünf gegen Eppingen auf dem Programm – an 7 und 8 wurde die Schönaicher Aufstellung geändert, Eppingen brachte wie fast erwartet Jonas Hacker, nicht aber das Spitzenbrett Acs. Korneev und Brunner machten schnell remis mit Schwarz, sonderlicher Optimismus war indes nie angezeigt. Kocharin stand in einem Sizilianer eher passiv, die Youngster an 1 und 2 wurden in freilich recht remislichen Endspielen gut geknetet. Beyer schien ein „remis plus“ zu haben. Einzig Iermito machte Druck, während Menezes von dem kreativen aserbaidschanischen GM Guliev trotz der weißen Steine am Königsflügel wie von einer Dampfwalze überrollt wurde: 1:2. Kocharin erlangte geschickt Gegenspiel, die Stellung war im labilen Gleichgewicht, kurz vor der Zeitkontrolle wurde Frieden geschlossen: 1½:2½.

Kölle bekam seine (kleineren) Probleme in den Griff, bei Deuer hingegen erhöhte sich das Spieltempo. Iermito stand klar besser, die Sache erwies sich aber doch noch als kompliziert. Leider verpasste Beyer im Bauernendspiel im 41. Zug einen studienhaften Gewinn, ließ sich stattdessen zu einer überstürzten Aktion hinreißen und verlor gar noch. Damit – und mit einem Remis von Kölle – war die Entscheidung beim 2:4 gefallen. Deuer verlor schließlich, Iermito brachte es mit dem einzigen Sieg des Tages noch zum 3:5 heim.

Die anderen Ergebnisse der Tabelle dürfen schlichtweg als günstig bis glücklich bezeichnet werden. Denn mit nur 6 Punkten ist Platz sechs schon hochgradig wahrscheinlich. Heilbronn darf nicht auf 4:4-Geschenke der Mergentheimer hoffen, denen Hofheim (ein Spiel weniger und am Ende vermutlich bessere Brettpunkte) im Nacken sitzt. Walldorf könnte noch punkten, aber ein 4:4 gegen Mainz sollte fast schon reichen – und mit etwas Glück sogar zwei Niederlagen.

Die „Dritte“ hatte ihr Spiel verlegt und konnte mit einem Sieg bei Schlusslicht Ditzingen die allermeisten Abstiegssorgen vertreiben. Gesandwitcht zwischen Team 1 und 3 könnte Schönaich nur vier Spieler für den Kampf bei SC Böblingen II aufbieten, das 2½:5½ war unter diesen Umständen sogar ein (sehr) gutes Ergebnis. So bleiben gewisse Abstiegsnöte.

By |Februar 26th, 2024|Categories: 1. Mannschaft|0 Comments

Landesliga: Schönaich 3 gewinnt 5,5 zu 2,5 in Ditzingen und macht einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt

Am Sonntag, den 25.02.2024, fand das Landesliga-Auswärtsspiel von Schönaich 3 beim Tabellenletzten in Ditzingen statt. Die Situation in der Landesliga ist in diesem Jahr eng wie nie. So trennen den Dritten in der Tabelle gerade einmal 2 Mannschaftspunkte vom Vorletzten! Mit einem Sieg gegen die Schachfreunde aus Ditzingen könnte Schönaich einen großen Schritt für den Klassenerhalt in der Landesliga machen. Entsprechend hoch motiviert traten die beiden Teams an -Ditzingen sogar in Bestbesetzung!

Die Schönaicher legten von Anfang an gut los. Während Otto Braun an Brett 5 sich mit seinem Gegner früh in ausgeglichener Stellung auf Remis einigte, konnte sich Philipp Wagner an Brett 3 nach und nach Vorteile erarbeiten und opferte sehenswert die Qualität. In der Folge fand sein Gegner nicht mehr die richtigen Antworten, sodass Schönaich mit 1,5 zu 0,5 in Führung ging. Wieder einmal in hochgradiger Zeitnot musste Oliver Rechtsteiner an Brett 4 die letzten 20 Züge seiner komplizierten Stellung quasi mit dem Inkrement von 30 Sekunden pro Zug überstehen. Zur Zeitkontrolle im 40. Zug besaß er jedoch eine Gewinnstellung und konnte einen weiteren vollen Punkt beisteuern. Andreas Bolte an Brett 7 erreichte mit einer grundsoliden positionellen Partieanlage schnell eine ausgeglichene Stellung und reklamierte nach dreifacher Stellungswiederholung schließlich Remis – Zwischenstand 3,0 zu 1,0 für Schönaich.

