TSV Schönaich meldet sich in der 2. Bundesliga mit starkem Wochenende im Kampf um den Klassenerhalt zurück (Untertitel: Was für ein Debüt!)

2026-01-19T23:58:37+01:00

Der Doppelspieltag bei Reisepartner Baden-Baden begann mit dem Duell gegen Heidesheim, Platz 11 gegen Platz 10, dazu die beiden nominell schwächsten Teams der Liga, mehr Abstiegskampf geht kaum. Es dürfte wahrscheinlich das einzige Match mit Elo-Vorteilen für den TSV in dieser Saison bleiben, doch zu Beginn war davon noch wenig zu sehen. Der stärkte Schönaicher Carles Diaz Camallonga kam mit weiß nicht über ein Remis hinaus und hinten standen Chris Beyer und Kapitän Moritz Reck schon etwas prekär. Ganz wichtig war dann, dass Beyer die Partie im taktischen Scharmützel wenden konnte, denn kurz darauf mussten Reck und Edvin Trost Niederlagen zum 1,5-2,5 Rückstand quittieren. Ein Rückstand mit 3 Punkten wäre vermutlich eine zu große Hypothek gewesen, doch so machten sich die verbliebenen 4 Spieler alle daran ihre Vorteile zu verdichten und tatsächlich konnte man an jedem Brett auf den vollen Punkt hoffen. Bei Bryan Smith kam leider trotz Qualität mehr nur ein Remis dazu, doch in der Zwischenzeit hatte Tobias Bärwinkel alle Klippen umschifft und steuerte mit 2 Mehrbauern auf den sicheren Ausgleich zu. Im Anschluss konnten auch Noah Geltz seinen Mehrbauer im Turmendspiel, sowie Daniel Garcia Ramos seinen Doppel-Mehrbauern im Läuferendspiel in Siege zum 5-3 Endstand veredeln.

Der wichtige Sieg zur Absicherung von Platz 10 war also verdient eingefahren, doch für den Klassenerhalt auf Platz 9 werden vermutlich noch 5 weitere Punkte benötigt. Daher hieß es am Sonntag am besten mit dem Punktesammeln weitermachen, auch wenn die Aufgabe mit dem Tabellenführer Viernheim 2 deutlich größer war. Nach der schwachen Leistung vom Samstag machte Reck Platz für das erst 11-jährige Schönaicher Talent Yunqi Li und zumindest dieser Schachzug sollte komplett aufgehen. Mit schwarz übernahm Li gegen den etwas passiven Aufbau seines Gegners von Beginn an das Kommando, baute seinen räumlichen Vorteil kontinuierlich aus und erzwang am Ende durch Zugzwang einen Bauerndurchbruch zur Führung für den TSV. In diesem Alter ein echtes Ausrufezeichen, bereits jetzt ist klar, dass die Zukunft im Team ganz eng mit seinem Namen verknüpft sein soll. Leider scheitere Beyer am Nebenbrett bei der Verwertung seiner Mehrfigur, so dass es bei einem Punkt Führung blieb, nach einem weiteren Remis bei Smith stand es somit 2-1. Leider musste Bärwinkel die Waffen strecken, doch Geltz hielt seine Stellung mit weniger Qualität souverän Remis und nach einem weiteren Remis von Trost konnte Garcia Ramos das Team mit seinem zweiten Sieg des Wochenendes wieder mit 4-3 in Führung bringen. Auch das ein tolles Debüt vom Neuzugang aus Barcelona bei seinen ersten Spielen für Schönaich. Wie so oft hing der Ausgang damit an der letzten Partie von Diaz Camallonga, diesmal hatte er allerdings die undankbare Aufgabe eine Verluststellung Remis zu halten. Mit zäher Gegenwehr schaffte er es tatsächlich noch eine Ausgleichschance zu erspielen, doch leider fand er die entscheidende Idee nicht, so dass man sich mit einem 4-4 Unentschieden begnügen musste.

Nach dem Spielverlauf wären 2 Siege sicherlich möglich gewesen, doch auch so sind die 3 Punkte ein starkes Ergebnis, das dem Team die Hoffnungen auf den Klassenerhalt zurückgibt. Aus den ausstehenden 4 Partien gegen die Teams auf den Plätzen 6-9 sind die vermutlich benötigten 4 Punkte noch machbar, erst recht wenn es dem Team gelingt, an die Leistung aus Baden-Baden anzuknüpfen.

