Über die letzten Jahre gibt es sicher deutlich mehr in denen man gegen Heilbronn aus dem Pokal ausgeschieden ist, als gegen alle anderen Gegner zusammen. Schlagen konnte man sie tatsächlich nie, obwohl man so oft sehr knapp dran war, nur mal beispielhaft das letzte Jahr, als Tobias das wertvolle Spitzenbrett für uns frühzeitig sicherte und Moritz und Nils trotz guter Stellungen hinten nur einen halben Punkt statt den nötigen ganzen zustande brachten.

So gesehen war die diesjährige Niederlage irgendwo doch Neuland, denn ärgern musste man sich diesmal kaum. Zu klar und deutlich war sowohl die Überlegenheit der Gegner auf dem Papier als auch der Spielverlauf. Auch ein Zeichen für den Qualitätsgewinn bei einem unserer größten Konkurrenten, wenn als Ersatzspieler noch Fidemeister im Pokal reinkommen, ist das schon ein Wort. Es wird also sicher auch nicht ganz einfach in der Liga dieses Jahr wieder die Oberhand zu behalten, wobei hier die Erfolge in der Vergangenheit klar in Schönaicher Hand liegen. Dieses Jahr wird das Duell umso reizvoller, weil dort nach dem Rückzug von Deizisau aus der Bundesliga die inoffizielle Krone von Württemberg als bestes württemberger Team ausgespielt wird.

Kurz noch zum Spielverlauf, als erster geriet Daniel auf Abwege als er sich im Mittelspiel von einem Springervorstoß erdrücken ließ, dann stellte Moritz seine ohnehin schon leichte schlechtere Stellung einzügig mit einem Spieß ein und Chris wurde ebenfalls im Mittelspiel komplett überspielt. Ziemlich zügig war es daher beim 0-3 schon vorbei. Der einzige Lichtblick war die bärenstarke Leistung von Jan gegen Enis, im Mittelspiel konnte er das Gegenspiel gegen seinen König stoppen und fing daraufhin an mit seiner Bauernmajorität am Damenflügel starken Druck zu erzeugen. Und an einer Stelle ließ er sich tatsächlich den Sieg durch die Lappen gehen, obwohl die Kombination auch wirklich nicht so einfach korrekt einzuschätzen ist. Stattdessen wurde noch eine Stunde ein ausgeglichenes Turmendspiel bis zum Patt durchgekaut, wobei sich die Wartezeit zumindest als Übung für Jan vermutlich gelohnt hat.

An dieser Stelle hätte c3 eventuell die Partie gewonnen, denn Sxd5 wird eiskalt mit Txd5 beantwortet. Die Engine würde den gar nicht zurücknehmen, was natürlich auch verliert, und nach exd5 Txe2 Kxe2 c2 steht der Bauer gedeckt vor der Umwandlung und weiß kann nicht verhindern, dass der schwarze Läufer dies auch ermöglicht. (der Läufer geht nach d6 und droht damit nach f4 zu kommen, falls dies der König deckt, kommt La3!, allerdings muss man davor noch Kf8 einschieben, denn sonst marschiert der d5 Bauer durch)