TSV Schönaich – Abteilung Schach Homepage2023-09-25T11:36:47+02:00

Landesliga: Schönaich 3 trennt sich gegen Leinfelden unentschieden

By |April 8th, 2024|3. Mannschaft, Uncategorized|

Am Sonntag, den 07.04.2024, fand das Landesliga-Auswärtsspiel von Schönaich 3 in Leinfelden statt. Beide Mannschaften hatten sich vor dem Spiel im Mittelfeld der Landesliga befunden, weshalb es für beide Seiten weder um den Aufstieg noch um den Abstieg ging. Nach einem spannenden Verlauf des Mannschaftskampfes endete dieser mit einem leistungsgerechten Unentschieden.

Relativ schnell gingen drei Partien zu Ende: Sowohl Eduard Knittel an Brett 6, Andreas Bolte an Brett 7 und Christoph Steinhart an Brett 2 einigten sich in jeweils ausgeglichenen Stellungen auf Remis. Einen ersten Rückschlag musste Schönaich in der Folge durch den Verlust von unserem Jungtalent Enya Wang am achten Brett hinnehmen.

Den Ausgleich wiederherstellen konnte schließlich Jürgen Koch am 5. Brett, der seinen Gegner schon nach wenigen Zügen in eine vorbereitete Falle tappen ließ, der zum kompensationslosen Verlust eines Bauern führte:

In der Diagrammstellung spielte Jürgen 8. Lxb7!, was nach 8. … Lxb7 9. Db5+ einfach einen Bauern verliert. In der Folge spielte Jürgen seine Partie grundsolide und gewann am Ende durch einen kompletten Blackout (Turmverlust) seines Gegners. Zwischenstand 2,5:2,5.

Otto Braun am 4. Brett spielte mit den schwarzen Steinen eine typische Igelstellung in der Sizilianischen Verteidigung. Diese ist bekannt dafür, dass sich Schwarz zunächst mit einer etwas passiveren Rolle zufriedengibt. Nachdem sich der Rauch kurz vor der Zeitkontrolle etwas verzogen hatte, fand sich Otto nach seinem 36. Zug … Ke6 in folgender Stellung wieder:

Die Stellung ist für Weiß nicht einfach zu spielen, da er zur Passivität verurteilt ist. Sein Befreiungsversuch 38. b3?? ist aber bereits der Verlustzug, da Otto mit 38. … Lh4+ 39. Ke2 Lxe1 den Springer von Weiß vorteilhaft abtauschen kann und Weiß mit einem schlechten schwarzfeldrigen Läufer verbleibt, während Schwarz einen Traumspringer besitzt. Dies spiegelt auch die Schlussstellung wider:

Somit stand es 3,5:2,5 für Schönaich.

Oliver Rechtsteiner an Brett 3 erarbeitete sich in der Eröffnung Vorteile und stand zunächst sehr gut. In der Folge verpasste er jedoch die richtige Fortsetzung und fand sich nach der Zeitkontrolle gar in einer Verluststellung. Mit Glück und freundlicher Unterstützung seines Gegners konnte Oliver jedoch in ein Turmendspiel abwickeln, das am Ende für Schwarz nicht mehr zu gewinnen war. Somit stand es bereits 4:3 für Schönaich und die Entscheidung musste am Spitzenbrett herbeigeführt werden.

An diesem fand sich Florian Schnadt in einer zweischneidigen und scharfen Stellung wieder, die bis zum Schluss ergebnisoffen war. Allerdings hatte Florians Gegner in der entscheidenden Phase nach ca. 5 Stunden Spielzeit ein deutliches Bedenkzeitplus zu verzeichnen, weshalb Florian in komplizierter Stellung mit quasi keiner Zeit mehr auf der Uhr schwierige Entscheidungen zu treffen hatte. Am Ende musste sich Florian in sein Schicksal begeben und seine Partie verloren geben.

Damit stand ein unterm Strich leistungsgerechtes Unentschieden fest, was Schönaich nach der 8. Runde sogar Tabellenplatz 3 einbrachte. Da der Aufsteiger mit dem SV Backnang 1 bereits feststeht, können die Schönaicher in der letzten Runde am 28. April 2024 völlig frei aufspielen und sich über eine gelungene Landesligasaison 2023/24 freuen.

Highlights aus der letzten Zweitliga Doppelrunde

By |März 28th, 2024|Uncategorized|

Mit 2/2 legte Marius ein perfektes Wochenende hin und beide Partien lieferten taktische Leckerbissen, die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen.