Das Ende von Yunqis grandiosem Zweitliga-Debüt

Schwarz hat klaren räumlichen Vorteil und über b5 ein starkes Einbruchsfeld für den Springer. Der Gegner verpasst es hier mit f5 die Bauernketten am Königsflügel vorerst zu schließen und zumindest weiter Widerstand zu leiten, nach seinem Kf3 zieht Yunqi selbst f5 und danach kann sich weiß nur noch entscheiden auf welchem Flügel er den siegbringenden Durchbruch erlauben möchte. Es wurde schließlich die Dame auf a1.

TSV Schönaich meldet sich in der 2. Bundesliga mit starkem Wochenende im Kampf um den Klassenerhalt zurück (Untertitel: Was für ein Debüt!)2026-01-19T23:58:37+01:00

Punktloses Heimwochenende bringt Schönaich in akute Abstiegsgefahr

2025-12-08T12:09:53+01:00

Zum großen Heimspielwochenende erwartete man mit Baden-Baden II, Göggingen und München drei starke Gegner, daher war klar, dass die Trauben hoch hängen würden. Zwei Mal war man nah dran an einer Überraschung, doch letztlich scheiterte man immer am Verwerten der eigenen Möglichkeiten, während die Gegner ihre eiskalt nutzten.

(Bericht gegen Baden-Baden siehe vorige Meldung)

Gegen Göggingen gab es nichts zu holen, lediglich Carles, Bryan und Tobias verbuchten ein Remis. Der Rest verlor zum ernüchternden 1,5-6,5, wobei zumindest bei Noah und dem eingewechselten Jan Brunner ein Remis ebenfalls verdient gewesen wäre.

Gegen München geriet Moritz schon in der Eröffnung unter die Räder, nach Remisen von Bryan, Tobias und Noah im Mittelblock lag man 1,5-2,5 zurück. Zu diesem Zeitpunkt konnte man sich aber noch gute Chancen ausrechnen, Chris hatte mit einem schönen Opfer den gegnerischen König freigelegt und gewann schließlich als Belohnung die Dame für Turm und Springer und Edvin hatte einen Mehrbauern gegen den von Schönaich nach München gewechselten Tobias Kölle, die Stellungen von Jan und Carles waren zwar passiv, aber doch haltbar. Leider kippte die Partie von Chris nach ein paar ungenauen Zügen und mit dem 1,5-3,5 Rückstand war die Niederlage dann schon besiegelt. Edvin konnte sich für seine starke Partie erneut nicht belohnen und Jan verlor, den einzigen Sieg am Brett über das ganze Wochenende konnte letztlich noch Carles verbuchen, doch das war nur noch Ergebniskosmetik zum 3-5 Endstand.

Mit Tf3 Dg5 Tg3 erntete Chris die Früchte seines Opfers. Es folgte Kf6 Txg5 hxg5 und der Rückzug Df3 vergab leider schon den ganzen Vorteil. Mit dem Tempo g4 kann schwarz die Stellung ausgleichen. Direkt De2 hätte dagegen eine Gewinnstellung ermöglicht, da der Springer so nicht das starke Feld e4 erreicht. Aber die Kleinigkeiten waren eben über das ganze Wochenende nicht auf unserer Seite.

Punktloses Heimwochenende bringt Schönaich in akute Abstiegsgefahr2025-12-08T12:09:53+01:00

Knappes Duell mit dem Topteam aus Baden-Baden

2025-12-06T10:13:07+01:00

Zum Einstieg des großen Heimwochenendes in Schönaich traf die erste des TSV auf ihren Reisepartner Baden-Baden II. Letzte Saison gelang es Schönaich als einzigem Team dem Starensemble eine Niederlage beizufügen und auch diese Saison war die Bilanz der Gäste noch makellos und das, obwohl man schon gegen den Aufstiegsfavoriten Bad Mergentheim gespielt hatte.

Letztlich sollten Kleinigkeiten das Duell entscheiden. Die erste gab es bereits nach 28 Minuten, kurz vor Ende der Karenzzeit traf gerade noch Brett 3 der Gäste ein, eine kampflose Führung für Schönaich hätte dem ganzen Kampf natürlich eine ganz andere Wendung gegeben. Statt 1-0 stand es gefühlt zu diesem Zeitpunkt dann leider 0-1, Chris kam wie üblich auch zu spät und stellte in der Eröffnung in der Hektik einen Bauern ein. Diesem rannte er die ganze Partie über chancenlos hinterher. Harald erarbeitete sich eine gute Stellung und ordentlich Vorteil auf der Uhr, wie üblich gab er die Partie anschließend Remis. Bryans Gegner kam auch gut ohne seine halbe Stunde Zeit aus und erreichte ein sicheres Remis, das gleiche Ergebnis gab es bei Carles. Noah hatte ausgangs der Eröffnung Probleme mit einer zerpflückten Bauernstruktur, seine Hoffnungen lagen auf dem Läuferpaar als Kompensation. In der Zeitnotphase wurde die Partie nochmal hektisch, aber letztendlich fand sie mit dem Gegner wohl den verdienten Sieger.