Am Spitzenbrett fand sich unser Topscorer Florian Schnadt relativ schnell in gedrückter und passiver Stellung bei deutlichem Zeitnachteil wieder. Doch mit guter Moral und kreativer Verteidigung öffnete er die Stellung und stellte noch eine letzte Falle auf, in die sein Gegner prompt tappte. Florian Schnadt konnte somit seine Erfolgsgeschichte fortschreiben und besitzt nach 6 Partien immer noch eine weiße Weste mit 6 aus 6 möglichen Punkten! Somit fehlte den Schönaichern nur noch ein halber Punkt zum Mannschaftssieg.

Doch auf diesen musste Schönaich noch etwas warten, da Christoph Steinhart das zweite Brett verloren geben musste. In Zeitnot des Gegners lehnte er einige Züge vor dieser Stellung das Remisangebot des Gegners ab, da die anderen Stellungen ungewiss waren. Auf Sh4 wurde Christophs Zug … Se7 infolge von f5! gleich von der Engine mit -3 bewertet. De7 stattdessen oder sogar c4 hätte den kleinen Stellungsvorteil bewahrt.

Ein gelungenes Comeback nach mehrmonatiger Schach-Abstinenz feierte Thomas Detmer am 8.Brett. Mit leidenschaftlicher Verteidigung wehrte er alle Angriffsversuche seines Gegners erfolgreich ab und einigte sich am Ende in ausgeglichener Stellung auf Remis, welches den Mannschaftssieg besiegelte. In der längsten Partie des Tages konnte sich Jürgen Koch am 6. Brett nach und nach Vorteile erarbeiten und einen Bauern gewinnen. Trotz diesem Mehrbauern war das entstandene Turmendspiel nicht zwingend gewonnen, da der Gegner über den aktiveren Turm verfügte. Nach einer Ungenauigkeit seines Gegners konnte Jürgen Koch jedoch seinen König entscheidend aktivieren und ins Spiel bringen. Hochverdient belohnte er sich mit dem vollen Punkt, der zum 5,5 zu 2,5 Endstand führte.

Schönaich 3 hat mit diesem verdienten Sieg einen ganz großen Schritt zum Klassenerhalt gemacht und findet sich nun im Mittelfeld der Tabelle wieder. In den letzten drei Runden geht es unter anderem gegen zwei direkte Tabellennachbarn, sodass die Schachfreunde aus Schönaich nun alles selbst in der Hand haben.

By |Februar 26th, 2024|Categories: 3. Mannschaft, Uncategorized|0 Comments

TSV Schönaich gewinnt erstes Endspiel um den Klassenerhalt in Liga 2

Bei den Schachfreunden Bad Mergentheim stand am Wochenende die fünfte und sechste Runde der 2. Bundesliga für den TSV Schönaich auf dem Programm. Am Samstag ging es gegen den Gastgeber und aktuellen Tabellenführer um mögliche Bonuspunkte, am Sonntag war das direkte Duell mit Tabellennachbar Heilbronn. Die Außenseiterrolle am Samstag zeigte sich besonders bei Timur Kocharin, der gar nicht in die Partie fand und schnell eine Niederlage zum 0-1 quittieren musste. Im Anschluss spielte Oleg Korneev Remis und als Teamcaptain Moritz Reck seine 2 Mehrbauern zum Ausgleich verwandeln konnte, lag plötzlich eine große Überraschung in der Luft. Tobias Kölle, Carles Diaz und Chris Beyer hatten alle Vorteile auf ihren Brettern, die letzten beiden sogar einen Mehrbauern. Und bei Christoph Menezes und Marius Deuer war man guter Hoffnung, dass beide ihre Stellungen zusammenhalten konnten. Man hoffte also zumindest auf ein Unentschieden oder sogar mehr. Die Defensivarbeit von Deuer und Menezes klappte dann auch mit den 2 Remis, doch die Vorteile zu verwerten gelang leider keinem der anderen drei. Und da sich Kölle und Beyer sogar noch einen Konter einfingen und ihre Bretter verloren ging, stand am Ende doch eine sehr ärgerliche 3-5 Niederlage.

