3. Mannschaft2025-09-10T10:19:14+02:00

Landesliga: TSV Schönaich 3 zu Gast beim Tabellenführer SC Botnang 1

Bericht von Oliver Rechtsteiner

In der Landesliga musste die dritte Mannschaft des TSV Schönaich beim Tabellenführer SC Botnang 1 eine knappe 3,5:4,5-Niederlage hinnehmen. Trotz starker Einzelleistungen und mehrerer verpasster Chancen blieb der erhoffte Punktgewinn in einem ausgeglichenen Mannschaftskampf aus.

Am 11. Januar 2025 stand für die dritte Mannschaft des TSV Schönaich ein schweres Auswärtsspiel beim Tabellenführer SC Botnang 1 auf dem Programm. Die Gastgeber traten in Bestbesetzung an und waren nominell an allen Brettern, teils deutlich, favorisiert. Doch der Mannschaftskampf verlief
knapper, als es die Papierform erwarten ließ.

An Brett 6 spielte Thomas Detmer zunächst solide, übersah jedoch eine taktische Feinheit und musste eine Figur für zwei Bauern geben. Die gegnerische Bauernmajorität und das Läuferpaar entschieden schließlich die Partie – Thomas musste seinem Gegner den Punkt überlassen. Eduard, an Brett 8, erarbeitete sich nach ausgeglichener Eröffnung kleine Vorteile und lehnte ein Remisangebot mutig ab. Im weiteren Verlauf gewann er einen Bauern, konnte den Vorteil jedoch nicht in einen Sieg ummünzen und willigte schließlich ins Remis ein. An Brett 2 zeigte Otto nach längerer Schachpause eine starke Leistung. Er setzte seinen Gegner unter Druck, gewann im Mittelspiel einen Bauern, traf jedoch an einer kritischen Stelle eine strategisch unglückliche Entscheidung. Im entstandenen Endspiel mit je einem Turm und ungleichfarbigen Läufern blieb kein Gewinnweg – Remis. Zwischenstand: 2:1 für Botnang. Unsere Nachwuchsspielerin Enya kam an Brett 7 mit klarer Initiative aus der Eröffnung und hatte sogar die Möglichkeit, eine Figur zu gewinnen. Aus Gründen, die Enya nach ihrer Partie selbst nicht benennen konnte, entschied sich gegen die gewinnbringende Fortsetzung, verlor kurz darauf den Vorteil und musste die Partie nach langem Kampf sogar aufgeben. An Brett 4 stand Oliver nach der Eröffnung ausgeglichen, griff dann jedoch zu einer etwas fragwürdigen Vereinfachung, die seinem Gegner am Damenflügel aktives Gegenspiel eröffnete. Der
Angriff schlug durch – Oliver musste aufgeben. Ein kurioses Ende nahm die Partie von Jürgen am fünften Brett. Nachdem er seine Bedenkzeit fast
aufgebraucht hatte und ab seinem 30. Zug nur noch mit dem 30-Sekunden-Bonus pro Zug spielte, ließ sein Gegner just im 39. Zug – einen Zug vor der Zeitkontrolle – in der ausgeglichenen Stellung selbst die Zeit fallen. Ein glücklicher Punkt für Schönaich! Zwischenstand: 4:2 für Botnang. In überragender Form präsentierte sich erneut York an Brett 3. Früh opferte er einen Bauern für Initiative, verstärkte konsequent den Druck am Königsflügel und setzte seinen Gegner schließlich sehenswert matt. Zwischenstand: 4:3 – der Kampf war wieder offen.
Nun ruhte alle Hoffnung auf Thomas Hickl am Spitzenbrett, der es mit dem bislang ungeschlagenen Topspieler des SC Botnang zu tun bekam. Unbeeindruckt spielte Thomas sein gewohnt solides Schach, erarbeitete sich im Mittelspiel Vorteile und zwei Mehrbauern, musste aber
mit einem Doppelbauern auch strukturelle Schwächen in Kauf nehmen. Im komplizierten Damenendspiel verteidigte sich der Botnanger Spitzenspieler zäh und konnte schließlich das Remis erzwingen – der Mannschaftssieg für die Gastgeber stand fest. Endstand: 4,5 : 3,5 für Botnang.