Trotz 1,5-3,5 Rückstand war das Match allerdings noch völlig offen, Edvin hatte am Spitzenbrett einen Mehrbauern, Tobias hatte eine Qualität für einen Bauern und auch Moritz konnte sich entscheiden welchen Bauern er gewinnen wollte. Auch wenn die Partie von Tobias nie wirklich die Remisbreite verließ, waren zu diesem Zeitpunkt also noch die nötigen 2,5 Punkte für ein Unentschieden realistisch. Moritz wickelte seine Stellung aber leider falsch ab und erreichte daher nur ein ausgeglichenes Turmendspiel, bei Tobias standen am Ende Springer und Bauer drei Bauern gegenüber, nur Edvin gelang es einen weiteren Bauern zu gewinnen und eine Gewinnstellung zu erreichen. Zum Tag der unglücklichen Kleinigkeiten passte es dann, dass auch Edvin seine Chancen vergab und am Ende nur noch 3 Remis zum Endstand von 3-5 aufs Scoreboard kamen.

Doch auch ohne Punkte war es eine starke Leistung des Teams, die Hoffnungen für das weitere Wochenende gibt, am Samstag geht es um 14 Uhr gegen Augsburgs Stadtteil Göggingen und am Sonntag gegen den Münchener SC 1836. Zuschauer sind in der Realschule herzlich willkommen.

Knappes Duell mit dem Topteam aus Baden-Baden2025-12-06T10:13:07+01:00

Schönaich mit erfolgreichem Start in die 2. Bundesliga

2025-09-30T01:08:26+02:00

Zur Auftaktrunde stand für das Flaggschiff des TSV die Reise ins Erzgebirge zur Auswärtsrunde in Aue an. Am Samstag ging es gegen deren Reisepartner und Meisterschaftsfavoriten Bad Mergentheim. Eine auf dem Papier ohnehin klare Angelegenheit und erschwerend kam noch hinzu, dass es auf Grund der geographischen Lage abseits jeglicher Flughäfen nicht möglich war, die Spieler aus Spanien oder Frankreich rechtzeitig ans Brett zu bekommen. Lediglich Edvin Trost konnte aus Stockholm über Prag nach Aue reisen.

Das Match schlug auch sofort die erwartete Richtung ein, Dominik Novotny und Chris Beyer gerieten schon in der Eröffnung unter die Räder zum frühen 0-2 Rückstand. Tatsächlich bestand zu diesem Zeitpunkt aber sogar kurzzeitig Hoffnung, Bryan Smith hatte mit einem schönen Opfer eine klare Gewinnstellung erreicht und Harald Keilhack sowie Kapitän Moritz Reck bekamen mit jeweils einem Bauernopfer sehr gut spielbare Stellungen mit zumindest leichten Vorteilen auf ihrer Seite. Leider gingen jedoch alle 3 an ihren guten Möglichkeiten vorbei und so konnten schließlich alle 3 Gegner ihre materiellen Vorteile verwerten. Beim ernüchternden Spielstand von 0-5 war die Niederlage damit schon besiegelt, Edvin und Vojtech Tegda konnten mit ihren Remisen zumindest Ergebniskosmetik betreiben und Noah Geltz gelang mit seinem Sieg gegen Großmeister Laurusas noch ein kleines Highlight zum Endstand von 2-6.

Da Aue auch nicht in Bestbesetzung war, hatte man hier geringe Hoffnungen auf ein 4-4, doch auf dem Papier waren auch die Gastgeber die eindeutig bessere Mannschaft. Lediglich bei Bryan konnte man auf den vollen Punkt hoffen, Edvin war auf Augenhöhe und von 3-8 war Aue teilweise klar favorisiert. Doch Noah hatte mit seiner Partie offenbar für so viel Respekt gesorgt, dass ihm sein Gegner trotz der weißen Figuren bereits im dritten Zug ein Remis anbot. Auch Moritz und Dominik erreichten schnelle Punkteteilungen, Edvin konnte aus der Eröffnung nichts herausholen und spielte ebenfalls Remis. Chris hatte optimistisch einen Bauern mitgenommen und sein Gegner musste schließlich eine Zugwiederholung forcieren, um nicht auf die Verliererstraße zu gelangen. Nachdem Haralds Gegner zunächst das Remis-Angebot abgelehnt hatte, bot er einige Züge später selbst Remis an, genau wie bereits im letzten Jahr in dieser Begegnung. Dieses Jahr war es aber okay, dass Harald zum 3-3 Zwischenstand annahm. Denn es liefen jetzt nur noch 2 Partien, an Brett 2 hatte Bryan eine starke Stellung erreicht und schien bereit den entscheidenden Sieg beizutragen. Vermutlich auch deswegen hatte der Gegner von Vojtech an 7 dort das Remis-Angebot abgelehnt, doch seine Stellung ließ eigentlich gar keine Gewinnversuche zu. So überzog der Gegner die Stellung und Vojtech konterte ihn eiskalt aus zur 4-3 Führung für Schönaich. So musste sich Bryan nicht mehr mühen und stellte umgehend mit einer Zugwiederholung den verdienten 4,5-3,5 Sieg ohne eine einzige Brettniederlage sicher.