Mit entsprechender Wut im Bauch ging man am Sonntag das Abstiegsendspiel an und wieder war Kocharin als einer der ersten fertig. Dieses Mal besorgte er allerdings die wichtige Führung. Nach und nach konnten die Schönaicher die einzelnen Bretter Remis halten, so dass der wichtige Sieg näher rückte. An Brett 8 war Harald Keilhack eingewechselt worden, um den gefährlichsten Heilbronner Philipp Huber an Brett 8 in Schach zu halten. Doch leider misslang dieses Unterfangen, so dass Heilbronn zum 3,5-3,5 Ausgleich kam. Nun hing alles an der Partie von Großmeister Oleg Korneev. Schließlich gelang ihm im Endspiel nach 6 Stunden Spielzeit der wichtige Sieg und es brandete großer Jubel im TSV Lager auf. Durch den Sieg schiebt man sich in der Tabelle an Heilbronn vorbei und hat nun gute Chancen, zumindest Platz 6 zu erreichen, der am Ende für die Relegationsspiele reichen würde. In 3 Wochen steht am 25.02. zu Hause das nächste Endspiel gegen Eppingen an, Mit einem weiteren Sieg dort könnte man Platz 5 erobern und damit den Klassenerhalt schon fast endgültig klar machen.

By |Februar 4th, 2024|Categories: 1. Mannschaft|0 Comments

Schönaicher Doppelsieg bei der Bezirksblitz-Einzelmeisterschaft

Nach der unglücklichen Verbandsliga-Niederlage in Wolfbusch und vor dem eminent wichtigen Zweitliga-Wochenende in Bad Mergentheim gab es noch ein kleines Erfolgserlebnis für die Schönaicher Schachspieler.
Bei der Bezirksblitz-Einzelmeisterschaft in Vaihingen-Rohr zog Gerhard Junesch souverän seine Kreise und gewann schließlich mit starken 12 aus 13 klar (Schweizer System). Sein Kleiner spielte zugleich sein erstes Turnier und schaffte immerhin drei Punkte.
Nach wackeligem Beginn fand auch Harald Keilhack seine Sicherheit und wurde am Ende klarer Zweiter.
Zur Württembergischen Blitz-Einzelmeisterschaft am 9. März in Schwaigern schafften es noch Sprenger (Botnang) sowie auf den letzten Drücker Kottke (Leinfelden). Prominentester Ausfall war der Schmidener Spitzenspieler Kabisch. Die beiden Ludwigsburger spielten außer Konkurrenz mit.

By |Januar 28th, 2024|Categories: Turniere|0 Comments

Landesliga: Schönaich 3 trennt sich gegen Waiblingen unentschieden mit 3,5 zu 3,5

Am Sonntag, den 07.01.2024, fand das Landesliga-Auswärtsspiel von Schönaich 3 in Waiblingen statt. Aufgrund von kurzfristigen Krankheitsfällen traten beide Teams ersatzgeschwächt an. Während Schönaich kurzfristig auf Eduard Knittel verzichten mussten, fehlten bei Waiblingen gar 2 Spieler, weshalb Schönaich schon von Anfang an mit 1:0 in Führung lag.

Relativ schnell gingen drei Partien zu Ende: Florian Schnadt knüpfte direkt an seine Erfolge der letzten Runden an und hat gewann das erste Brett souverän und ist damit Topscorer der Landesliga mit 5 Punkten aus 5 Partien! In der Zwischenzeit trennten sich Philipp Wagner und sein Gegner an Brett 2 in ausgeglichener Stellung auf Remis. Leider fand Oliver Rechtsteiner in schwieriger, aber immer noch ausgeglichener Stellung, nicht die richtige Fortsetzung und musste an Brett 3 die Waffen strecken.

