In der Landesliga empfing man die Schachfreunde aus Stuttgart zum Duell der beiden besten dritten Mannschaften im Bezirk. Erwartet war ein Match auf Augenhöhe, doch das sollte es letztlich in keiner Weise werden. Stuttgart trat „ohne 5“ an und lag nach 7 gespielten Zügen schon 1-0 hinten, einer der vielen Stuttgarter Ersatzspieler hatte sich bereits mit weiß mattsetzen lassen und natürlich war Schönaich bei dieser Personalsituation auch favorisiert. Es schien sich also die Tradition der erfolgreichen Auftaktspiele fortzusetzen, doch ab diesem Moment ging dann eigentlich alles schief was schiefgehen kann. Eduard setzte seinen Gegner mit einem starken Königsangriff zu und hätte sich vermutlich an mehreren Stellen belohnen können, letztlich wickelte er stattdessen in ein verlorenes Bauernendspiel ab. Auch Enya und York mussten ihre Punkte abgeben und auf einmal lag man 1-3 zurück. Doch die restlichen Stellungen gaben eigentlich schon noch Anlass zu Optimismus, Kapitän Oliver und Moritz hatten einen Mehrbauern und teilweise große Vorteile und Simona und Christoph hatten auch optisch angenehme Stellungen. Ein Sieg oder im schlechteren Fall ein 4-4 waren also noch in Sichtweite. Dann aber opferte Christoph arg optimistisch eine Figur und ehrlicherweise konnte der Gegner sehr frühzeitig sämtliche Drohungen aus der Stellung nehmen und das 1-4 war nur noch eine Frage der Zeit. Zu diesem Zeitpunkt war es daher sehr überraschend, dass Oliver seine Gewinnversuche in einer superbequemen Stellung im Turmendspiel mit Mehrbauer auf Grund von Zeitsorgen einstellte und eine Zugwiederholung forcierte. Damit stand dann die Niederlage fest und zum Abschluss schaffte es auch Moritz seinem Gegner noch eine kleine Remis Taktik zu bescheren, woraufhin Simona auch endgültig ihre Bemühungen zum 2,5-5,5 Endstand einstellte.
Reich beschenkt zogen die Stuttgarter von dannen, der einzige Trost für die bedröppelten Gastgeber war, dass die Leistung der TSV Equipe nicht das peinlichste bei diesem Match war. Mal wieder nicht zu toppen war der Stuttgarter Spieler an Brett 4. Die wenigsten werden in die Ergebnisse schauen müssen, denn wer schon mal das „Vergnügen“ einen Mannschaftskampf in Anwesenheit dieses Schachfreunds zu absolvieren, wird sofort wissen um wen es sich handelt. Schon vor Partiebeginn fiel ihm und seinem Turm ein Zacken aus der Krone, weil ebenjenem Turm einer fehlte. Nach der Kurzpartie an Brett 7 analysierte der Spieler erst lautstark im Spielareal in die Partie, um nach Ermahnung zur Ruhe dann den beiden Kontrahenten in den Analyseraum zu folgen. Da seine Partie noch lief, hätte man diesen beiden Regelverstöße (Verlassen des Spielareals, Analysen während der eigenen laufenden Partie) eigentlich mit dem Partieverlust ahnden müssen, leider ließ man Gnade vor Recht ergehen. Dies „dankte“ der Spieler damit mehr oder weniger jede Gelegenheit zu nutzen, um zu allem, was nicht bei 3 auf den Bäumen war, lautstark seinen Kommentar zu abgeben und alle laufenden Partien zu stören. Weder vom Schiedsrichter noch vom eigenen Mannschaftsführer ließ er sich dabei in irgendeiner Form belehren oder aus der Ruhe bringen. Immerhin müssen wir ihn bis zur nächsten Saison nicht mehr ertragen, die Stuttgarter dagegen schon, das ist zumindest ein kleiner Triumph.
Parallel landete auch die fünfte Mannschaft im Nebenraum auf dem harten Boden der Tatsachen, als klarer Favorit setzte es gegen den Aufsteiger Herrenberg 3 eine 1,5-2,5 Niederlage. Lennas besorgte noch die Führung, Mika musste am Spitzenbrett die Segel streichen. Ivan und Zheng hatten gute Stellungen, doch während Ivan Remis spielte, kippte die Partie von Zheng noch komplett.
Da aller guten Dinge 3 sind, verlor auch die Vierte ihr Auswärtsspiel in Magstadt. Da der Kapitän Timo aus erfreulichen Gründen fehlte und der Gegner ein klarer Aufstiegskandidat ist, muss man das 2,5-3,5 aber als gutes Ergebnis werten, Markus Nemet und Jugendspieler Edgar Shin feierten Siege gegen starke Gegner. Leider kam „Mr. 100%“ Michael Knecht nicht über ein Remis hinaus und somit blieb die positive Überraschung auf Schönaicher Seite an diesem Tag aus.






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