Die 2 Punkte zum Auftakt sind für den TSV klar mehr als man sich erhoffen konnte, und so sieht man mit großer Zuversicht der Heimrunde im Dezember in Schönaich entgegen.

Dass Edvin über Prag anreisen konnte, war nur möglich, weil Harald sich dankenswerterweise bereit erklärte von Ungarn ins Erzgebirge zu fahren. Als dann auch noch Tobias kurzfristig ausfiel, war die letzte Möglichkeit, dass Chris die letzte Runde der deutschen Ü50 Team Meisterschaft auslässt und per Mitfahrgelegenheit in Richtung Chemnitz fährt, wo er dann eingesammelt werden konnte. Dass Schönaich am Ende also überhaupt vollzählig antreten konnte, war schon ein kleines Wunder und nur dem großen Einsatz aller Beteiligten zu verdanken. Daher nochmal der große Dank an alle beteiligten Spieler dieses Wochenendes. Denn eigentlich wollte auch Noah noch absagen, weil er am Montag Abgabefrist für seine wissenschaftliche Arbeit hatte. Er beugte sich der Order von Moritz im letzten Aufgebot zu spielen und wir drücken die Daumen, dass seine Arbeit am Ende zumindest annährend so erfolgreich wie am Schachbrett lief.

Hier noch die entscheidenden Momente der Matches:

Hier und im weiteren Verlauf nochmal hätte Bryan gegen Bad Mergentheim mit h6 alle gegnerischen Drohungen eliminieren können, sein Angriff am Damenflügel ist dagegen für weiß nicht mehr aufzuhalten. Stattdessen fiel einige Züge später der f6 mit undeckbaren Mattmotiven, da h6 jetzt einfach rausgenommen wird.

Mit der Aufgabe des d6 Bauern leitet Moritz hier starkes Gegenspiel ein. Letztlich nahm der Gegner nicht mal auf d6 zurück, so dass für das starke Läuferpaar nicht mal ein Bauer weniger in Kauf genommen werden musste.

Hier hätte Moritz z.B. mit b4 in ein vorteilhaftes Endspiel überleiten können. Die forcierte Zugfolge wäre Sa4 Sxf3; Dxf3 d5; Lxd5 Lxd5; Dxd5 Dxc2 und weiß kann die Stellung kaum noch gewinnen. Auch Ta7 war eine gute Möglichkeit. Sxf3 war dagegen nicht ideal und auf Dxf3 Ta7 nahm der Gegner den d6 dann doch noch und das sofortige zurückholen des Bauern durch Lxc3 leitete dann endgültig die Niederlage des Teams gegen Bad Mergentheim ein.

Deutlich positiver dagegen der Sonntag. Vojtech hat sich mit seinem Freibauer einen starken Hebel geschaffen, doch wenn weiß sich verteidigt, gibt es kein Durchkommen. Da der Gegner das Remis-Angebot ablehnte, musste er etwas zeigen, doch als er den Bauern auf b2 eliminiert hatte, fiel sein Königsflügel auseinander.

Der letzte Step: Vojtech verschafft sich mit g4 zwei unaufhaltsame Freibauern am Königsflügel. Weiß kann dagegen keine Fortschritte machen.

