Über Moritz Reck

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Yunqi Li wird deutscher Vizemeister in der U12

2026-06-08T10:56:23+02:00

Fünf Jahre nach dem deutschen Meistertitel in der U18 von Nils Richter kann man in Schönaich wieder einen Podestplatz bei den Deutschen Jugendmeisterschaften bejubeln. Yunqi Li, der sich bereits 2023 den Deutschen Meistertitel in der U10 sichern konnte, (damals noch für Kornwestheim) erzielte mit 7 Punkten aus 9 Spielen sogar einen halben mehr als Nils damals, doch unglücklicherweise gab es dieses Mal einen Konkurrenten, der nochmal einen halben Punkt mehr erkämpfen konnte. So stand am Ende nach einem großartigen Turnier der Titel des deutschen Vizemeisters, auf den Yunqi trotz der Enttäuschung über die verpasste Titelchance sehr stolz sein kann! Damit erzielte Yunqi auch gleichzeitig das beste Ergebnis der gesamten württembergischen Delegation bei den Deutschen Jugendmeisterschaften.

Bereits im Vorfeld des Turniers deutete alles auf einen spannenden Zweikampf zwischen den beiden Topfavoriten Yunqi Li und Harshill Pradeep aus Bickenbach hin und genau diesen sollte das Turnier am Ende auch liefern. Nach 4 Runden hatten beide Kontrahenten 4 Siege gesammelt und damit den Rest des Feldes schon ein wenig distanziert, daher kam es in der fünften Runde zum direkten Duell. Yunqi musste auf Grund der Auslosung mit schwarz antreten. In der französischen Eröffnung musste er sich zunächst einige Zeit verteidigen, doch als der Gegner dann einen Bauern opferte, um die Dame für zwei Türme zu gewinnen, nutzte Yunqi die Stärke seiner Bauern und Türme, um die Initiative an sich zu reißen. Mit einer schönen Taktik gewann er schließlich noch einen Läufer und hatte die Partie schon fast in der Tasche, doch ganz am Ende schaffte es der Gegner tatsächlich noch, sich mit einem Patttrick ein Unentschieden zu sichern.

Damit lagen die beiden Kontrahenten auch nach 5 Runden gleichauf, doch Yunqi ließ sich von der verpassten Chance nicht beirren und setzte seinen souveränen Siegeszug auch in Runde 6 und 7 wieder fort. Sein Kontrahent musste dagegen in der siebten Runde eine Niederlage quittieren, so dass Yunqi mit einem Punkt Vorsprung bereits das Ziel vor Augen hatte. Daher konnte er sich in Runde 8 im württemberginternen Duell gegen Jan Schmidt ein sicheres Remis erlauben.

In der Schlussrunde benötigte Yunqi nun wieder einen Sieg für den sicheren Titel, doch leider erwischte er ausgerechnet hier einen schlechten Tag. Eine ungewöhnliche Figuren Verlagerung auf den Damenflügel ausgangs der Eröffnung bestrafte der Gegner konsequent mit einem Einschlag auf h7. Das Figurenopfer war leider korrekt und so musste Yunqi bereits nach 20 Zügen die Segel streichen und zusehen, wie er nach 8 Runden in Führung auf den letzten Metern doch noch überholt wurde. Doch dieser letzte Eindruck soll die gesamte Leistung nicht schmälern und der Vizemeistertitel ist definitiv auch ein hervorragendes Ergebnis.

Auch ein tolles Ergebnis, wenn auch mit umgekehrten Vorzeichen, konnte Enya Wang in der U14 einfahren. Sie gewann alle ihre Weißpartien, musste aber im Laufe des Turniers leider mit schwarz den einen oder anderen unnötigen Punktverlust hinnehmen. Das waren keine guten Vorzeichen für die Schlussrunde, in der Enya mit schwarz gegen die bis dahin führende Favoritin Christina Jordan antreten musste. Doch genau hier zeigte Enya ihre beste Leistung im Turnier, agierte die gesamte Partie über dominant, stürzte die Favoritin vom Thron und sicherte sich mit dem Abschlusssieg noch einen tollen sechsten Platz.

mit g5 leitet Yunqi die taktische Sequenz ein, die nach Tg6 und Te4 den Läufer gewinnt.

Den sicheren Sieg vor Augen bemerkte Yunqi hier leider nicht die letzte Falle. Der Gegner hatte mit g3 bereits auf das Pattmotiv gespielt, doch z.B. Tg6 beseitigt die Gefahr und sollte die Partie daher sicher zum Sieg führen. Stattdessen geschah d4 und nach Dxf7 bleibt nur noch die bittere Wahl zwischen Patt und Dauerschach.

Sa5 und La6 sehen schon etwas merkwürdig aus und jetzt hier c5 wirkt zwar auf den ersten Blick konsequent, doch leider scheitert es daran, dass der Gegner direkt mit e5 nebst Lxh7 und Sg5 reagiert, wonach die schwarze Königstellung völlig in sich zusammenbricht.

Yunqi Li wird deutscher Vizemeister in der U122026-06-08T10:56:23+02:00

Yunqi und Enya mit starkem Start bei der DJEM

2026-05-27T12:34:00+02:00

Die erste Runde lief bei Enya noch etwas unglücklich, ein klar gewonnenes Turmendspiel wickelte sie mit einem verfrühten Turmtausch in ein immer noch gewonnenes aber etwas komplizierteres Bauernendspiel ab, das sie schließlich leider noch verlor.

Turm d3 ist hier kein Fehler, aber doch unnötig. Zum Beispiel mit Tf3 erstmal den Turm besser stellen und anschließend e4 und Td3 spielen wäre eine deutlich einfachere Gewinnführung.

