TSV Schönaich – Abteilung Schach Homepage2023-09-25T11:36:47+02:00

TSV Schönaich blickt der Abstiegsrelegation entgegen

By |Februar 27th, 2024|1. Mannschaft|

Zur Heim-Doppelrunde empfing der TSV die Reserve des Rekordmeisters Baden-Baden und Eppingen, wobei besonders das Duell gegen die Eppinger ein vorgezogenes Endspiel um den letzten sicheren Nichtabstiegsplatz darstellen sollte. Gegen Baden-Baden konnte man am Samstag zunächst frei aufspielen, Punkte rechnete man sich nicht wirklich aus.  Nach schnellen Remisen von Sebastian Iermito und Marius Deuer lag man auch bald zurück, als Christoph Menezes seine Stellung gegen einen starken Springer des Gegners nicht halten konnte. Auch Tobias Kölle und Teamcaptain Moritz Reck kamen gegen ihre französischen Großmeister nicht so gut in die Partie, doch als diese dann etwas zu optimistisch angriffen, schlugen die beiden Schönaicher gnadenlos zu. Kölle eroberte einen Mehrbauern und verwertete diesen sauber zum Ausgleich und Reck startete einen aussichtsreichen Königsangriff, der mit einem Dauerschach unentschieden endete, wobei auch hier sogar noch mehr drin war. Doch es sah zu diesem Zeitpunkt auf einmal trotzdem sehr gut aus, da der einzige Großmeister im Schönaicher Lager Oleg Korneev die 3-5,2-5 Führung besorgte. Dies war umso beeindruckender, da er nach zwei Stunden Verspätung bei der Bahn mit weniger Bedenkzeit starten musste und lange unklar war, ob er es überhaupt noch zum Spiel schaffen würde. Bei zwei noch laufenden Partien lag eine Überraschung nun mehr als in der Luft, Timur Kocharin und Harald Keilhack hatten zwar schwierige, aber haltbare Stellungen, insbesondere das Turmendspiel von Keilhack mit Bauer weniger war eine theoretische Remisstellung. Leider schaffte es am Ende keiner der Beiden, noch etwas Zählbares aufs Scoreboard zu bringen, so dass am Ende eine doch sehr unnötige 3,5-4,5 Niederlage stand.

Das wichtigere Spiel stand aber am Sonntag auf dem Programm und nach der Leistung am Vortag konnte man in dieses zumindest mit einem guten Gefühl gehen. Eppingen wechselte im Vergleich zum Vortag vorne Jonas Hacker ein, diesen Wechsel hatte man beim TSV aber genau vorhergesehen und so war Sebastian Iermito perfekt vorbereitet und konnte gleich zu Beginn die Kontrolle über Stellung und Zeit übernehmen. Bei Schönaich gab es nur hinten zwei Wechsel, Jan Brunner erzielte frühzeitig ein sicheres Remis mit schwarz, genau wie Korneev. Auch wenn Menezes leider seine zweite Niederlage des Wochenendes quittieren musste, war der Ausgang des Matches noch völlig offen, da Christian Beyer ein gewonnenes Bauerendspiel auf dem Brett hatte. Doch obwohl er die Zeitkontrolle schon geschafft hatte, spielte er zu zügig weiter und überriss damit seine Stellung. Seine Niederlage war der Genickbruch für alle Schönaicher Hoffnungen, denn Kocharin und Kölle kamen nicht über ein Remis hinaus und schließlich musste auch Deuer seine Partie aufgeben. So bedeutete der abschließende Sieg von Iermito nur noch Ergebniskosmetik zum 3-5. Damit musste man Eppingen in der Tabelle vorbeiziehen lassen und nun liegt der TSV zwei Spieltage vor Schluss auf Rang 6, der am Ende die Teilnahme an den Abstiegsrelegationsspielen im Mai bedeuten würde. Die Saison des TSV steht also kurz vor einer Verlängerung.

Keine Fortune beim Heimspielwochenende: Niederlagen gegen Baden-Baden II und Eppingen

By |Februar 26th, 2024|1. Mannschaft|

Weniger Zuschauer als erhofft gab es beim mit Spannung erwarteten Heimspielwochenende des TSV Schönaich in der 2. Bundesliga. Nunja, man verfolgte lieber im Internet Nakamura & Co. bei der Bundesliga-Zentralveranstaltung in Viernheim, musste am Sonntag morgen selbst in diversen Ligen an die Bretter, usf.