Schönaich mit erfolgreichem Start in die 2. Bundesliga2025-09-30T01:08:26+02:00

Medaillenregen beim Mitropacup

2025-06-06T20:35:37+02:00

Traditionell geht Deutschland beim Mitropacup mit großen Nachwuchstalenten an den Start und so kam es dieses Jahr dazu, dass die beiden Spitzenbretter identisch mit dem Zweitligakader des TSV Schönaich waren, nur in umgekehrter Reihenfolge. Die beiden jungen IMs Marius Deuer und Tobias Kölle führten die deutsche Auswahl an und sollten mit ihren Leistungen auch tatsächlich vorweggehen. Beide blieben über die kompletten 9 Runden ungeschlagen und hatten damit großen Anteil an der errungenen Bronzemedaille für Team Deutschland. Bei einem Unentschieden in der Schlussrunde gegen den späteren Sieger Tschechien wäre es sogar die Goldmedaille gewesen, doch leider ging neben 3 Remis das Brett 4 verloren. Wenn auch nicht Gold so doch zumindest Silber gab es darüber hinaus für die Einzelleistungen von Marius und Tobi an Brett 1 und 2. Tobias sicherte sich Silber mit 5,5/9 und Marius konnte sich mit fantastischen 6/9 sogar seine zweite GM-Norm nach der OIBM 24 sichern. Damit steht er jetzt 1 Monat vor seinem 17. Geburtstag mit 2 Normen und ganz knapp unter der magischen 2500 Elo-Grenze unmittelbar vor dem großen Schritt zum Großmeister.  Beim TSV werden alle Daumen gedrückt, dass er mit einer dritten Norm beim Münchener Open im Juni gleich diese beiden Hürden überspringen kann und damit seine Entwicklung in Schönaich vom FM zum GM noch vor dem 17. Geburtstag abschließt.

Marius Deuer beim Mitropa-Cup 2025 (Foto: T. Danada)

Denn diesen wird er dann leider nicht mehr in den Schönaicher Farben angehen, gemeinsam mit Tobi werden unsere beiden Spitzenspieler ihren weiteren Weg beim Münchener SC 1836 fortsetzen. Für den TSV natürlich ein immens schmerzhafter Verlust, der sportlich kaum aufzufangen sein wird und die Chancen auf einen erneuten Klassenerhalt in der 2. Liga erheblich schmälert. Man verliert damit nicht nur zwei Talente, die in Schönaich den Sprung zum Meisterspieler absolviert haben, sondern nebenbei auch die beiden besten Spieler der vergangenen Saison. Außerdem verlassen Oleg und Gerhard das Team und wechseln näher zu ihren Wohnorten, Oleg wird in der nächsten Saison für den SV Werder Bremen auflaufen und Gerhard wechselt nach Ludwigsburg.

Neu im Kader begrüßen kann man dafür zwei andere junge IM, der Pariser Loic Travadon kommt aus der 3. Liga von Schwäbisch Hall und mit Dani Garcia Ramos stößt ein weiterer Kollege von Carles aus Barcelona zum Team. Außerdem wechselt Tobias Bärwinkel von Zweitligist Remagen nach Schönaich und mit seiner fantastischen Saison am Spitzenbrett der Oberliga hat sich auch Noah Geltz für die Herausforderung in der 2. Liga empfohlen. Er wird sicherlich eine der spannendsten Personalien in der nächsten Saison sein und hat definitiv das Potential an seinen Aufgaben weiter zu wachsen. Obwohl die Rechnung mit 4 Zugängen bei 4 Abgängen auf den ersten Blick aufgeht, werden noch 2 weitere Spieler gesucht, da auch Guillaume Lamard und Moritz Weishäutel nicht mehr zum Kader gehören werden. Beide kamen zwar nie zum Einsatz, doch genau das Fehlen dieser Einsätze war das Hauptproblem letzte Saison, so dass hier auf jeden Fall auch Ersatz benötigt wird.

Medaillenregen beim Mitropacup2025-06-06T20:35:37+02:00

Interessierte Spieler für 2. Bundesliga gesucht

2025-05-22T00:37:40+02:00

Für die neue Saison wird es in der 1. Mannschaft eine Umstrukturierung geben, da einige Spieler während der zunächst unklaren Ligasituation bereits anderen Vereinen ihr Wort gegeben haben und daher leider in der nächsten Saison fehlen werden. Wir haben zum Glück bereits Zusagen von guten Zugängen, aber 2 neue Spieler werden noch gesucht. Interessenten können sich sehr gerne über die Kontaktmöglichkeiten der Homepage melden. Diese 2 Plätze wollen wir auf jeden Fall noch bis zum 30.06. besetzen.

Auch die 5 anderen Teams von Verbandsliga bis C-Klasse würden sich natürlich über Verstärkungen freuen, damit wir in der nächsten Saison vielleicht wieder 5 Mal den Klassenerhalt und einen Aufstieg feiern können. Diesen Status aufrecht zu erhalten bleibt für einen mittelgroßen Verein wie den TSV eine Herkulesaufgabe, bei der jede helfende Hand gerne gesehen ist!