Die logische Folge von Td3 war folgende Stellung, in der f3 der einzige Gewinnzug ist. Denn wenn die f Bauern jeweils ein Feld weiter vorne stehen, gewinnt Kd4 mit Matt auf der Grundreihe bevor weiß die Dame auf d8 kriegt. Wie von Enya direkt gespielt verliert Kd4 leider, weil ein Tempo fehlt.

 

Doch von diesem Missgeschick ließ sich Enya nicht aus der Ruhe bringen und kämpfte sich mit 3 souveränen Siegen wieder auf Platz 9 vor und damit nah an ihren Setzplatz 7. Diesen könnte sie heute mit einem weiteren Sieg in der 5. Runde zum ersten Mal verbessern.

Yunqi hat zumindest in dieser Hinsicht das Problem, dass er seinen Setzplatz gar nicht verbessern kann. Doch als Topgesetzter den Platz an der Sonne zu halten ist auch schwer genug. In den ersten Runden zeigte er mit 4 Siegen keine Schwäche. Etwas Glück benötigte er lediglich im württemberginternen in Runde 4 gegen Lennart Naumann aus Schwäbisch Hall. Nachdem Yunqi bereits ausgangs der Eröffnung einen Bauern gewonnen hatte und lange Zeit wie der sichere Sieger aussah, fand sein Gegner zum Ende des Mittelspiels einige starke Züge, so dass die Stellung in ein ausgeglichenes Turmendspiel verflachte. Dieses versuchte sein Gegner dann tatsächlich mit der Brechstange noch zu gewinnen und so geschah folgendes:

Schwarz hat bereits auf h4 einen Bauern geopfert, um f und g zum laufen zu bringen und Td2 ist hier nur konsequent. Nehmen darf man den natürlich nicht, aber Tf1 hält für weiß alles unter Kontrolle. Das anschließende Td1 war dann der Ambitionen zu viel, den nimmt Yunqi problemlos, da der weiße König die Bauern gerade noch rechtzeitig einholt.

In diesem Fall war es vielleicht weniger die Schachgöttin Caissa sondern eher Karma, nachdem die Haller das direkte Duell zwischen ihrem besten Spieler und dem besten Jugendlichen in Schönaich in der Liga mit 8 vor dem Talent platzierten Titelträgern unterbunden hatten, so dass Lennart leider am Schlussbrett keine Spielpraxis auf hohem Niveau sammeln konnte, was sich hier eventuell bemerkbar gemacht hat. Falls du diese Zeilen liest Lennart, Kopf hoch, die Partie war über weite Strecken wirklich stark gespielt! Und in Schönaich wird auch immer ein Spitzenbrett für dich frei sein, wenn du irgendwann Interesse hast 😉

Mit 4/4 Punkten steht heute für Yunqi bereits das vorentscheidende Duell um Platz 1 gegen Harshill Pradeep an, der ebenfalls noch verlustpunktfrei ist. Aktuell hat Yunqi mit dem Doppelturm gegen die Dame bei 2 Mehrbauern die Vorteile auf seiner Seite, verlieren dürfte er die Stellung auf keinen Fall. Witzigerweise könnte es in der nächsten Saison in der 2. Bundesliga zu einer Neuauflage dieses Duells kommen, wenn Schönaich auf Bickenbach trifft. Aber das ist noch Zukunftsmusik, das aktuelle Duell kann übrigens unter folgendem Link live verfolgt werden:

https://www.deutsche-schachjugend.de/2026/dem-u12/partien/5-1/

 

 

Yunqi und Enya mit starkem Start bei der DJEM2026-05-27T12:34:00+02:00

Schönaich schafft es erneut alle Ligen zu halten und kann damit auf eine extrem erfolgreiche Saison 25/26 zurückblicken

2026-05-03T16:51:30+02:00

Zugegebenermaßen benötigte die erste Mannschaft in der 2. Bundesliga mal wieder Schützenhilfe in Form eines Rückzugs. Diesmal gab es allerdings schon vor einigen Wochen Entspannung, da uns vom Staffelleiter der Ligaverbleib angekündigt wurde. Bald darauf kursierten die ersten Gerüchte, dass Wolfhagen in der 1. Liga zurückziehen würde. Doch kurz vor dem offiziellen Ende der Meldefrist am 01. Mai wurde der Platz dann auf Grund der Form des Rückzugs als Aufstiegsplatz an Bickenbach vergeben und das Zittern begann erneut. Letztlich meldete Deizisau seine erste Mannschaft komplett ab und ermöglichte uns so im dritten Jahr in Folge das Aufrücken auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Die „Unabsteigbaren“ verbleiben also erneut in der zweiten Bundesliga.

Alle anderen Teams erledigten ihre Aufgaben schon zum offiziellen Saisonende mit Bravour und einige von ihnen kratzten sogar am Aufstieg.

Zuallererst die Zweite Mannschaft, die in der Verbandsliga mit 7 Siegen aus 7 Spielen nach 7 Runden trotzdem nicht an der Tabellenspitze lag, wegen dem üblen Schildbürgerstreich des Verbandsspielausschuss, der dem illegalen Doppelabstieg der Haller zustimmte und damit ein unüberwindbares künstliches Hinderniss in die Verbandsliga warf. Nachdem unsere Proteste dagegen mit der dubiosen Begründung abgewiesen wurden, dass „keine Wettbewersverzerrung vorliegt“, war die Luft raus, doch selten war der Titel „Meister der Herzen“ passender für einen Tabellenzweiten wie in diesem Fall.