Nachdem sich Andreas Bolte an Brett 6 mit solider Partieanlage eine ausgeglichene Stellung erarbeitete, wurde er durch einen Dameneinfall ins eigene Lager von seinem Gegner doch noch um die wohlverdienten Früchte gebracht und musste die Partie verloren geben. Somit war der Mannschaftskampf wieder ausgeglichen und alles lag an den noch beiden verbliebenen Bretter 4 und 5. Hier einigten sich sowohl Jürgen Koch als auch Otto Braun in ausgeglichenen Stellungen mit ihren Gegnern auf Remis, was das Unentschieden des gesamten Mannschaftskampfs besiegelte.

Damit befindet sich Schönaich 3 nach wie vor auf dem vorletzten Tabellenplatz. Allerdings ist die Landesliga in dieser Saison sehr ausgeglichen. Die Plätze 4-8 haben nur 1 Mannschaftspunkt Vorsprung, weshalb alles noch möglich ist. Im nächsten Spiel geht es gegen den direkten Konkurrenten und Tabellenletzten Ditzingen – mit einem Sieg könnte Schönaich einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.

By |Januar 8th, 2024|Categories: 3. Mannschaft, Uncategorized|0 Comments

Landesliga: Schönaich 3 verliert gegen Zuffenhausen mit 2,5 zu 5,5

Am Sonntag, den 17.12., fand das Landesliga-Heimspiel gegen die erwartet stark antretenden Zuffenhausener statt. Auch infolge von Ausfällen hatte Schönaich somit an 7 von 8 Brettern einen DWZ-Nachteil.

 

Relativ schnell gingen drei Partien zu Ende: Nur Eduard konnte ein Remis verbuchen. Christoph wurde Opfer eines taktisch richtigen Damenopfers. Gratulation an Florian: Nachdem er bislang drei Mal in Folge als letzter gewann, besiegte er diesmal seinem Gegner mit einer Schlagkombination, beginnend mit einem Springeropfer, als erster! Thomas besaß den Vorteil von Turm gegen Springer im Endspiel, durch geschicktes Spiel hätte sein Gegner noch ausgleichen können, was ihm aber nicht gelang. Und das war es dann auch schon mit Punkten diesmal für uns. 2,5 Punkte gegen Zuffenhausen lautete das ernüchternde Ergebnis.

 

Damit befindet sich Schönaich 3 auf dem vorletzten Tabellenplatz. Aber die Mannschaften liegen in der Punktanzahl auch nicht weit auseinander, so dass man für die angesetzte nächste Runde am 7.1. gegen Waiblingen ins Mittelfeld kommen kann, vorausgesetzt man gewinnt.

By |Dezember 18th, 2023|Categories: 3. Mannschaft, Uncategorized|0 Comments

Überraschend deutlicher Erfolg gegen Schmiden, Zweite verliert knapp

Mit gemischten Gefühlen ging es ins Zweitliga-Derby gegen den designierten Tabellenletzten Schmiden. Kölle jagt bei einem Turnier in Spanien die GM-Norm, die Reisekasse sollte für den Einzelkampf etwas geschont werden, und zudem sagte Deuer kurzfristig wegen Krankheit ab. Statt des fest eingeplanten Sieges stand womöglich ein Zitterspiel bevor. Es wurde einer der besten Kämpfe von Schönaich!

Zwar lief bei Schmiden überraschend der in Australien vermutete Spitzenspieler T. Schmidt auf, dafür fehlten mit Eisele und Thoma zwei Stammspieler, und statt der zwei besten Ersatzleute (Witke und Scheeff) wurden an 7 und 8 zwei gestandene Bezirksligaspieler aufgeboten. So ging man mit einem 0:1-Rückstand, vier klaren Favoritenbrettern (2, 3, 7, 8) und sehr offenen Mittelfeldpaarungen ins Rennen.