Trotz der knappen Niederlage zeigten die Schönaicher eine bemerkenswert geschlossene Mannschaftsleistung und forderten den Tabellenführer bis zum Schluss. Angesichts mehrerer verpasster Chancen bleibt das Ergebnis allerdings schmerzhaft. Mit nun 4 Punkten rangiert der TSV
Schönaich 3 derzeit auf Platz 7 von 10 – punktgleich mit den Teams auf Rang 8 und 9. Der Abstiegskampf ist damit eröffnet. Hoffen wir, dass dieser verschenkte Mannschaftspunkt am Ende der Saison nicht das Zünglein an der Waage sein wird.

By |Januar 14th, 2026|Categories: 3. Mannschaft|0 Comments

Vergebene Chancen im Derby

Gegen den Verbandsligaabsteiger vom SV Böblingen war man in der Landesliga naturgemäß eher Außenseiter, doch in der Tabelle lag der TSV nach dem starken Saisonstart tatsächlich in Front und so rechnete man sich doch gewisse Chancen aus, den Status Quo mit einem Remis zu halten.

Schon nach einer knappen Stunde sah es ziemlich gut aus, Enya, Daniel und Captain Oli zeigten sich deutlich besser vorbereitet und hatten bereits eine halbe Stunde plus auf der Uhr samt ordentlichen Stellungen. Noch besser standen Moritz, der am Spitzenbrett Druck auf einen Isolani machte, und Eduard, der in einer verschachtelten Stellung das starke Läuferpaar hatte. Leider bog er jedoch falsch ab, tauschte die falschen Bauern und so lagen wir 0-1 in Rückstand. Bei Daniel verflachte die Variante zu einem ungleichfarbigen Läuferendspiel, aber an Brett 2 hatte Thomas Hickl mit Weiß Druck auf der c-Linie aufgebaut und der Gegner holte seinen König zu Hilfe. Thomas konnte entweder eine Figur gewinnen oder den Schwarzen in der Brettmitte Matt setzen, obwohl die Damen nicht mehr auf dem Brett waren. Der Gegner entschied sich für Letzteres und somit kamen wir zum Ausgleich. Doch nun kippte die Waage immer mehr in Richtung der erfahreneren Böblinger, Enya und Oli konnten ihre Bretter schließlich nicht halten. Beim Stand von 1,5-3,5 war bei bestem Verlauf ein Remis noch drin, Moritz und York hatten inzwischen einen Bauern mehr und bei Jürgen konnte man trotz Bauer weniger auf ein Remis hoffen, weil er einen sehr starken Springer hatte. Doch bei Moritz ließ sich der Bauer nicht verwerten, am Ende blieben Läufer und falscher Randbauer übrig und mit dem 2-4 stand die Niederlage fest. Jürgen hielt noch das Remis mit einer Zugwiederholung und an Brett 3 hatte York mit Schwarz den gegnerischen König im Schwitzkasten. Der Weiße hatte zwar einen gefährlichen freien a-Bauern auf der 6.Reihe und fand immer wieder gute Verteidigungszüge, aber York spielte exakte Züge, so dass das Matt des Weißen nicht mehr zu verhindern war. Somit ergab sich der knappe 3,5-4,5 Endstand.

Insgesamt ein verdienter Sieg der Böblinger und doch ein respektables Ergebnis für Schönaich, das zumindest den bereits guten Brettpunktstand weiter erhält, so dass man bei Punktgleichheit einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz hat. Nach Brettpunkten liegt man auf Platz 3 der Liga und zumindest dabei also auch weiterhin vor den Böblingern.

By |November 30th, 2025|Categories: 3. Mannschaft|0 Comments

SK Schmiden/Cannstatt 2 – TSV Schönaich 3 endet mit überraschend deutlichem 2,5-5,5 Sieg

Unser Mannschaftkampf fing damit an, dass Schmiden das 1.Brett freiließ. So hat Thomas Hickl kampflos gewonnen, 1:0 für uns, leider schon das zweite Mal diese Saison.

Von Schmiden waren am Anfang nur 5 Spieler da. Nach 20 Minuten kam dann der Gegner von Eduard. Nach 30 Minuten hatte auch Jürgen Koch kampflos gewonnen, 2:0 für uns.

Bei Thomas Detmer war der Gegner, eigentlich stärker, nicht mit der Eröffnung vertraut. So kam Thomas als Schwarzer schon schnell zu einem Figurengewinn. Thomas hat nichts anbrennen lassen und die Partie mit Sorgfalt zum Gewinn ausgebaut, 3:0 für uns.