Auch die vierte Mannschaft in der Verbandsliga belegte einen fantastischen geteilten zweiten Rang, ein Ergebnis das vor der Saison kaum jemand für möglich gehalten hätte. Sollte sich Nagold auf Grund der zwei in der Bezirksliga mehr benötigten Bretter entscheiden auf den Aufstieg zu verzichten, stünde dort sogar noch ein Relegationsspiel um den Aufstieg gegen Magstadt auf dem Programm. Das wäre dann die Kirsche auf der Sahne der Torte der Saison 25/26.

In der C-Klasse zeigte die Jugendmannschaft trotz der üblichen Abgabe ihrer besten Spieler wieder eine starke Leistung und belegte am Ende noch den geteilten dritten Platz. Ein sehr schönes Zeichen, dass sich das Training unserer Jungs immer wieder aufs neue auszahlt.

Die dritte Mannschaft in der Landesliga und die fünfte Mannschaft in der B-Klasse beendeten die Saison jeweils auf Rang 6, also auch deutlich über dem bedrohlichen Strich namens Abstieg. In der nächsten Saison haben beide dann die Möglichkeit sich auch den anderen anzuschließen und ebenfalls die obere Tabellenhälfte anzupeilen. Damit konnten sich alle Teams von 2 bis 5 in der Tabelle verbessern im Vergleich zur Vorsaison. Team 2 von Platz 6 auf 2, Team 3 von Platz 7 auf 6, Team 4 von Platz 3 auf 2 und Team 5 ebenfalls von Platz 7 auf 6. Team 1 hielt Platz 10 und lediglich Team 6 verlor einen Platz von 2 auf 3.

Für die neue Saison suchen wir wieder engagierte Spieler, die gerne Teil eines der erfolreichsten Schachvereine in Württemberg werden wollen. Insbesondere auch talentierte Jugendspieler, die ihre Spielstärke bei uns im Training deutlich verbessern wollen.  Unsere Teams im württembergischen Spielbetrieb haben diese Saison gezeigt, dass sie das Potenzial haben, mit einem starken Neuzugang nächste Saison um den Titel in ihrer jeweiligen Klasse zu kämpfen. Also meldet euch oder schaut gerne einfach mal bei unserem Training am Freitag vorbei 🙂

Schönaich schafft es erneut alle Ligen zu halten und kann damit auf eine extrem erfolgreiche Saison 25/26 zurückblicken2026-05-03T16:51:30+02:00

Fake News im Internet entdeckt

2026-03-31T14:39:10+02:00

Mit großer Verwunderung nimmt man beim TSV Schönaich die Berichte auf der Homepage des SK Schwäbisch Hall zur Kenntnis. Da sie einige Unwahrheiten enthalten, bemühen wir uns im Interesse der Aufklärung hier um einige Richtigstellungen:

Im einleitenden Artikel zum Match in der Verbandsliga heißt es “ ob die Reserve des Absteigers der 2.Bundesliga Süd mit ihren zwei Großmeistern Sebastaian Iermito ( Italien ) und Dimitrij Bunzmann (Deutschland) antreten wird“, Sebastian Iermito ist allerdings gar kein Großmeister, sehr einfach zu erkennen an der in Schachkreisen bekannten Abkürzung IM. Des weiteren steht dort geschrieben „Beide Teams haben in ihrer langen Geschichte noch nie gegeneinander gespielt“. Anscheinend kann sich der Schreiber dieser Zeilen nicht mal 3 Jahre zurück erinnern, als beide Teams in der Oberliga aufeinander trafen. Am Ende der Saison belegte Schönaich 2 damals den ersten Abstiegsplatz, leider war das ein Jahr in dem sich Hall am Ende der Saison nicht für einen Rückzug der Mannschaft entschied…

Zum abgesagten Spiel heißt es dann „Ganz kurzfristig gab Schönaich den Mannschaftskampf mit 0-8 verloren, angeblich wegen einer Vielzahl erkrankter Spieler. Das mag glauben wer will“. Unsere Absagegründe werden also ganz offen in Zweifel gezogen. Nun ist es uns leidlich egal, was dort über unsere Gründe herumspekuliert wird, aber wir wollen schon klarstellen, dass wir das Turnier der württembergischen Blitzmannschaftsmeisterschaft respektieren und dort nicht am Tag zuvor mit einer unvollständigen Mannschaft antreten, um irgendein Kasperletheater zu veranstalten, um falsche Krankheiten zu simulieren. Wären die Spieler gesung gewesen, hätten wir am Samstag auch vollständig gespielt, Punkt! Wer das nicht glaubt, bezieht seine Informationen möglicherweise von Xavier Naidoo. Desweiteren wird uns unsportliches Verhalten vorgeworfen, würde man eine Umfrage unter allen beteiligten Vereinen in der Verbandsliga machen, wäre die einzige Unsportlichkeit die mehr als die Hälfte der Vereine in dieser Farce-Saison sieht, der Start von Hall in der Verbandsliga. Daher unser gut gemeinter Rat: Lieber nicht im Glashaus mit Steinen um sich werfen…

Zum Abschluss kommt Hall dann zu dem Fazit „ein Aufstieg, den man auch wahrnehmen wird“. Das ist in dieser Form auch eine sehr gewagte These, korrekt wäre hier „den man auch wahrnehmen würde“. Das gilt im Übrigen auch für den TSV. Denn die Entscheidung über diese Frage wäre ohnehin nicht im bedeutungslosen Spiel am letzten Sonntag gefallen, sondern sie wird letztlich der Verbandstag treffen, auf dem vom Bezirk Stuttgart sicherlich ein Antrag zum illegalen Doppelabstieg der Haller vor der Saison vorliegen wird. Dieser widerspricht nämlich der Satzung des SVW und sollte daher auch sanktioniert werden. Bis zum Sommer darf man also noch gespannt sein, wie sich die Aufstiegsfrage am Ende entscheidet.