Der Rest der Geschichte ist schnell erzählt: ein schnelles sicheres Schwarzremis von Beyer – und dann nur noch Siege! Zunächst besorgte der Vorsitzende Reck den Ausgleich; Brunner, Korneev (konnte sich mit seinem Gegner auf Russisch unterhalten) und Camallonga (3 aus 3!) stellten noch vor der Zeitkontrolle zum 4½:1½ den Sieg sicher. Danach verwerteten noch Kocharin und Keilhack (erster Sieg überhaupt für ihn in der 2. Liga!) ihre Endspiele. Niemand stand irgendwann kritisch, einzig bei Kocharins Königsinder wusste man zwischenzeitlich nicht so genau. Am Ende sechs souveräne Siege – hier und da hätten die Schmidener sich sicher hartnäckiger wehren können, doch allesamt hochverdient: 6½:1½ zu siebt!

Die Tabelle zeigt bereits ein klares Bild: Viernheim, Mergentheim, Baden-Baden II und Hofheim sind auf Kurs für die neue zweigeteilte 2. Liga, Walldorf und Mainz haben wohl schon zu viele Schlüsselspiele verloren, Schmiden spielt ohnehin keine Rolle. Bleibt der Zweikampf um Platz fünf (reicht!) und sechs (Relegation!) zwischen Eppingen und Schönaich, mit Außenseiterchancen für die kampfstarken Heilbronner.

Weniger glücklich war die Schönaicher Zweite. Beyer, Keilhack und Reck waren ja in der Ersten unterwegs, der Rest gegen die verlustpunktfreien Stuttgarter knapper Außenseiter. Es wurde hart gekämpft: Als in der Ersten nur noch Keilhacks Endspiel in den letzten Zügen lag, liefen trotz kürzerer Bedenkzeit hier noch vier Partien! Am Ende lief es beim Stand von 3½:3½ auf die Partie Leitherer – Petzold hinaus. Der Stuttgarter hatte Turm und Bauer gegen Läufer und Bauer – der Gewinn war problematisch; einmal zog der Stuttgarter mit drei und einmal mit zwei Sekunden auf der Uhr. Am Ende viel beim Schönaicher die Klappe, da war es allerdings bereits hoffnungslos. Mit 3:5 Punkten geht es jetzt eher nur noch darum, am Ende die Rote Laterne zu vermeiden, was freilich gelingen sollte.

By |Dezember 4th, 2023|Categories: 1. Mannschaft, 2. Mannschaft, Uncategorized|0 Comments

Landesliga: Schönaich 3 gewinnt gegen Stuttgart mit 5 zu 3

Am Sonntag, den 26. November, führte die dritte Mannschaft in der Landesliga ein Auswärtsspiel nach Stuttgart. Die Stuttgarter sind wohl von der Spielstärke betrachtet die am meisten ausgeglichene Mannschaft der Klasse. Von daher galt es an den Brettern vorne Punkte zu machen, denn an den beiden letzten Brettern hatten die Stuttgarter deutliche Vorteile.

Der Mannschaftskampf begann mit zwei überraschenden Spielergebnissen: 1 zu 0 für Oliver kampflos durch Nichterscheinen seines angekündigten Gegners, jedoch auch zeitgleich (!) 1 zu 0 gegen uns. Was war geschehen? Ein Stuttgarter spielte im Englischen ein untypisches System, unser Spieler war im siebten Zug unaufmerksam, und da er im neunten Zug arglos noch einen weiteren Fehler machte, verlor er in der Eröffnung.

Enya, die württembergische Meisterin der U12, durfte ihre erste Erfahrung in der Landesliga machen. Eine super hohe Herausforderung für sie und vielleicht auch ein Spielerlebnis, denn sie durfte gegen den symphatischen Altmeister Vadym Kaplunov (Trainer von Mark Kvetny) spielen. Um 11:07 stand das Ergebnis fest: Die Erfahrung setzte sich (noch) durch. Um 11:25 die nächste Entscheidung: Otto spielte Remis. Und dann passierte bei einem Rückstand für uns von 2,5 zu 1,5 lange nichts.