Gegen Baden-Baden II rechnete man sich nur Außenseiterchancen aus. Es fehlte bei den Gästen zwar wie erwartet Bellahcene, dafür boten diese überraschend GM Demuth an Brett 6 auf. An Brett 3, mit dem für Schönaich günstigsten Eloverhältnis, gab es ein blitzschnelles Remis, wohl in einer Theorievariante. Nicht viel los war auch an 2 mit Deuer – Remis. An den verbliebenen Brettern wurde hart gekämpft. An 1, 5 und 6 gab es absolut wilde Gefechte, die ich (H.K.) ohne Kenntnis der Notationen gar nicht beurteilen möchte. Korneev an 4 spielte ruhig und routiniert und knetete vor sich hin. Keilhack an 7 stand von Anfang an unter Druck, behauptete sich aber. Der Kapitän und Vorsitzende Reck gab seinem großmeisterlichen Gegner das Läuferpaar, hatte selbst einen Freibauern, es schien zunächst wenig los.

Zu Beginn der Zeitnotphase geriet Menezes doch in einen entscheidenden Angriff, 1:2. Korneevs Gegner hielt dem Druck nicht stand, zeitlich gab Reck Dauerschach; laut eigener Aussage war sogar ein Sieg drin: 2½:2½ zur Zeitkontrolle.

Bei Kocharin wollte sich der Pulverdampf weiterhin nicht verziehen, Keilhack verteidigte weiter ein remisliches, aber unangenehmes Turmendspiel. Kölles Gegner hatte für meine bescheidenen Begriffe doch etwas zu wild und „modern“ (frühes g2-g4, etc.) angegriffen – der Angriff war längst vorbei, dafür hatte Kölle am Damenflügel die Bauern a-b-c gegen „nüscht“. Das 3½:2½ folgte bald – ein toller Sieg für Tobias gegen einen Gegner mit fast 2600!

Leider war es dann auch schon. Ein unklares Mittelspiel (Kocharin mit einem couragierten Auftritt gegen den Großmeister!) und Remis-Turmendspiel mit Minusbauer bei Keilhack (entscheidender Fehler im 59. Zug) gingen beide verloren: 3½:4½. Im Parallelkampf mischte Schmiden gegen Eppingen munter mit, verlor aber doch 2½:5½.

Am Sonntag morgen stand nun der Schicksalskampf um Platz fünf gegen Eppingen auf dem Programm – an 7 und 8 wurde die Schönaicher Aufstellung geändert, Eppingen brachte wie fast erwartet Jonas Hacker, nicht aber das Spitzenbrett Acs. Korneev und Brunner machten schnell remis mit Schwarz, sonderlicher Optimismus war indes nie angezeigt. Kocharin stand in einem Sizilianer eher passiv, die Youngster an 1 und 2 wurden in freilich recht remislichen Endspielen gut geknetet. Beyer schien ein „remis plus“ zu haben. Einzig Iermito machte Druck, während Menezes von dem kreativen aserbaidschanischen GM Guliev trotz der weißen Steine am Königsflügel wie von einer Dampfwalze überrollt wurde: 1:2. Kocharin erlangte geschickt Gegenspiel, die Stellung war im labilen Gleichgewicht, kurz vor der Zeitkontrolle wurde Frieden geschlossen: 1½:2½.

Kölle bekam seine (kleineren) Probleme in den Griff, bei Deuer hingegen erhöhte sich das Spieltempo. Iermito stand klar besser, die Sache erwies sich aber doch noch als kompliziert. Leider verpasste Beyer im Bauernendspiel im 41. Zug einen studienhaften Gewinn, ließ sich stattdessen zu einer überstürzten Aktion hinreißen und verlor gar noch. Damit – und mit einem Remis von Kölle – war die Entscheidung beim 2:4 gefallen. Deuer verlor schließlich, Iermito brachte es mit dem einzigen Sieg des Tages noch zum 3:5 heim.

Die anderen Ergebnisse der Tabelle dürfen schlichtweg als günstig bis glücklich bezeichnet werden. Denn mit nur 6 Punkten ist Platz sechs schon hochgradig wahrscheinlich. Heilbronn darf nicht auf 4:4-Geschenke der Mergentheimer hoffen, denen Hofheim (ein Spiel weniger und am Ende vermutlich bessere Brettpunkte) im Nacken sitzt. Walldorf könnte noch punkten, aber ein 4:4 gegen Mainz sollte fast schon reichen – und mit etwas Glück sogar zwei Niederlagen.