Dass der Verbandsspielausschuss weiter an seiner Fehlentscheidung zum Sonderstartrecht für Hall in der Verbandsliga festhält, ist schade und wirft auch ein schlechtes Licht auf dieses Gremium. Dass man mit dieser Entscheidung ziemlich daneben liegt, zeigt ja schon ein Blick in die Ergebnisse der Verbandsliga. Von 40 am Spielort Hall auszutragenden Partien fanden genau 18 statt, 22 wurden ohne anwesenden Gast kampflos abgegeben. Das ist mehr als die Hälfte! Keiner der Gastvereine erschien dabei komplett in Hall. Ohne es jetzt nachrecheriert zu haben, dürfte das nahezu der Rekord für Kampflose Punkte eines Teams bei Heimspielen pro Saison in der langen Geschichte des SVW sein. Viel deutlicher kann der Protest der Vereine gegen diese Entscheidung ja nicht ausfallen. Zumal er ja von den Vereinen auch hinreichend artikuliert wurde.

Ob man sich im Verbandsspielausschuss so den Ligenbetrieb in Württemberg vorstellt? Dann stellt sich ganz offen die Frage, warum man dann kampflose Spiele sanktioniert und im Falle einer Verspätung durch höhere Gewalt beim Lauffener Spitzenspieler knallhart durchgreift und diesen sperrt? Es wirkt also eher so, als ob man einfach nicht bereit ist, eine eigene Fehleinschätzung einzugestehen. Ob es am Ende wirklich falsch war oder doch alles genau richtig ist, darüber wird dann wie bereits erwähnt das höchste Gremium im SVW der Verbandstag befinden müssen. Und damit ist dann unter dieser unsäglichen Geschichte auch ein Schlussstrich gezogen, jetzt aktuell allerdings entgegen der vorzeitigen Haller Aufstiegsankündigung noch nicht.

Fake News im Internet entdeckt2026-03-31T14:39:10+02:00

Vierte Mannschaft verpasst knapp die Meisterschaft in der Kreisklasse

2026-03-22T22:05:17+01:00

Im letzten Jahr war der Meistertitel noch das klare Ziel von Team 4 in der Kreisklasse gewesen, doch nach 2 Niederlagen gegen die direkte Konkurrenz verfehlte man dieses letztlich deutlich. Diese Saison ging es nach dem Abgang von Marcus und dem Aufrücken von Eduard und Enya in die Landesligamannschaft eigentlich nur um eine solide Saison im Mittelfeld. Doch mit Ausnahme eines bösen Ausrutschers gegen den ansonsten punktlosen Letzten Leonberg konnte die Mannschaft alle Spiele gewinnen, insbesondere auf Grund der aufgerückten Jugendspieler, die sich hinten zu Stützen der Mannschaft entwickelten. Daher ging es beim Match gegen Nagold, den Absteiger aus der Bezirksliga und großen Ligafavoriten, bei Punktgleichheit tatsächlich um die Meisterschaft, wobei dafür das Spiel gewonnen werden musste. Das Problem war, dass zum eigentlich angesetzten Termin kaum überhaupt eine startberechtigte Mannschaft aufgestellt werden konnte, fairerweise kam Nagold uns mit einer Verlegung entgegen. Im entscheidenden Spitzenspiel keine Selbstverständlichkeit, weswegen hier nochmal ausdrücklich dafür gedankt werden soll.

Leider war auch der angebotene Ersatztermin nicht ideal für uns, da zeitgleich Team 5 ein wichtiges Derby gegen Böblingen im Abstiegskampf hatte und daher nicht alle Ersatzspieler zur Verfügung standen. Man einigte sich letztlich darauf einen Ersatzspieler zu stellen und Team 4 zu fünft starten zu lassen, da Nagolds Spitzenbretter mit über 1900 DWZ ein Brett für die Kreisklasse darstellen und Team 5 nicht auf seinen Kapitän verzichten sollte. Außerdem sei an dieser Stelle noch erwähnt, dass auch 5 Spieler nur deswegen möglich waren, weil Kapitän Timo auf einen wichtigen privaten Termin verzichtete, wie immer war er also ein absolut vorbildlicher Skipper für seine Truppe.

Wie immer ein Erfolgsgarant war Michael, der seinen persönlichen Score auf unglaubliche 7/7 schraubte, dazu spielte Markus Remis, Andreas und Mika mussten ihren starken Gegnern gratulieren, womit Nagold als verdienter Sieger und Meister feststand. Daher gab auch Timo anschließend seine Stellung remis zum 2-4 Endstand.

Voll auf ging der Plan mit Team 5, die 3 verbliebenen Stammspieler holten die nötigen 2,5 Punkte zum Derbysieg, mit dem der Klassenerhalt in der B-Klasse nun geschafft ist, da man die beiden Konkurrenten überholen konnte und diese im direkten Duell am letzten Spieltag nicht beide zusammen wieder vorbeiziehen können.

Vierte Mannschaft verpasst knapp die Meisterschaft in der Kreisklasse2026-03-22T22:05:17+01:00

TSV Schönaich steigt aus der 2. Schachbundesliga ab

2026-03-02T12:33:03+01:00

Nach 10 ereignisreichen Jahren mit einigen Höhepunkten endet nun wohl die Zeit des TSV Schönaich in den ersten beiden Schachbundesligen. Da nach dem Beinahe-Abstieg letzte Saison der komplette Kader neu aufgebaut werden musste, waren vor der Saison die Hoffnungen auf ein Wunder ohnehin gering gewesen. Doch dann konnte man tatsächlich eine gute Mannschaft zusammenstellen, die sich in jedem Spiel voll reinkämpfte und spätestens mit den überraschenden 2 Punkten aus Aue am ersten Wochenende kehrte die Hoffnung tatsächlich wieder zurück und blieb bis zum letzten Spieltag. Am Ende fehlte jetzt der Wimpernschlag eines halben Brettpunkts im entscheidenden Abstiegsendspiel beim Abschlusswochenende in Regensburg.