Gegen Großmeister Sumets forcierte Marius mit g3 einen Schlagabtausch, der zunächst 2 Bauern kostet und den eigenen König völlig offenlegt. (…Lxg3, Dg2, Ld6, Lg5, Lxh2, Kh1, Dg3) Marius hatte aber genauer gerechnet und der nächste Zug Lc4 entscheidet die Partie zugunsten von weiß.

Gegen Frischmann muss man natürlich bereits vor Lc5 das Qualitätsopfer richtig durchgerechnet haben. Nach b4, Txd3, Kxd3, Sxc4 drohen diverse Gabeln und schwarz gewinnt entscheidend Material.

 

 

Schönaich mit starker Leistung am letzten Spielwochenende in der 2. Bundesliga

By |März 18th, 2024|1. Mannschaft|

Am Wochenende war man zu Gast bei Reisepartner Schmiden Cannstatt. Die Spielbedingungen waren absolut vorzüglich. Ein großzügiger Spielbereich mit Abgrenzungen für die Bretter und ein herzliches Catering der Spielerfrauen. Auch das Zuschauerinteresse war überdurchschnittlich und sogar der Bürgermeister schaute für ein Grußwort am Spielort vorbei.  Ein weiterer Grund, warum man der sympathischen Truppe den Wiederaufstieg wünschen würde, neben der örtlichen Nähe und der idealen Verkehrsanbindung. Doch die Trauben hängen in der neuen Ba-Wü-Liga ab nächster Saison sicher recht hoch.

Diese Liga zu vermeiden, war das ausgelobte Saisonziel des TSV. Der direkte Verbleib auf Platz 5 war vor dem letzten Wochenende nicht mehr realistisch, daher drehten sich alle Rechnungen um das Halten von Relegationsplatz 6. Dies konnte in manchen Szenarien sogar mit einigen Brettpunkten gelingen, doch es gab auch andere Konstellationen, bei denen man noch 2 Punkte holen musste. Unter anderem deshalb, da gerettete Teams (oder solche, die sich für gerettet hielten) mit deutlich schwächeren Mannschaften als in den Vorrunden antraten. Insbesondere die Aufstellung der eigentlich finanziell auf Rosen gebetteten Viernheimer (sage und schreibe nur eines der ersten 8 Bretter wurde aufgestellt) grenzte schon an Wettbewerbsverzerrung. Um ein Haar wäre ihnen das am Ende sogar noch auf die Füße gefallen, zumindest ihr Karma Konto wäre damit dann wieder ausgeglichen gewesen. Sympathien haben sie an diesem Wochenende auf jeden Fall keine gesammelt.

Am Samstag ging es gegen Hofheim und damit auch ein Stück weit gegen die eigene Vergangenheit. Vor der Saison war der ehemalige Mannschaftsführer Marcus Kübler mit 5 Spielern im Gepäck vom TSV nach Hofheim gewechselt, da in Schönaich die Chancen auf den Wiederaufstieg in die erste Bundesliga sehr gering waren. Für Hofheim saßen nicht weniger als 6 Großmeister und 2 internationale Meister an den 8 Brettern. Entsprechend war man in diesem Match klarer Außenseiter und visierte als Ziel eher 2 Brettpunkte an, um die gute Ausgangslage im Bereich der Zweitwertung zu sichern. Es ging auch nicht gut los, Timur Kocharin verlor eine Qualität und auch Oleg Korneev fühlte sich in seiner Stellung unwohl, da Hofheim mit seiner Aufstellung überraschte und daher die Vorbereitung vieler Schönaicher ins Leere lief. Topscorer Korneev willigte daher ins Remis ein, dass Kocharin auch ein Remis rettete, war schon ein großer Erfolg. Dann schlug die Stunde von Marius Deuer, der Jugendspieler bestrafte das optimistische Spiel seines Gegners mit einem wunderschönen Gegenangriff mit Matt im 31. Zug. Zwar musste Tobias Kölle gegen den langjährigen Schönaicher Spitzenspieler Marin Bosiocic aufgeben, doch Sebastian Iermito brachte den TSV umgehend wieder mit 3-2 in Führung. In der Zeitnotphase entglitt Kapitän Moritz Reck leider seine lange Zeit ausgeglichene Stellung, so dass es mit 3-3 in die heiße Phase ging. Chris Beyer verwaltete schon länger eine Gewinnstellung mit 2 verbundenen Freibauern, während Harald Keilhack sich in passiver Lage gegen einen vorgerückten gegnerischen Freibauern wehren musste, wobei das Endspiel hier theoretisch Remis war. Somit lag sogar eine große Sensation in der Luft. Ein Rechenfehler bei seinem Bauerndurchbruch überführte das Endspiel von Beyer in ein Turmendspiel mit f und h Bauer, so dass der Gegner hier wieder die Chance hatte, bei genauer Verteidigung ein Remis zu halten. Nach über 6,5 Stunden Spielzeit hatten schließlich beide Verteidiger allen Gewinnversuchen standgehalten, so dass kein Team den entscheidenden Siegpunkt setzen konnte. Das 4-4 Unentschieden war zwar auch ein großer Achtungserfolg für Schönaich, doch der anschließende Blick auf die Ergebnisse brachte Ernüchterung. Da Viernheim die letzten Runden abschenkte, war keine Unterstützung zu erwarten und Eppingen konnte im Schongang die 2 Punkte für den Klassenerhalt erreichen. Tatsächlich wäre bei einem Schönaicher Sieg gegen Hofheim allerdings Viernheim das Opfer seiner eigenen Aufstellung geworden, doch so fehlte am Ende genau ein Punkt auf Viernheim II auf Platz 5.