Um 12:45 Uhr folgen fast zeitgleich zwei Entscheidungen: Timo, ging als Außenseiter ins Spiel und gewann in einer taktischen Kampfpartie mit Zeitnotphase diese wichtige Partie. Christoph verwertete den Mehrbauern in der Eröffnung durch druckvolles Spiel souverän und durfte dann bei den beiden verbliebenen Endspielen zuschauen.

Um 13: 55 wurde die Punkteteilung bei Thomas vermeldet, sein Gegner hat trotz Zeitnot und Bauernnachteils intensiv dafür gekämpft und wurde auch belohnt. Und Florian hat es mal wieder geschafft: Er spielte die letzte Partie, sicherte sich die volle Aufmerksamkeit der Mannschaftskollegen und gewann zum dritten Mal in Folge!

Ein wichtiger Sieg, der uns auf Platz 4 der Tabelle bringt. In der Runde 4 erwarten wir Zuffenhausen am 17.12., welche ebenfalls wie wir 3 Mannschaftspunkte besitzen.

By |November 27th, 2023|Categories: 3. Mannschaft, Uncategorized|0 Comments

FAZ-Bericht: „TSV Schönaich – Mit der Dorfjugend in die Bundesliga“

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung war in Schönaich zu Gast und hat in der „Serie auf dem Land“ beschrieben, was unseren Schachverein auszeichnet.
Themen wie unser Jugendtraining, die Schachbundesligasaison, die Europameisterschaft in Albanien und unsere Jungstars Enya, Tobias und Marius kamen dabei natürlich nicht zu kurz.
Viel Spaß beim Lesen!

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/leben-auf-dem-land/tsv-schoenaich-mit-der-dorfjugend-in-die-bundesliga-19324803.html 

Autor: Anna Vollmer / Fotos: Ilkay Karakurt

Autor: Anna Vollmer / Fotos: Ilkay Karakurt

By |November 22nd, 2023|Categories: Ankündigungen|0 Comments

TSV Schönaich belegt Mittelfeldplatz beim Schach Europapokal

Als letztjähriger Bundesligist schaffte der TSV Schönaich zum ersten Mal in der eigenen Geschichte die Qualifikation zum Europapokal. Daher ging es für die Schönaicher Delegation für 9 Tage in die Hafenstadt Durres nach Albanien. Man trat ohne die ausländischen Topspieler an, so dass das Team vorne von den 3 starken Youngstern Tobias Kölle, Marius Deuer und Timur Kocharin aus dem Bundesligakader angeführt wurde. Leider überschnitt sich der Auftakt mit dem Ende der Junioren-WM in Mexiko, so dass Tobias Kölle erst zur vierten Runde anreisen konnte. In Mexiko belegte er am Ende mit 7 Punkten aus 11 Runden den 18. Platz. Für das Schönaicher Team ergab sich damit die Zielsetzung, die ersten 3 Runden nach Möglichkeit den Setzplatz am Ende der oberen Hälfte zu halten. Also vor allem die beiden potenziell schwächeren Gegner zu schlagen und mit 4 Punkten eine gute Ausgangslage zu schaffen.

Gleich in der ersten Runde gegen das ebenfalls sehr junges Team Malahide aus Irland musste man sich mächtig strecken, doch am Ende konnte man den 3,5-2,5 Sieg mit 3 Remis sicher über die Ziellinie bringen. Gegen das Team Elektroprivreda aus Montenegro gab es dann die erwartbare 1,5-4,5 Niederlage und gegen Wetteren aus Belgien folgte in Runde 3 ein souveräner 4-2 Sieg.