Daniel Bisanz hat mit Weiß eine solide Eröffnung gespielt, aus der er leicht besser herauskam. Aber gegen den Routinier Scheef, mit deutlich besserer Wertungszahl, war nicht mehr als Remis drin, 3,5:0,5 für uns.

 

 

 

 

 

Bei Enya Wang mit Weiß stand das Brett in Flammen. Der Gegner hatte seinen eigenen Königsflügel geöffnet. Enya stellte ihrem Gegner zu viele Probleme und in Zeitnot konnte er nicht mehr mithalten. Enya setze seinen König mit einer glänzenden Kombination matt, 4,5:1,5 für uns.

Oliver Rechtsteiner mit Schwarz kam in ein leicht schlechteres Endspiel mit einem Bauern weniger. Der Gegner war in der Lage viel Druck auszuüben und gewann, 4,5:1,5 für uns.

Bei Eduard Knittel hatte der Gegner eine Figur für 2 verbundene Freibauern gegeben. Eduard konnte diese Bauern blockieren und langsam mit seinen Figuren in das gegnerische Lager einbrechen. Ein schönes Matt beendete das Spiel, 5,5:1,5 für uns.

Am längsten hat York Glienke gespielt. Mit Schwarz gegen den deutlich stärker eingeschätzten Witke opferte York Bauern für Figurenspiel und setzte zum Mattangriff an. Doch durch Einstellen einer Angriffsfigur wandelte sich der deutliche Vorteil in deutlichen Nachteil um und es war nichts mehr zu retten.

Somit haben wir gegen die nominell stärkeren Schmidener mit 5,5:2,5 gewonnen.
Die Tabelle und alle Details findet ihr hier.

 

 

By |November 17th, 2025|Categories: 3. Mannschaft|0 Comments

Fantastischer Saisonstart in der Landesliga

In die letzte Saison war die Dritte bereits furios mit einem 7-1 über Zuffenhausen gestartet. Das Ergebnis fiel damals allerdings deutlich zu hoch aus und die nächsten 5 Matches wurden im Anschluss alle verloren, daher ist es vielleicht ganz gut, dass es auch einige Unterschiede zum letzten Mal gibt.

Anfangen tun diese Unterschiede bereits bei der Ausgangslage, die hieß dieses Jahr nämlich klarer Außenseiter. Nachdem von den 9 Stammspielern der Mannschaft nur 3 spielbereit waren, musste die Mannschaft mit sage und schreibe 5 Jokern ergänzt werden. Mit Jan und Moritz konnte man zwar zum Glück auch auf Unterstützung aus der 2. Bundesliga bauen, doch um überhaupt vollzählig antreten zu können, benötigte es auch die letzten 3 der Setzliste und damit die Mittelachse des Kreisklasse Teams. Neben Timo gaben dabei sowohl Markus als auch Jungtalent Ole ihr jeweiliges Landesliga Debüt.

Und zum Start gab es gleich den nächsten Nackenschlag, bereits nach einer Stunde musste ausgerechnet der Kapitän Oli seinem Gegner nach einem schönen Damenfang auf dem Brett zur gelungenen Partie gratulieren. Damit blieb lediglich ein Brett übrig, an dem man nominell favorisiert war und an diesem sorgte Moritz dann auch recht zügig für den Ausgleich.

Gemeinsam konnten die beiden also die restlichen 5 Bretter begutachten und kamen dabei zu sehr unterschiedlichen Bewertungen. Moritz als Berufsoptimist sah überall tolle Leisgungen der TSV Mannen und starke Stellungen, während Oli als pessimistischer Gegenpol aufgrund der teils deutlichen DWZ-Nachteile eher skeptisch war. Oft genug setzt sich die Spielstärke auch am Ende noch irgendwie durch, doch heute spielten fast alle ihre Vorteile sauber zu Ende und so purzelten bald tatsächlich einer nach dem anderen die Punkte aufs Schönaicher Scoreboard.