Die „Dritte“ hatte ihr Spiel verlegt und konnte mit einem Sieg bei Schlusslicht Ditzingen die allermeisten Abstiegssorgen vertreiben. Gesandwitcht zwischen Team 1 und 3 könnte Schönaich nur vier Spieler für den Kampf bei SC Böblingen II aufbieten, das 2½:5½ war unter diesen Umständen sogar ein (sehr) gutes Ergebnis. So bleiben gewisse Abstiegsnöte.

Landesliga: Schönaich 3 gewinnt 5,5 zu 2,5 in Ditzingen und macht einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt

By |Februar 26th, 2024|3. Mannschaft, Uncategorized|

Am Sonntag, den 25.02.2024, fand das Landesliga-Auswärtsspiel von Schönaich 3 beim Tabellenletzten in Ditzingen statt. Die Situation in der Landesliga ist in diesem Jahr eng wie nie. So trennen den Dritten in der Tabelle gerade einmal 2 Mannschaftspunkte vom Vorletzten! Mit einem Sieg gegen die Schachfreunde aus Ditzingen könnte Schönaich einen großen Schritt für den Klassenerhalt in der Landesliga machen. Entsprechend hoch motiviert traten die beiden Teams an -Ditzingen sogar in Bestbesetzung!

Die Schönaicher legten von Anfang an gut los. Während Otto Braun an Brett 5 sich mit seinem Gegner früh in ausgeglichener Stellung auf Remis einigte, konnte sich Philipp Wagner an Brett 3 nach und nach Vorteile erarbeiten und opferte sehenswert die Qualität. In der Folge fand sein Gegner nicht mehr die richtigen Antworten, sodass Schönaich mit 1,5 zu 0,5 in Führung ging. Wieder einmal in hochgradiger Zeitnot musste Oliver Rechtsteiner an Brett 4 die letzten 20 Züge seiner komplizierten Stellung quasi mit dem Inkrement von 30 Sekunden pro Zug überstehen. Zur Zeitkontrolle im 40. Zug besaß er jedoch eine Gewinnstellung und konnte einen weiteren vollen Punkt beisteuern. Andreas Bolte an Brett 7 erreichte mit einer grundsoliden positionellen Partieanlage schnell eine ausgeglichene Stellung und reklamierte nach dreifacher Stellungswiederholung schließlich Remis – Zwischenstand 3,0 zu 1,0 für Schönaich.

Am Spitzenbrett fand sich unser Topscorer Florian Schnadt relativ schnell in gedrückter und passiver Stellung bei deutlichem Zeitnachteil wieder. Doch mit guter Moral und kreativer Verteidigung öffnete er die Stellung und stellte noch eine letzte Falle auf, in die sein Gegner prompt tappte. Florian Schnadt konnte somit seine Erfolgsgeschichte fortschreiben und besitzt nach 6 Partien immer noch eine weiße Weste mit 6 aus 6 möglichen Punkten! Somit fehlte den Schönaichern nur noch ein halber Punkt zum Mannschaftssieg.

Doch auf diesen musste Schönaich noch etwas warten, da Christoph Steinhart das zweite Brett verloren geben musste. In Zeitnot des Gegners lehnte er einige Züge vor dieser Stellung das Remisangebot des Gegners ab, da die anderen Stellungen ungewiss waren. Auf Sh4 wurde Christophs Zug … Se7 infolge von f5! gleich von der Engine mit -3 bewertet. De7 stattdessen oder sogar c4 hätte den kleinen Stellungsvorteil bewahrt.

Ein gelungenes Comeback nach mehrmonatiger Schach-Abstinenz feierte Thomas Detmer am 8.Brett. Mit leidenschaftlicher Verteidigung wehrte er alle Angriffsversuche seines Gegners erfolgreich ab und einigte sich am Ende in ausgeglichener Stellung auf Remis, welches den Mannschaftssieg besiegelte. In der längsten Partie des Tages konnte sich Jürgen Koch am 6. Brett nach und nach Vorteile erarbeiten und einen Bauern gewinnen. Trotz diesem Mehrbauern war das entstandene Turmendspiel nicht zwingend gewonnen, da der Gegner über den aktiveren Turm verfügte. Nach einer Ungenauigkeit seines Gegners konnte Jürgen Koch jedoch seinen König entscheidend aktivieren und ins Spiel bringen. Hochverdient belohnte er sich mit dem vollen Punkt, der zum 5,5 zu 2,5 Endstand führte.