Damit war das erste Ziel erreicht und als Tobias Kölle dann nachts um 1 Uhr den Weg von Mexiko über Frankfurt direkt nach Albanien geschafft hatte, blickte man optimistisch auf die bevorstehenden Aufgaben. Obwohl die Partien einige Chancen boten, musste man sich jedoch dem favorisierten, slowakischen Team aus Modra am Ende mit 1-5 klar geschlagen geben. Und die Geschichte mit den vergebenen Chancen sollte sich leider weiter manifestieren. In der fünften Runde traf man auf den deutschen Klub König Tegel aus Berlin. Beim Stand von 3-1 konnte Kapitän Moritz Reck den Mannschaftssieg mit einem Remis durch Dauerschach absichern, doch er entschied sich dafür, die klar vorteilhafte Stellung weiterzuspielen. Leider behielt er in der Zeitnotphase nicht den Überblick und fand sich schließlich in einem verlorenen Endspiel wieder. Am Ende hieß es 3-3 und damit stand der erste Dämpfer im Turnierverlauf. Dadurch ging man in die 6. Runde wieder als Favorit und gleich von Beginn des Matches fegte man am Brett über die Luxemburger aus Differdange hinweg. Eigentlich sah alles nach einem 5,5-0,5 Kantersieg aus, doch es gab eine schier unglaubliche Wendung. Moritz Reck, Harald Keilhack und Nils Stukenbrok stellten allesamt ihre gewonnenen Stellungen komplett ein, so dass man Ende mit 2,5-3,5 völlig konsterniert die dritte Niederlage quittieren musste. In der letzten Runde ging es gegen die Spanier von Alcorcon dann vor allem um Schadensbegrenzung. Diese gelang mit einem 4-2 Sieg, so dass man Ende mit ausgeglichener Bilanz von 7 Punkten Platz 42 belegte. Unter 84 teilnehmenden Vereinen war das immerhin noch die obere Hälfte und auch nur knapp hinter dem eigenen Setzplatz 38, doch aufgrund der verpassten Chancen haderte man schon ein wenig mit dem Verlauf der zweiten Turnierhälfte. Hätte man es geschafft die guten Positionen konsequent zu verwerten, wäre ein richtig starkes Ergebnis im Bereich des Möglichen gewesen.

In der Einzelbilanz trug Tobias Kölle am Spitzenbrett 2 Punkte aus 3 Spielen bei, Marius Deuer erreichte mit 3,5/7 fünfzig Prozent, Timur Kocharin sammelte 2,5/7, Christian Beyer 2/6, Harald Keilhack 2/4, Moritz Reck 2,5/7 und Nils Stukenbrok konnte am sechsten Brett mit 5/7 einige wichtige Punkte beitragen. Zum Lohn bekommt er für diese starke Leistung im Europapokal voraussichtlich den Titel eines Fidemeisters verliehen, da das Turnier eine so große Bedeutung hat.

By |November 19th, 2023|Categories: Turniere|0 Comments

Landesliga: Schönaich 3 verliert gegen Backnang mit 3 zu 5

Am Sonntag, den 12.11., spielte in der Landesliga unsere dritte Mannschaft gegen die starken Gäste aus Backnang. Leider konnten wir nicht in Bestbesetzung antreten, da krankheitsbedingt ein Brett nicht zur Verfügung stand. Dennoch war die Prognose, dass wir aufgrund des leichten DWZ-Vorteils ein spannendes Spiel mit allerdings ganz leichtem Mannschaftsnachteil erwarten konnten (Prognose: 3,85 Punkte).

 

Philipp dominierte seinen Gegner aus der Eröffnung durch konsequentes und taktisches Spiel. Auch Florian schaffte einen Sieg in einer Marathon- Partie, in welcher sich sein Gegner stets nach einem Remis sehnte und es lange auch danach aussah. Ein Unentschieden steuerten noch Otto und Eduard bei. In der Schlussbetrachtung hing der eine Mannschaftspunkt bei der Partie von Oliver. Bedingt durch einen Trick von Oliver trotz eigener Zeitnot hatte er plötzlich eine Gewinnstellung, welche er aus der Hand gab und später wieder erlangte, aber am Ende, weil er nicht in ein Remis aufgrund des Mannschaftsergebnisses einlenken wollte, doch noch verlor. Somit resultierte eine Niederlage gegen Backnang mit 3 zu 5.

 

In der dritten Runde am 26.11. geht es in einem Auswärtsspiel gegen den Tabellennachbarn aus Stuttgart.

By |November 13th, 2023|Categories: 3. Mannschaft, Uncategorized|0 Comments


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