Nach dem erfolgreichen Samstag fehlte am Sonntag noch ein Punkt, um Platz 6 abzusichern, doch mit der gezeigten Leistung war die Zuversicht groß, dass dieser gegen nun abgestiegene Mainzer gelingen sollte. Und die Spieler des TSV legten von Beginn an los wie die Feuerwehr. Iermito kam zwar über ein Remis nicht hinaus, doch Korneev, Deuer mit einer erneuten taktischen Meisterleistung, Jan Brunner der für Keilhack eingewechselt wurde, sowie Kölle am Spitzenbrett sorgten bereits vor der Zeitkontrolle für eine uneinholbare 4,5-0,5 Führung. Da machte es nichts aus, dass Reck in Zeitnot erneut unsicher agierte und seine Gewinnstellung ins Remis verdarb. Kocharin musste die einzige Niederlage quittieren und in einem vom Gegner völlig unnötig in die Länge gezogenen Match über 130 Züge besorgte Beyer mit einem Remis den 5,5-2,5 Endstand. Nun muss der TSV nach dem gehaltenen Platz 6 Anfang Mai in der Relegation ran, um dort mit 2 Siegen gegen die Drittligameister den letzten Platz für die neue zweigleisige 2. Bundesliga zu ergattern. Die Gegner dafür stehen erst Mitte April fest, einfache Lose wird es aber kaum geben.

Landesliga: Schönaich 3 gewinnt 5,5 zu 2,5 zuhause gegen ersatzgeschwächte Oeffinger und sichert sich den Klassenerhalt

By |März 11th, 2024|3. Mannschaft, Uncategorized|

Am Sonntag, den 10.03.2024, fand das Landesliga-Heimspiel von Schönaich 3 gegen die Schachfreunde aus Oeffingen statt. Die Oeffinger traten ersatzgeschwächt mit nur 6 Spielern an, weshalb Schönaich schon mit einem komfortablen 2:0 Vorsprung in den Mannschaftskampf ging. Trotzdem wurde es am Ende noch richtig spannend, aber der Reihe nach. In leicht vorteilhafter Stellung, aber (wieder einmal) in Zeitnot, bot Oliver Rechtsteiner am vierten Brett nach ca. 3 Stunden Spielzeit eine Punkteteilung an, die der Gegner schließlich akzeptierte. Dies sollte das letzte Unentschieden des Tages bleiben. Zwischenstand 2,5:0,5 für Schönaich.

Nach einer weiteren Stunde ging es dann Schlag auf Schlag. Zunächst überschritt der Gegner von Andreas Bolte am siebten Brett im 36. Zug die Zeit. Der Oeffinger Spieler stand jedoch ohnehin bereits auf Verlust. Fast zeitgleich musste unser Spitzenbrett Florian Schnadt nach 6 in Serie gewonnenen Spielen und somit mit noch weißer Weste seine erste Saisonniederlage hinnehmen. Neuer Zwischenstand 3,5:1,5 für Schönaich.

Der Mannschaftskampf musste also am 5., 6. oder 8. Brett entschieden werden. Der Gegner von Thomas Detmer an Brett 8 konnte nach und nach kleine Stellungsvorteile sammeln und diese schlussendlich in einen Sieg für die Oeffinger umwandeln. Zwischenstand nur noch 3,5:2,5 für Schönaich. Nun wurde es noch einmal richtig spannend, da sich Jürgen Koch in einem völlig ausgeglichenen Endspiel mit gleichfarbigen Läufern wiederfand, während sich Otto Braun um den 40. Zug (Zeitkontrolle) in schlechterer Stellung wiederfand. Somit war der Ausgang wieder völlig offen.