Interessierte Spieler für 2. Bundesliga gesucht2025-05-22T00:37:40+02:00

Der TSV Schönaich steigt aus der 2. Schachbundesliga ab

2025-03-24T11:35:07+01:00

Vor genau 10 Jahren feierte man in Schönaich den Durchmarsch in die zweithöchste Klasse und konnte sich dort mit Platz 3 in der Premieren-Saison auf Anhieb etablieren. Für ein Jahr gab es sogar einen Ausreißer nach oben in die 1. Liga, doch nun endet die Zeit in den Profiligen, zumindest fürs erste.

Auf dem ersten Abstiegsplatz 10 liegend war die Ausgangslage vor der letzten Doppelrunde nicht die beste, doch 3 andere Teams lagen nur sehr knapp in Front und waren damit auch noch in der Gefahrenzone. Am Samstag kam es zum direkten Duell mit den auf Platz 9 liegenden Garchingern. Diese waren zwar leicht favorisiert, doch davon war zunächst nicht viel zu sehen. Sebastian Iermito, Carles Diaz Camallonga und Harald Keilhack erzielten sichere Remis und obwohl Captain Moritz Reck seine Stellung nicht halten konnte und man dadurch in Rückstand geriet, sah es zu diesem Zeitpunkt nicht schlecht aus. Oleg Korneev drückte mit einem Mehrbauern auf den Sieg, Chris Beyer hatte sogar 2 Bauern mehr, allerdings war die Stellung hier noch unklar. Und auch Marius Deuer und Florian Schnadt hatten angenehme Positionen, so dass ein 4-4 oder sogar ein Sieg in Reichweite erschienen. Doch leider kippten fast alle Bretter zu Ungunsten des TSV. Korneev musste ins Remis einwilligen und Beyer und Schnadt verloren sogar beide noch. Damit war der schön herausgespielte Sieg von Deuer am Ende nur Ergebniskosmetik zum 3-5.

Außer Garching verabschiedete sich auch Viernheim II mit einem Sieg aus dem Abstiegskampf, womit sich die Ausgangslage sehr vereinfacht hatte. Voraussetzung war nun ein Sieg gegen den Münchener SC und gleichzeitig musste Aue sein Spiel gegen Eppingen verlieren, was realistisch schien. Aber die eigene Hürde hatte es in sich, die Münchner waren erst in der letzten Saison Meister der 2. Liga geworden und hatten auf den Aufstieg verzichtet, auf dem Papier gab es hier eher nichts zu holen. An jedem Brett wurde hart gekämpft, keiner beging einen entscheidenden Fehler, so dass Deuer, Iermito, Diaz Camallonga alle sichere Remis beisteuerten. Auch Beyer konnte seine Stellung mit einem Bauer weniger remis halten. An drei der vier verbliebenen Bretter drückten die Schönaicher auf den Sieg, Korneev hatte in seinem Endspiel eine starke Initiative und Reck hatte selbst einen Bauern mehr. Am besten war die Stellung des eingewechselten Jan Brunner, er hatte 2 weit vorgerückte Freibauern, die die Partie eigentlich zu seinen Gunsten entscheiden sollten. Bei Keilhack stand ein ausgeglichenes Turmendspiel mit 4 Bauern auf dem gleichen Flügel auf dem Brett. Doch leider wiederholte sich die Geschichte vom Vortag, Korneev und Reck kamen nicht entscheidend durch und mussten sich mit einem Remis begnügen, Keilhack verdarb seine Stellung und am Ende stand sogar eine völlig unverdiente Niederlage, weil sich Brunner für das falsche Opfer entschied und mit seinem Remis das 3,5-4,5 besiegeln musste. Vielleicht war der Druck zu groß, im Großen und Ganzen waren die Leistungen über die Saison nicht schlecht, doch ab und zu fehlte am Ende das letzte Quäntchen Glück bzw. Konzentration. Auch die Ergebnisse der Konkurrenten fielen öfter unglücklich aus, dass auch von Eppingen keine Schützenhilfe gegen Aue kam, war nach der verpassten eigenen Chance aber sogar eine gewisse Erleichterung.

Damit begleitet der TSV seinen Reisepartner SC Böblingen auf dem Weg hinunter in die Oberliga, in der es in der nächsten Saison hoffentlich wieder deutlich mehr Siege für die beiden Topteams aus dem Schönbuch geben wird.