Schönaich 3 hat mit diesem verdienten Sieg einen ganz großen Schritt zum Klassenerhalt gemacht und findet sich nun im Mittelfeld der Tabelle wieder. In den letzten drei Runden geht es unter anderem gegen zwei direkte Tabellennachbarn, sodass die Schachfreunde aus Schönaich nun alles selbst in der Hand haben.

TSV Schönaich gewinnt erstes Endspiel um den Klassenerhalt in Liga 2

By |Februar 4th, 2024|1. Mannschaft|

Bei den Schachfreunden Bad Mergentheim stand am Wochenende die fünfte und sechste Runde der 2. Bundesliga für den TSV Schönaich auf dem Programm. Am Samstag ging es gegen den Gastgeber und aktuellen Tabellenführer um mögliche Bonuspunkte, am Sonntag war das direkte Duell mit Tabellennachbar Heilbronn. Die Außenseiterrolle am Samstag zeigte sich besonders bei Timur Kocharin, der gar nicht in die Partie fand und schnell eine Niederlage zum 0-1 quittieren musste. Im Anschluss spielte Oleg Korneev Remis und als Teamcaptain Moritz Reck seine 2 Mehrbauern zum Ausgleich verwandeln konnte, lag plötzlich eine große Überraschung in der Luft. Tobias Kölle, Carles Diaz und Chris Beyer hatten alle Vorteile auf ihren Brettern, die letzten beiden sogar einen Mehrbauern. Und bei Christoph Menezes und Marius Deuer war man guter Hoffnung, dass beide ihre Stellungen zusammenhalten konnten. Man hoffte also zumindest auf ein Unentschieden oder sogar mehr. Die Defensivarbeit von Deuer und Menezes klappte dann auch mit den 2 Remis, doch die Vorteile zu verwerten gelang leider keinem der anderen drei. Und da sich Kölle und Beyer sogar noch einen Konter einfingen und ihre Bretter verloren ging, stand am Ende doch eine sehr ärgerliche 3-5 Niederlage.

Mit entsprechender Wut im Bauch ging man am Sonntag das Abstiegsendspiel an und wieder war Kocharin als einer der ersten fertig. Dieses Mal besorgte er allerdings die wichtige Führung. Nach und nach konnten die Schönaicher die einzelnen Bretter Remis halten, so dass der wichtige Sieg näher rückte. An Brett 8 war Harald Keilhack eingewechselt worden, um den gefährlichsten Heilbronner Philipp Huber an Brett 8 in Schach zu halten. Doch leider misslang dieses Unterfangen, so dass Heilbronn zum 3,5-3,5 Ausgleich kam. Nun hing alles an der Partie von Großmeister Oleg Korneev. Schließlich gelang ihm im Endspiel nach 6 Stunden Spielzeit der wichtige Sieg und es brandete großer Jubel im TSV Lager auf. Durch den Sieg schiebt man sich in der Tabelle an Heilbronn vorbei und hat nun gute Chancen, zumindest Platz 6 zu erreichen, der am Ende für die Relegationsspiele reichen würde. In 3 Wochen steht am 25.02. zu Hause das nächste Endspiel gegen Eppingen an, Mit einem weiteren Sieg dort könnte man Platz 5 erobern und damit den Klassenerhalt schon fast endgültig klar machen.

Schönaicher Doppelsieg bei der Bezirksblitz-Einzelmeisterschaft

By |Januar 28th, 2024|Turniere|

Nach der unglücklichen Verbandsliga-Niederlage in Wolfbusch und vor dem eminent wichtigen Zweitliga-Wochenende in Bad Mergentheim gab es noch ein kleines Erfolgserlebnis für die Schönaicher Schachspieler.
Bei der Bezirksblitz-Einzelmeisterschaft in Vaihingen-Rohr zog Gerhard Junesch souverän seine Kreise und gewann schließlich mit starken 12 aus 13 klar (Schweizer System). Sein Kleiner spielte zugleich sein erstes Turnier und schaffte immerhin drei Punkte.
Nach wackeligem Beginn fand auch Harald Keilhack seine Sicherheit und wurde am Ende klarer Zweiter.
Zur Württembergischen Blitz-Einzelmeisterschaft am 9. März in Schwaigern schafften es noch Sprenger (Botnang) sowie auf den letzten Drücker Kottke (Leinfelden). Prominentester Ausfall war der Schmidener Spitzenspieler Kabisch. Die beiden Ludwigsburger spielten außer Konkurrenz mit.

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