Mit großer Verwunderung nimmt man beim TSV Schönaich die Berichte auf der Homepage des SK Schwäbisch Hall zur Kenntnis. Da sie einige Unwahrheiten enthalten, bemühen wir uns im Interesse der Aufklärung hier um einige Richtigstellungen:

Im einleitenden Artikel zum Match in der Verbandsliga heißt es “ ob die Reserve des Absteigers der 2.Bundesliga Süd mit ihren zwei Großmeistern Sebastaian Iermito ( Italien ) und Dimitrij Bunzmann (Deutschland) antreten wird“, Sebastian Iermito ist allerdings gar kein Großmeister, sehr einfach zu erkennen an der in Schachkreisen bekannten Abkürzung IM. Des weiteren steht dort geschrieben „Beide Teams haben in ihrer langen Geschichte noch nie gegeneinander gespielt“. Anscheinend kann sich der Schreiber dieser Zeilen nicht mal 3 Jahre zurück erinnern, als beide Teams in der Oberliga aufeinander trafen. Am Ende der Saison belegte Schönaich 2 damals den ersten Abstiegsplatz, leider war das ein Jahr in dem sich Hall am Ende der Saison nicht für einen Rückzug der Mannschaft entschied…

Zum abgesagten Spiel heißt es dann „Ganz kurzfristig gab Schönaich den Mannschaftskampf mit 0-8 verloren, angeblich wegen einer Vielzahl erkrankter Spieler. Das mag glauben wer will“. Unsere Absagegründe werden also ganz offen in Zweifel gezogen. Nun ist es uns leidlich egal, was dort über unsere Gründe herumspekuliert wird, aber wir wollen schon klarstellen, dass wir das Turnier der württembergischen Blitzmannschaftsmeisterschaft respektieren und dort nicht am Tag zuvor mit einer unvollständigen Mannschaft antreten, um irgendein Kasperletheater zu veranstalten, um falsche Krankheiten zu simulieren. Wären die Spieler gesung gewesen, hätten wir am Samstag auch vollständig gespielt, Punkt! Wer das nicht glaubt, bezieht seine Informationen möglicherweise von Xavier Naidoo. Desweiteren wird uns unsportliches Verhalten vorgeworfen, würde man eine Umfrage unter allen beteiligten Vereinen in der Verbandsliga machen, wäre die einzige Unsportlichkeit die mehr als die Hälfte der Vereine in dieser Farce-Saison sieht, der Start von Hall in der Verbandsliga. Daher unser gut gemeinter Rat: Lieber nicht im Glashaus mit Steinen um sich werfen…

Zum Abschluss kommt Hall dann zu dem Fazit „ein Aufstieg, den man auch wahrnehmen wird“. Das ist in dieser Form auch eine sehr gewagte These, korrekt wäre hier „den man auch wahrnehmen würde“. Das gilt im Übrigen auch für den TSV. Denn die Entscheidung über diese Frage wäre ohnehin nicht im bedeutungslosen Spiel am letzten Sonntag gefallen, sondern sie wird letztlich der Verbandstag treffen, auf dem vom Bezirk Stuttgart sicherlich ein Antrag zum illegalen Doppelabstieg der Haller vor der Saison vorliegen wird. Dieser widerspricht nämlich der Satzung des SVW und sollte daher auch sanktioniert werden. Bis zum Sommer darf man also noch gespannt sein, wie sich die Aufstiegsfrage am Ende entscheidet.

Dass der Verbandsspielausschuss weiter an seiner Fehlentscheidung zum Sonderstartrecht für Hall in der Verbandsliga festhält, ist schade und wirft auch ein schlechtes Licht auf dieses Gremium. Dass man mit dieser Entscheidung ziemlich daneben liegt, zeigt ja schon ein Blick in die Ergebnisse der Verbandsliga. Von 40 am Spielort Hall auszutragenden Partien fanden genau 18 statt, 22 wurden ohne anwesenden Gast kampflos abgegeben. Das ist mehr als die Hälfte! Keiner der Gastvereine erschien dabei komplett in Hall. Ohne es jetzt nachrecheriert zu haben, dürfte das nahezu der Rekord für Kampflose Punkte eines Teams bei Heimspielen pro Saison in der langen Geschichte des SVW sein. Viel deutlicher kann der Protest der Vereine gegen diese Entscheidung ja nicht ausfallen. Zumal er ja von den Vereinen auch hinreichend artikuliert wurde.

Ob man sich im Verbandsspielausschuss so den Ligenbetrieb in Württemberg vorstellt? Dann stellt sich ganz offen die Frage, warum man dann kampflose Spiele sanktioniert und im Falle einer Verspätung durch höhere Gewalt beim Lauffener Spitzenspieler knallhart durchgreift und diesen sperrt? Es wirkt also eher so, als ob man einfach nicht bereit ist, eine eigene Fehleinschätzung einzugestehen. Ob es am Ende wirklich falsch war oder doch alles genau richtig ist, darüber wird dann wie bereits erwähnt das höchste Gremium im SVW der Verbandstag befinden müssen. Und damit ist dann unter dieser unsäglichen Geschichte auch ein Schlussstrich gezogen, jetzt aktuell allerdings entgegen der vorzeitigen Haller Aufstiegsankündigung noch nicht.