Los ging es am Samstag mit dem Match gegen Garching. Hier ging es um die Chance mit einem Sieg Konkurrent Regensburg zu überholen, damit im direkten Duell ein Remis reichen würde. Doch bei dieser Aufgabe kamen die Schönaicher überhaupt nicht richtig in die Spur, durch Probleme bei der Anreise mussten alle mit 8 Minuten Zeitstrafe starten und ähnlich unglücklich ging es im Verlauf weiter. Debütant Jan Philipp Rechner öffnete mit unnötigen Bauernzügen seine Königsstellung und wurde dort mattgesetzt. Chris Beyer entglitt ein ausgeglichenes Endspiel und Daniel Garcia Ramos riskierte zu viel und wurde mit einem Figurengewinn ausgekontert. Bryan Smith, Noah Geltz und Kapitän Moritz Reck verbuchten solide Remis, lediglich die Spitzenbretter Edvin Trost und Carles Diaz Camallonga hatten Siegchancen, die sie aber leider auch nicht verwerten konnten, so dass mit zwei weiteren Remis die 2,5-5,5 Niederlage feststand.

Somit musste am Sonntag Regensburg geschlagen werden. Da diese nicht in Bestbesetzung antreten konnten, war das Spiel auf dem Papier ausgeglichen. So ging es auch ins Match, alle gingen hochkonzentriert zu Werke, keiner wollte einen Fehler machen und nach 2 Stunden gab es tatsächlich noch an keinem der 8 Bretter eine klare Tendenz. Harald Keilhack gab dann leider etwas unnötig ein wertvolles Weißbrett remis, kurz darauf geriet Schönaich am Nebenbrett in Rückstand, da Noah Geltz einen taktischen Schlag in seine Königsstellung hinnehmen musste. Bei Edvin Trost am Spitzenbrett gab es das nächste Remis und in der Zeitnotphase nach 4 Stunden kippte das Match dann endgültig auf die Seite von Regensburg, als Moritz Reck im 39. Zug von 3 Optionen die einzige Verlustvariante auswählte. Der 1-3 Rückstand war eine zu große Hypothek, da Daniel Garcia Ramos und Chris Beyer auch schlechter standen, lediglich Bryan Smith und Carles Diaz Camallonga hatten inzwischen Vorteile mit einem Mehrbauern, doch zwei Siege würden ja nun nicht mehr reichen. Regensburg legte dann auch die Sicherheitsvariante ein, steuerte die beiden Stellungen mit ihren Vorteilen zu sicheren Remis und so konnten am Ende Smith und Diaz Camallonga mit ihren Siegen nur noch zum 4-4 ausgleichen, was Regensburg genau ausreichte, um Platz 9 und damit den Klassenerhalt zu sichern.

Bis zum 01.05. besteht noch die theoretische Chance wie im letzten Jahr durch einen anderen Rückzug die Klasse zu halten, danach sieht es aber aktuell nicht aus, so dass die Schönaicher Bundesligajahre nach einer Dekade nun dem Ende entgegen gehen.

TSV Schönaich steigt aus der 2. Schachbundesliga ab2026-03-02T12:33:03+01:00

Drama im ersten Abstiegsendspiel gegen Walldorf – Hoffen auf die zweite Chance

2026-02-13T14:21:02+01:00

Zur vorletzten Doppelrunde reiste der TSV Schönaich in den Kraichgau nach Eppingen. Vor der Partie gegen die Gastgeber ging es zunächst gegen den SV Walldorf, im Duell Achter gegen Zehnter steckte Abstiegskampf pur.

Gleich vom Start weg lief alles wie am Schnürchen. Der Plan lautete die hinteren Bretter zu halten und an den drei Spitzenbrettern zuzuschlagen. Daher blickte man nach 3 Stunden Spielzeit sehr zufrieden auf den Zwischenstand 1,5-1,5 zu dem Tobias, Noah und der elfjährige Yunqi ganz sichere Remis beigetragen hatten. Und noch deutlich besser schien der Blick auf die laufenden Bretter. Alle 3 Spitzenbretter lagen auf Kurs, Edvin hatte in einem Schwerfigurenendspiel die bessere Bauernstruktur, Carles hatte einen Mehrbauern und Bryans Gegner war komplett in der Defensive eingeschnürt. Als Sahnehäubchen hatten auch Chris und Kapitän Moritz hinten nicht nur erfolgreich gegengehalten, sondern lagen sogar auch klar auf Siegkurs. Chris hatte ebenfalls einen Bauern gewonnen und Moritz hatte mit einem korrekten Figurenopfer den gegnerischen König freigelegt und stand klar auf Gewinn. Es schien zu diesem Zeitpunkt nur um die Höhe des Sieges zu gehen.

In dieser komfortablen Situation schien es sogar verschmerzbar, dass Bryan in Zeitnot den Überblick verlor und tatsächlich den ganzen Punkt abgeben musste. Auch dass Moritz auf Nummer sicher ging, sich das geopferte Material zu früh zurückholte und schließlich Dauerschach geben musste, war noch kein Grund zur Sorge. Doch als auch noch Edvin in Zeitnot einen Bauern verlor und in ein schlechtes Damenendspiel gehen musste, war der Kampf auf einmal wieder offen. Carles verwertete seinen Mehrbauern gewohnt cool zum 3-3 Ausgleich und in der 6. Spielstunde war die Frage, wer sein vorteilhaftes Brett verwerten konnte, Walldorf an 1 oder Schönaich an 7? Die Spannung war greifbar, das Pendel konnte noch in beide Richtungen ausschlagen. Zum Tag passend tat es das dann zuungunsten des TSV. Chris stellte den Mehrbauern ein und Edvin musste sich schließlich nach 100 Zügen zur völlig unnötigen 3,5-4,5 Niederlage geschlagen geben. Nachdem es lange Zeit eher wie ein 6-2 Sieg ausgesehen hatte, war das natürlich ein herber Tiefschlag.