Die letzte Chance auf einen Ligaverbleib der Schönaicher wäre ein Rückzug eines Teams der 1. oder 2. Bundesliga aus dem Süden, die Frist dafür ist der 1. Mai. Dies kommt immer wieder mal vor, erst im letzten Jahr meldete Ötigheim seine Mannschaft aus der 1. Bundesliga komplett vom Spielbetrieb ab. Die Hoffnung stirbt also wie immer zuletzt. Oder eben am 1. Mai…

Der Moment als sich in der Zeitnot die finale Niederlage manifestierte. Jan hatte es zuvor schon Möglichkeiten verpasst den Vorteil auszubauen und Material zu gewinnen und entschied sich hier leider für das falsche Opfer. Richtig ist die Figur auf f5 zu geben und sich schließlich die Dame für einen Turm zu holen. Stattdessen läuft das Qualitätsopfer auf f4 sogar in Probleme, weil der Td7 mit Schach über die g Linie abziehen kann und damit ein entscheidendes Tempo fehlt. Mit dem wichtigen Kg1 im 40. Zug rettete Jan zumindest noch das Remis und vermied eine weitere unverdiente Brettniederlage.

Der TSV Schönaich steigt aus der 2. Schachbundesliga ab2025-03-24T11:35:07+01:00

Eine Ode auf den „Chef“

2025-02-25T20:39:36+01:00

Ohne den „Boss“ ginge gar nix … in wie vielen Firmen und Vereinen ist das wohl so!?
Zum Wochenende absolvierte Moritz Reck, 1. Vorsitzender, Mannschaftsführer, Spielleiter; ich glaub zugleich auch Jugend- und auch Kassenwart (Materialwart auch?), beim Dreifachspieltag mal wieder ein übermenschliches Pensum. Noch am Freitag vormittag ging es darum, den Aufbau zu organisieren. Das Catering. Usf. Motivations- und Psychotante bei den Nöten diverser Spieler, Chauffeur, Ärger mit kurz-, mittel- und langfristigen Absagen. Und „nebenbei“ noch selbst ans Bundesliga-Brett hocken! Wobei ihm, wie bereits berichtet, auch die zwei entscheidenden Siege bei den überlebensnotwendigen 4 1/2 : 3 1/2-Siegen gegen Böblingen und die Bayern gelangen. „Nebenpflichten“  wie umgehendes Berichte-schreiben usw. noch ganz außen vor.
Und das alles als natürlich berufstätiger junger Familienvater.
Musste mal gesagt werden, Moritz! Ich wüsste gern, wo Du die Energie hernimmst …

Eine Ode auf den „Chef“2025-02-25T20:39:36+01:00

Zwei Siege für Schönaich am Wochenende, doch der Abgrund ist trotzdem nah

2025-02-24T01:57:57+01:00

In der zweiten Schach Bundesliga stand für den TSV das große 3 Runden Wochenende an. Am Freitag ging es gegen den Reisepartner vom SC Böblingen, Samstag gegen die Reserve von Bayern München und am Sonntag schließlich gegen Göggingen.

Gegen Böblingen war besonders auf die Spitzenbretter Verlass, Marius Deuer und Sebastian Iermito konnten beide souveräne Siege einfahren. Etwas länger musste Tobias Kölle arbeiten, doch auch er schaffte es schließlich das Damenendspiel auf seine Seite zu ziehen. Jan Brunner und Florian Schnadt konnten leider ihre Schwarzpartien nicht halten und Christoph Menezes steuerte ein Remis zum 3,5-2,5 Zwischenstand bei. Christian Beyer hatte zwischenzeitlich 2 Bauern weniger und es war die Frage, ob seine Aktivität ausreicht, um die Stellung im Ausgleich zu halten. Auf Grund dieses Risikos war es umso wertvoller, dass Kapitän Moritz Reck im Endspiel den Raumvorteil durch seinen Freibauern zum Sieg verwerten konnte. Schließlich verlor Beyer tatsächlich noch, doch das änderte nichts mehr am knappen aber verdienten 4,5-3,5 Sieg im Lokalderby.

Gegen Bayern München 2 gab es bereits früh den ersten Nackenschlag, Beyer verlor in der Eröffnung die Qualität und einen Bauern. Obwohl er die Partie mit kreativen Ideen noch sehr lange am Laufen hielt, stand die Niederlage eigentlich frühzeitig fest. Kölle und der für Brunner eingewechselte Oleg Korneev trennten sich friedlich von ihren Gegnern, Jungtalent Deuer legte seinen zweiten blitzsauberen Sieg nach, bevor er sich direkt auf den Weg zum Turnier nach Cannes machte. Doch alsbald lag Schönaich schon wieder im Hintertreffen, da Iermito mit Turm und Läufer gegen die Dame keine Verteidigungs-Festung errichten konnte. Beim Stand von 2-3 waren die Hoffnungen gering, lediglich Schnadt hatte etwas Aktivität in einem ausgeglichenen Turmendspiel, Menezes und Reck standen dagegen eher in der Defensive. Doch in der ersten Zeitnotphase konnte Kapitän Reck seine Stellung drehen und die Dame für Turm und Springer erobern und in der zweiten Zeitnotphase legte Menezes mit einem Matt mitten auf dem Brett nach. Als Reck dann auch seine Vorteile zum Sieg und der erstmaligen Führung verwertet hatte, konnte Schnadt sein Endspiel Remis geben, womit der nächste, diesmal allerdings ziemlich glückliche, 4,5-3,5 Sieg eingefahren war.