Markus Nemet bereitete seinem Gegner mit einem vorgerückten e Bauern Probleme und schließlich verlor dieser in Zeitnot die Nerven und eine Figur, 2-1. Das zweite Angebot zum Opfer seines Gegners nahm York dankend an und stellte in einer Traumpartie im Königsangriff auf 3-1. Ole glänzte gegen seinen über 300 Punkte besser bewerteten Gegner mit seinem taktischen Auge und verwertete seine Mehrqualität anschließend routiniert wie ein alter Hase zum 4-1. Die mit Abstand schönste Partie des Tages spielte unser Jungtalent Daniel. Nachdem letzte Saison leider noch nicht ganz so viel zusammenlief, meldete er sich heute eindrucksvoll mit seinem Premierensieg in der Landesliga an. Ein taktischer Schlag eröffnete das Geschehen und anschließend rechnete Daniel präzise, fand nicht weniger als 9 einzige Züge am Stück und konnte sich so eine Mehrfigur und alsbald die Glückwünsche zum entscheidenden Siegpunkt zum 5-1 sichern. Da fiel es anschließend nicht mehr ganz so ins Gewicht, dass Timo, nachdem er im Anschluss an ein Figurenopfer alle Drohungen pariert, die Damen getauscht und somit seine Mehrfigur konserviert hatte, in Zeitstress doch noch auf die letzte Finte des Gegners reinfiel und seinen verdienten Punkt abgeben musste. Zwischenstand damit aktuell 5-2 für Schönaich, das erste Brett wird auf Wunsch der Leinfelder nach der deutschen Seniorenmeisterschaft nachgespielt, doch relevante Veränderungen am Ergebnis sind dabei nicht mehr möglich.

Unter dem Strich bleibt ein toller Saisonstart, der nicht nur für die Landesliga, sondern insbesondere auch für die Spieler der Kreisklasse, die mit 2/3 wesentlichen Anteil an diesem Sieg hatten, eine gute Saison erwarten lässt.

Einige Ausgewählte Highlights:

Mit Dh4 Schach beginnt Daniel den wilden Schlagabtausch, der eine sehr saubere Berechnung voraussetzte.

Nach dem Qualitätsopfer auf e2 muss Daniel die folgenden 9 Züge lang jeweils den einzigen finden. Das ist bei Lg4 sicher nicht ganz so schwer, aber es lagen beileibe nicht alle so auf der Hand…

Final gewinnt der Zug a5 einen Turm und so amortisiert sich 10 Züge nach dem Qualitätsopfer dann endlich auch der materielle Vorteil. Wirklich eine herausragende Leistung von Daniel, auf die er zurecht stolz sein kann!

Auch im Training glänzt Ole des Öfteren mit seinem taktischen Auge und dies ist nicht die erste Partie, die er damit für sich entscheidet. Sf5 sieht auf den ersten Blick wie ein Einsteller aus, bei knapper Zeit griff der Gegner hier auch beherzt zu. Es folgt allerdings Txd2 und anschließend gewinnt schwarz mit Dc1 einen Turm für den Springer zurück.

Die erste Einladung zum Opfer auf h7 hatte York noch ausgeschlagen, doch zweimal sollte man einem Angriffsspieler nicht die Chance für solch ein Opfer geben. Die Königsstellung implodiert und wenige Züge später gab es für den Gegner bereits die Wahl zwischen Damenverlust, Matt und Aufgabe.

By |September 21st, 2025|Categories: 3. Mannschaft|0 Comments

Klassenerhalt in der Landesliga geschafft!

Am 18. Mai 2025 fand das letzte Heimspiel der Saison in Schönaich statt. Um sich eine Mini-Chance auf den Klassenerhalt zu sichern, war ein Sieg zwingend erforderlich. Trotz der Absagen zweier Spieler konnte der Rest der Mannschaft antreten. Da Eduard und Marcus aufgrund von drei Einsätzen als Ersatzspieler nicht mehr spielberechtigt waren, unterstützte Enya das Team. Die Mannschaft trat in folgender Aufstellung an:

1. Philipp Wagner
2. Jan Philipp Rechner
3. Daniel Bisanz
4. Oliver Rechtsteiner
5. Otto Braun
6. Jürgen Koch
7. Enya Wang
8. Thomas Detmer

Früh stand es 1,5:1,5. Ein 4:4 hätte zu diesem Zeitpunkt bereits als Erfolg gegolten. Doch Jan gewann seine Partie, nachdem sein Gegner im letzten Zug vor der Zeitkontrolle die Zeit überschritt. Auch Thomas konnte einen vollen Punkt beisteuern. Otto stand in einem Turmendspiel mit drei Mehrbauern auf Gewinn und brachte den Vorteil mit technischer Präzision sicher nach Hause.

Ein großer Pluspunkt der Mannschaft war die hohe Einsatzbereitschaft: Fast immer konnte das Team vollständig antreten. Am Ende der Saison belegte die Mannschaft den siebten Tabellenplatz vor Wolfbusch, Rommelshausen und Oeffingen – und sicherte sich somit den Klassenerhalt in der Landesliga!