Doch Jürgen Koch an Brett 5 konnte uns schließlich „erlösen“ und den Sieg der Mannschaft klarmachen. Zurückzuführen ist dies auf seine Kreativität, nichts unversucht zu lassen, um doch noch etwas mehr als ein Remis zu erreichen. Im 47. Zug erreichte Jürgen mit den weißen Steinen nach einem langen Königsmarsch über das halbe Feld (d3-c3-b4-a5-a6-a7) das Feld b8 (siehe Diagramm):

Die einfachste Möglichkeit für Schwarz wäre es zuvor gewesen, nach 46. Ka7 einfach mit Kc7 zu antworten und den weißen König erst gar nicht die Grundreihe betreten zu lassen. Aber auch jetzt wäre es mit akkurater Verteidigung (47. …b4!) noch möglich gewesen, die Partie im Gleichgewicht zu halten. Zu dieser Verteidigung fand sich der Schwarze jedoch nicht mehr in der Lage und warf die Partie mit dem Läuferzug 47. … Lb6?? sofort weg, da das nach 48. Lc5xb6 Kc6xb6 49. b4 entstehende Bauernendspiel klar für Schwarz verloren ist. Damit stand es 4,5:2,5 und der Mannschaftssieg war unter Dach und Fach. Somit konnte Otto Braun an Brett 5 nun frei von jeglichem Druck aufspielen, fand sich aber im 40. Zug mit den schwarzen Steinen in folgender schwierigen Lage:

Weiß konnte hier im 41. Zug (wieder einmal direkt nach der Zeitkontrolle!) mit dem vergleichsweise einfachen Zug 41. Td1-d8 eine deutlich vorteilhafte Partie weiterspielen und steht wahrscheinlich auf Gewinn. Aber warum eigentlich nicht direkt den schwarzen Bauern auf c5 mit 41. Td1-d5? angreifen und gewinnen? Hier erwischte Otto seinen Gegner kalt mit dem Konter 41. … Tb6xb5!, was einen Bauern und den Vorteil von Weiß wegwirft. Weiß hätte jedoch mit einem Zug wie 42. Td5-d8 trotzdem noch in einem Turmendspiel weiterkämpfen können. Der weiße „Reflexzug“ 42. Td5xe5?? gewinnt zwar den Bauern zurück, wickelt aber in ein verlorenes Bauernendspiel ab: 42. … Ke6xe5 43. c4xb5 Ke5-d6! 44. Kg2xf3 Kd6-c7 45. Kf3-e4 Kc7-b6 mit entscheidendem Bauerngewinn im nächsten Zug. Nach diesem erfolgreichen Mannschaftskampf verzeichnet Schönaich 3 nun 8 Mannschaftspunkte und belegt Platz 4 in der Landesliga. Damit sollte bei nur noch zwei ausstehenden Spielen der Klassenerhalt so gut wie sicher sein.

Verpasste Chancen des Bundesliga Wochenendes

By |Februar 29th, 2024|1. Mannschaft|

In Bild 1 war Teamcaptain Moritz froh, gegen den 400 Elopunkte schwereren Großmeister ein Dauerschach erkämpft zu haben. Tatsächlich ist die Partie nach Lb4 mehr oder weniger gewonnen für weiß, auf Txb2 gewinnt weiß einen Turm mit dem schönen Lc3 und nach Td3 gewinnt weiß die Qualität nach der forcierten Zugfolge Sg2, Sh4, Te2.

Bild 2 ist das Bauernendspiel Beyer – Mann am Sonntag. Statt des „normalen“ Kf2 entschied sich Chris für f5, was den Sieg vergibt und später verspielte er mit f6 statt e6 leider sogar noch den ganzen Punkt. Der einzige Gewinnzug auf Kf2 – d4 ist zugegebenermaßen sehr schwer zu finden, nur Kg3 hätte in dieser Variante zum Sieg geführt.

Hätte man diese beiden Stellungen eingetütet, würde man weiter auf Platz 5 stehen und hätte es in der eigenen Hand, die Relegation zu vermeiden. So ist sie jetzt das zu erreichende Ziel am letzten Spieltag. Wie so oft sind es am Ende im Schach die Kleinigkeiten, die eine große Auswirkung haben.

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