Entsprechend geknickt war gegen Eppingen nicht mit Punkten zu rechnen, zumal Tobias kurzfristig ausfiel. Glücklicherweise sprang Nils spontan ein, so dass man wenigstens komplett antreten konnte. Das Match hatte im Gegensatz zum Vortag keine überraschenden Wendungen parat, alle Partien endeten mit dem verdienten Ergebnis. Bryan konnte seine Partie gewinnen und Edvin, Carles und Noah trugen ein Remis zur 2,5-5,5 Niederlage bei, an den hinteren Brettern setzte es gar ein 0-4.

Nun läuft alles auf ein echtes Abstiegsfinale am letzten Wochenende in Regensburg hinaus, wenn die Gastgeber am 01.03. zum letzten Spieltag den TSV empfangen.

Bryan mit weiß und sein Gegner kann sich gar nicht bewegen. Entsprechend gewinnen in der Stellung fast alle Züge. Nach der Partie ärgerte sich Bryan unheimlich, dass er nicht das ruhige b3 gespielt, sondern mit c5 die Stellung verschärfte. Doch die Engine bestätigt c5 als eine der besten Fortsetzungen. Es geschah c5 cxd5; cxd6 Sg6; Sxg6 Dxg6; d7 Lf7 mit klarem Vorteil für weiß. Doch später ging der d7 unnötig verloren und die Stellung kippte noch.

Tatsächlich stand Bryan aber trotz unnötiger Komplikationen noch bis zum 38. Zug auf Gewinn. Bei der nachträglichen Analyse beim Italiener entkorkte Chris hier das trockene Kh1, das alle Probleme löst und schwarz die Probleme in der Verteidigung zuschiebt. Stattdessen geschah Txb7 Sxa5 La4 De5 mit entscheidendem Materialverlust.

Chris hat sich nach sehr trockener Eröffnung mit großer Remisbreite und eigentlich keinen Chancen für schwarz eine klare Gewinnstellung erarbeitet. Vermutlich ist er hier nur noch einen Zug vom Gewinn entfernt, nach Tb3 ist weiß chancenlos den Bauern auf a3 aufzuhalten. Der Plan stattdessen mit dem König rauszulauen misslingt, als der König sich entfernt hat kommt Td3 mit der Idee Sc4 Txa3 und am Ende verbleibt schwarz nur ein trauriger, einzelner Springer.

Nach dem Springeropfer auf h7 steht der schwarze König völlig im Hemd. Der einzige Zug ohne Matt ist hier noch f5. Moritz rechnete zu kurz und verwarf den besten Kandidaten Lxf5 Txf5; Txf5 Sxe5; weil er den klaren Gewinner Lg5! nicht voraussah. Stattdessen spielte er den zweitbesten e6 und schwarz bot mit De8 die Rückgabe des Materials an. Dh5 wäre hier immer noch klar besser, doch der Damentausch mit exd7 (interessanterweise ist hier sogar Txf5 noch minimal stärker als die Figur zurückzunehmen) führt auf Grund des starken schwarzfeldrigen Läufers nur zu einem Remis.

Drama im ersten Abstiegsendspiel gegen Walldorf – Hoffen auf die zweite Chance2026-02-13T14:21:02+01:00

Schönaich erfolgreich bei der Bezirksblitzmeisterschaft

2026-02-03T00:12:22+01:00

Das Ziel für die Bezirksblitzmeisterschaften war klar definiert: Von den 5 Qualifikationsplätzen sollten 2 nach Schönaich gehen. Daher war die Überlegung zwei ungefähr gleichstarke Mannschaften ins Feld zu schicken und nicht auf den Titel auf Bezirksebene zu gehen.

Das direkte Duell in der ersten Runde wurde dennoch ausgekämpft (obwohl ein taktisches 2-2 vermutlich zum Plan passender gewesen wäre), dabei setzte sich Team 1 knapp mit 2,5-1,5 durch. Nach 7 Runden grüßte dann mit 12-2 Punkten dennoch Team 2 von der Spitze des Feldes auf Grund der besten Brettpunkte, Team 1 hatte überraschend gegen Böblingens Jugendmannschaft verloren. (der Topturnierfavorit und auch spätere Sieger Stuttgart 1 lag zu dieser Zeit wegen einem spielfrei zum Start noch hinter den Schönaicher Teams)

Doch von diesem Ausrutscher abgesehen machte es die Erste sehr gut und erspielte sich am Ende nicht nur Platz 2, sondern sammelte mit 63,5 von 80 möglichen Brettpunkten fast 80% und damit sogar die meisten im gesamten Turnier. Wenig überraschend war da auch ein Brettsieg dabei, Kai Giebler holte an Brett 4 18/20 und war damit auch gleichzeitig der erfolgreichste Punktesammler im gesamten Turnier. Auch Simona Gheng konnte mit 17/20 an Brett 3 ein tolles Ergebnis erzielen, Thomas Hickl erreichte 14,5/20 und Nils schlug sich in der ausgeglichen besetzten Mannschaft am Spitzenbrett sehr wacker mit 14/20.