By |Juni 7th, 2025|Categories: 3. Mannschaft|Tags: , |0 Comments

Landesliga: Schönaich 3 trennt sich gegen Leinfelden unentschieden

Am Sonntag, den 07.04.2024, fand das Landesliga-Auswärtsspiel von Schönaich 3 in Leinfelden statt. Beide Mannschaften hatten sich vor dem Spiel im Mittelfeld der Landesliga befunden, weshalb es für beide Seiten weder um den Aufstieg noch um den Abstieg ging. Nach einem spannenden Verlauf des Mannschaftskampfes endete dieser mit einem leistungsgerechten Unentschieden.

Relativ schnell gingen drei Partien zu Ende: Sowohl Eduard Knittel an Brett 6, Andreas Bolte an Brett 7 und Christoph Steinhart an Brett 2 einigten sich in jeweils ausgeglichenen Stellungen auf Remis. Einen ersten Rückschlag musste Schönaich in der Folge durch den Verlust von unserem Jungtalent Enya Wang am achten Brett hinnehmen.

Den Ausgleich wiederherstellen konnte schließlich Jürgen Koch am 5. Brett, der seinen Gegner schon nach wenigen Zügen in eine vorbereitete Falle tappen ließ, der zum kompensationslosen Verlust eines Bauern führte:

In der Diagrammstellung spielte Jürgen 8. Lxb7!, was nach 8. … Lxb7 9. Db5+ einfach einen Bauern verliert. In der Folge spielte Jürgen seine Partie grundsolide und gewann am Ende durch einen kompletten Blackout (Turmverlust) seines Gegners. Zwischenstand 2,5:2,5.

Otto Braun am 4. Brett spielte mit den schwarzen Steinen eine typische Igelstellung in der Sizilianischen Verteidigung. Diese ist bekannt dafür, dass sich Schwarz zunächst mit einer etwas passiveren Rolle zufriedengibt. Nachdem sich der Rauch kurz vor der Zeitkontrolle etwas verzogen hatte, fand sich Otto nach seinem 36. Zug … Ke6 in folgender Stellung wieder:

Die Stellung ist für Weiß nicht einfach zu spielen, da er zur Passivität verurteilt ist. Sein Befreiungsversuch 38. b3?? ist aber bereits der Verlustzug, da Otto mit 38. … Lh4+ 39. Ke2 Lxe1 den Springer von Weiß vorteilhaft abtauschen kann und Weiß mit einem schlechten schwarzfeldrigen Läufer verbleibt, während Schwarz einen Traumspringer besitzt. Dies spiegelt auch die Schlussstellung wider:

Somit stand es 3,5:2,5 für Schönaich.

Oliver Rechtsteiner an Brett 3 erarbeitete sich in der Eröffnung Vorteile und stand zunächst sehr gut. In der Folge verpasste er jedoch die richtige Fortsetzung und fand sich nach der Zeitkontrolle gar in einer Verluststellung. Mit Glück und freundlicher Unterstützung seines Gegners konnte Oliver jedoch in ein Turmendspiel abwickeln, das am Ende für Schwarz nicht mehr zu gewinnen war. Somit stand es bereits 4:3 für Schönaich und die Entscheidung musste am Spitzenbrett herbeigeführt werden.

An diesem fand sich Florian Schnadt in einer zweischneidigen und scharfen Stellung wieder, die bis zum Schluss ergebnisoffen war. Allerdings hatte Florians Gegner in der entscheidenden Phase nach ca. 5 Stunden Spielzeit ein deutliches Bedenkzeitplus zu verzeichnen, weshalb Florian in komplizierter Stellung mit quasi keiner Zeit mehr auf der Uhr schwierige Entscheidungen zu treffen hatte. Am Ende musste sich Florian in sein Schicksal begeben und seine Partie verloren geben.

Damit stand ein unterm Strich leistungsgerechtes Unentschieden fest, was Schönaich nach der 8. Runde sogar Tabellenplatz 3 einbrachte. Da der Aufsteiger mit dem SV Backnang 1 bereits feststeht, können die Schönaicher in der letzten Runde am 28. April 2024 völlig frei aufspielen und sich über eine gelungene Landesligasaison 2023/24 freuen.

By |April 8th, 2024|Categories: 3. Mannschaft, Uncategorized|0 Comments
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