Ohne Topspieler Deuer war klar, dass es gegen Göggingen schwer werden würde, außerdem fehlte noch Beyer und dafür waren wieder Brunner und Harald Keilhack neu dabei.  Die beiden machten ihre Sache sehr gut und erkämpften mit schwarz je ein Remis gegen starke Gegner. So richtig in Fahrt kam das Team aber nicht, die beiden größten Sieghoffnungen hatte man vorher bei Korneev und Iermito gehabt, doch beide kamen nie in Vorteil und mussten ebenfalls die Punkte teilen. Anschließend sollte nichts zählbares mehr für den TSV aufs Scoreboard kommen, Kölle, Menezes, Reck und Schnadt mussten allesamt Niederlagen quittieren. Besonders bitter war dies bei Kölle, er hatte eigentlich gute Chancen auf ein Remis, mit dem er sich für seine starke Saison mit einer erfüllten Norm für den Großmeistertitel hätte belohnen können, doch am Ende setzte sich die Routine des israelischen Nationalspielers Evgeny Postny durch.

Mit 7 Punkten steht man vor der letzten Doppelrunde im März weiter auf Abstiegsplatz 10. Das Mittelfeld ist zwar eng beieinander und auf Platz 4 fehlen nur 3 Punkte, doch im schlechtesten Fall bräuchte man diese 10 Punkte in der unglaublich engen Liga am Ende tatsächlich auch für Platz 9 und den Klassenerhalt. Bei einem oder zwei Punkten ginge der Blick zur Konkurrenz. Es verspricht also ein spannender Saisonabschluss in Böblingen zu werden, mit den Matches gegen den Münchener SC und deren Reisepartner Garching, die aktuell auf Platz 9 liegen.

Kapitän Moritz Reck konnte an diesem Wochenende gleich 2 Mal den entscheidenden Punkt zum 4,5-Sieg beisteuern und damit seine bisher durchwachsene Saisonbilanz ordentlich aufpolieren.

Zwei Siege für Schönaich am Wochenende, doch der Abgrund ist trotzdem nah2025-02-24T01:57:57+01:00

Herbe Klatsche für den TSV Schönaich in Viernheim

2025-02-03T21:41:33+01:00

Da einige wichtige Spieler nicht zur Verfügung standen, blickte man beim TSV ohnehin nicht sonderlich optimistisch auf die Spiele gegen Abstiegskonkurrent Viernheim 2 und Meisterschaftskandidat Hofheim. Doch dass es so bitter werden sollte, hatte man nicht wirklich erwartet.

Gegen Viernheim gab es um ein Haar die Höchststrafe, lediglich das Remis von Tobias Kölle am Spitzenbrett stand am Ende auf der Habenseite. Es gab zwar durchaus Hoffnungen auf mehr, Marius Deuer, Christian Beyer und Nils Stukenbrok hatten zwischenzeitlich sogar Vorteile auf dem Brett. Doch am Ende mussten sie genauso wie Oleg Korneev, Gerhard Junesch, Moritz Reck und Kai Giebler Niederlagen quittieren.

Für das Duell mit Hofheim hatte man sich ohnehin keine Chancen ausgerechnet und ließ daher ein Brett unbesetzt. Die 2-6 Niederlage lag dabei also ungefähr im erwartbaren Rahmen, neben den beiden Remis von Deuer und Korneev konnte vor allem Kölle am Spitzenbrett erneut überzeugen und seinen starken Kontrahenten, den ehemaligen Schönaicher Großmeister Ivan Ivanisevic, besiegen. Mit 1,5 Punkten aus zwei Partien verbuchte er damit an diesem Wochenende tatsächlich mehr Punkte als alle anderen Schönaicher zusammen, die nur einen von 13 möglichen holten.

Nun gilt der volle Fokus auf das 3 Spiele Wochenende Ende Februar zu Hause in Schönaich. Gegen Böblingen, Bayern München und Göggingen müssen dringend einige Punkte geholt werden, um den aktuellen Abstiegsplatz 10 wieder verlassen zu können. Eine stärkere Aufstellung wäre dafür wohl eine Grundvoraussetzung.

Herbe Klatsche für den TSV Schönaich in Viernheim2025-02-03T21:41:33+01:00
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