Teil 1 war also souverän erfüllt, doch bei Team 2 kam zwischenzeitlich ordentlich Sand ins Getriebe. Am Ende rettete man nach einem 0-4 Tiefpunkt gegen Waiblingen 1 aber gerade noch Rang 5 ins Ziel. Dies gelang vor allem Dank Yunqis überragender Leistung an Brett 2, der mit 16,5/20 dort ebenfalls den Brettpreis abräumte. Dazu kamen noch 14,5/20 von Moritz am Spitzenbrett, sowie 12,5/20 von Flori und 14/20 von Daniel.

Bei den württembergischen Meisterschaften am 28.03. ist der TSV Titelverteidiger aus den Jahren 2023 und 2024 (2025 nahm man nicht teil), doch diesen Erfolg zu wiederholen wird ohne Tobi und Marius wohl kaum gelingen. Dabei wäre ein Sieg dort so reizvoll wie selten, finden doch die deutschen Meisterschaften dieses Jahr ganz in der Nähe in Ettlingen statt und nicht wie sonst in 5h Fahrt Entfernung.

Team 1 ohne Simona (hatte schon gewonnen und daher Zeit ein Bild zu machen) beim 3-1 gegen Herrenberg.

Team 2 beim 4-0 gegen Waiblingen 2, jeweils in Runde 5.

Schönaich erfolgreich bei der Bezirksblitzmeisterschaft2026-02-03T00:12:22+01:00

TSV Schönaich meldet sich in der 2. Bundesliga mit starkem Wochenende im Kampf um den Klassenerhalt zurück (Untertitel: Was für ein Debüt!)

2026-01-19T23:58:37+01:00

Der Doppelspieltag bei Reisepartner Baden-Baden begann mit dem Duell gegen Heidesheim, Platz 11 gegen Platz 10, dazu die beiden nominell schwächsten Teams der Liga, mehr Abstiegskampf geht kaum. Es dürfte wahrscheinlich das einzige Match mit Elo-Vorteilen für den TSV in dieser Saison bleiben, doch zu Beginn war davon noch wenig zu sehen. Der stärkte Schönaicher Carles Diaz Camallonga kam mit weiß nicht über ein Remis hinaus und hinten standen Chris Beyer und Kapitän Moritz Reck schon etwas prekär. Ganz wichtig war dann, dass Beyer die Partie im taktischen Scharmützel wenden konnte, denn kurz darauf mussten Reck und Edvin Trost Niederlagen zum 1,5-2,5 Rückstand quittieren. Ein Rückstand mit 3 Punkten wäre vermutlich eine zu große Hypothek gewesen, doch so machten sich die verbliebenen 4 Spieler alle daran ihre Vorteile zu verdichten und tatsächlich konnte man an jedem Brett auf den vollen Punkt hoffen. Bei Bryan Smith kam leider trotz Qualität mehr nur ein Remis dazu, doch in der Zwischenzeit hatte Tobias Bärwinkel alle Klippen umschifft und steuerte mit 2 Mehrbauern auf den sicheren Ausgleich zu. Im Anschluss konnten auch Noah Geltz seinen Mehrbauer im Turmendspiel, sowie Daniel Garcia Ramos seinen Doppel-Mehrbauern im Läuferendspiel in Siege zum 5-3 Endstand veredeln.

Der wichtige Sieg zur Absicherung von Platz 10 war also verdient eingefahren, doch für den Klassenerhalt auf Platz 9 werden vermutlich noch 5 weitere Punkte benötigt. Daher hieß es am Sonntag am besten mit dem Punktesammeln weitermachen, auch wenn die Aufgabe mit dem Tabellenführer Viernheim 2 deutlich größer war. Nach der schwachen Leistung vom Samstag machte Reck Platz für das erst 11-jährige Schönaicher Talent Yunqi Li und zumindest dieser Schachzug sollte komplett aufgehen. Mit schwarz übernahm Li gegen den etwas passiven Aufbau seines Gegners von Beginn an das Kommando, baute seinen räumlichen Vorteil kontinuierlich aus und erzwang am Ende durch Zugzwang einen Bauerndurchbruch zur Führung für den TSV. In diesem Alter ein echtes Ausrufezeichen, bereits jetzt ist klar, dass die Zukunft im Team ganz eng mit seinem Namen verknüpft sein soll. Leider scheitere Beyer am Nebenbrett bei der Verwertung seiner Mehrfigur, so dass es bei einem Punkt Führung blieb, nach einem weiteren Remis bei Smith stand es somit 2-1. Leider musste Bärwinkel die Waffen strecken, doch Geltz hielt seine Stellung mit weniger Qualität souverän Remis und nach einem weiteren Remis von Trost konnte Garcia Ramos das Team mit seinem zweiten Sieg des Wochenendes wieder mit 4-3 in Führung bringen. Auch das ein tolles Debüt vom Neuzugang aus Barcelona bei seinen ersten Spielen für Schönaich. Wie so oft hing der Ausgang damit an der letzten Partie von Diaz Camallonga, diesmal hatte er allerdings die undankbare Aufgabe eine Verluststellung Remis zu halten. Mit zäher Gegenwehr schaffte er es tatsächlich noch eine Ausgleichschance zu erspielen, doch leider fand er die entscheidende Idee nicht, so dass man sich mit einem 4-4 Unentschieden begnügen musste.

Nach dem Spielverlauf wären 2 Siege sicherlich möglich gewesen, doch auch so sind die 3 Punkte ein starkes Ergebnis, das dem Team die Hoffnungen auf den Klassenerhalt zurückgibt. Aus den ausstehenden 4 Partien gegen die Teams auf den Plätzen 6-9 sind die vermutlich benötigten 4 Punkte noch machbar, erst recht wenn es dem Team gelingt, an die Leistung aus Baden-Baden anzuknüpfen.

Das Ende von Yunqis grandiosem Zweitliga-Debüt

Schwarz hat klaren räumlichen Vorteil und über b5 ein starkes Einbruchsfeld für den Springer. Der Gegner verpasst es hier mit f5 die Bauernketten am Königsflügel vorerst zu schließen und zumindest weiter Widerstand zu leiten, nach seinem Kf3 zieht Yunqi selbst f5 und danach kann sich weiß nur noch entscheiden auf welchem Flügel er den siegbringenden Durchbruch erlauben möchte. Es wurde schließlich die Dame auf a1.

TSV Schönaich meldet sich in der 2. Bundesliga mit starkem Wochenende im Kampf um den Klassenerhalt zurück (Untertitel: Was für ein Debüt!)2026-01-19T23:58:37+01:00

Landesliga: TSV Schönaich 3 zu Gast beim Tabellenführer SC Botnang 1

2026-01-14T09:29:30+01:00

Bericht von Oliver Rechtsteiner

In der Landesliga musste die dritte Mannschaft des TSV Schönaich beim Tabellenführer SC Botnang 1 eine knappe 3,5:4,5-Niederlage hinnehmen. Trotz starker Einzelleistungen und mehrerer verpasster Chancen blieb der erhoffte Punktgewinn in einem ausgeglichenen Mannschaftskampf aus.

Am 11. Januar 2025 stand für die dritte Mannschaft des TSV Schönaich ein schweres Auswärtsspiel beim Tabellenführer SC Botnang 1 auf dem Programm. Die Gastgeber traten in Bestbesetzung an und waren nominell an allen Brettern, teils deutlich, favorisiert. Doch der Mannschaftskampf verlief
knapper, als es die Papierform erwarten ließ.

An Brett 6 spielte Thomas Detmer zunächst solide, übersah jedoch eine taktische Feinheit und musste eine Figur für zwei Bauern geben. Die gegnerische Bauernmajorität und das Läuferpaar entschieden schließlich die Partie – Thomas musste seinem Gegner den Punkt überlassen. Eduard, an Brett 8, erarbeitete sich nach ausgeglichener Eröffnung kleine Vorteile und lehnte ein Remisangebot mutig ab. Im weiteren Verlauf gewann er einen Bauern, konnte den Vorteil jedoch nicht in einen Sieg ummünzen und willigte schließlich ins Remis ein. An Brett 2 zeigte Otto nach längerer Schachpause eine starke Leistung. Er setzte seinen Gegner unter Druck, gewann im Mittelspiel einen Bauern, traf jedoch an einer kritischen Stelle eine strategisch unglückliche Entscheidung. Im entstandenen Endspiel mit je einem Turm und ungleichfarbigen Läufern blieb kein Gewinnweg – Remis. Zwischenstand: 2:1 für Botnang. Unsere Nachwuchsspielerin Enya kam an Brett 7 mit klarer Initiative aus der Eröffnung und hatte sogar die Möglichkeit, eine Figur zu gewinnen. Aus Gründen, die Enya nach ihrer Partie selbst nicht benennen konnte, entschied sich gegen die gewinnbringende Fortsetzung, verlor kurz darauf den Vorteil und musste die Partie nach langem Kampf sogar aufgeben. An Brett 4 stand Oliver nach der Eröffnung ausgeglichen, griff dann jedoch zu einer etwas fragwürdigen Vereinfachung, die seinem Gegner am Damenflügel aktives Gegenspiel eröffnete. Der
Angriff schlug durch – Oliver musste aufgeben. Ein kurioses Ende nahm die Partie von Jürgen am fünften Brett. Nachdem er seine Bedenkzeit fast
aufgebraucht hatte und ab seinem 30. Zug nur noch mit dem 30-Sekunden-Bonus pro Zug spielte, ließ sein Gegner just im 39. Zug – einen Zug vor der Zeitkontrolle – in der ausgeglichenen Stellung selbst die Zeit fallen. Ein glücklicher Punkt für Schönaich! Zwischenstand: 4:2 für Botnang. In überragender Form präsentierte sich erneut York an Brett 3. Früh opferte er einen Bauern für Initiative, verstärkte konsequent den Druck am Königsflügel und setzte seinen Gegner schließlich sehenswert matt. Zwischenstand: 4:3 – der Kampf war wieder offen.
Nun ruhte alle Hoffnung auf Thomas Hickl am Spitzenbrett, der es mit dem bislang ungeschlagenen Topspieler des SC Botnang zu tun bekam. Unbeeindruckt spielte Thomas sein gewohnt solides Schach, erarbeitete sich im Mittelspiel Vorteile und zwei Mehrbauern, musste aber
mit einem Doppelbauern auch strukturelle Schwächen in Kauf nehmen. Im komplizierten Damenendspiel verteidigte sich der Botnanger Spitzenspieler zäh und konnte schließlich das Remis erzwingen – der Mannschaftssieg für die Gastgeber stand fest. Endstand: 4,5 : 3,5 für Botnang.

Trotz der knappen Niederlage zeigten die Schönaicher eine bemerkenswert geschlossene Mannschaftsleistung und forderten den Tabellenführer bis zum Schluss. Angesichts mehrerer verpasster Chancen bleibt das Ergebnis allerdings schmerzhaft. Mit nun 4 Punkten rangiert der TSV
Schönaich 3 derzeit auf Platz 7 von 10 – punktgleich mit den Teams auf Rang 8 und 9. Der Abstiegskampf ist damit eröffnet. Hoffen wir, dass dieser verschenkte Mannschaftspunkt am Ende der Saison nicht das Zünglein an der Waage sein wird.

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