Nachtrag zum letzten (vierten) Spieltag des Jahres 2024: Trotz des Fehlens unseres Jugendtalents Enya war Schönaich an allen Brettern nominell stärker besetzt und konnte das letzte Heimspiel im Jahr 2024 erfolgreich beenden.

An Brett 1 konnte Marcus Kübler souverän gegen Volker Rühl gewinnen, genauso wie der Mannschaftskapitän Timo an Brett 4. Nach diesem 2 zu 0 Stand, entschied sich Manfred in einer schwierigen Stellung zu einem mannschaftsdienlichen Remis in der sicheren Hoffnung, dass dies wohl für den Gesamtsieg reichen sollte. Knapp wurde es dann aber am Ende dadurch, dass sowohl Michael als auch Eduard beide ihre guten Stellungen verloren. Somit wurde der Sieg nur möglich, da wir mit Ivan  Bollinger einen weiteren talentierten Jugendspieler einsetzen konnten, der seinen Gegner von Anfang an überspielte und somit am Ende den entscheidenden Sieg zum 3,5-2,5 einfahren konnte.

Der fünfte Spieltag am 09.02. war gleichzeitig der erste im neuen Jahr 2025. Gespielt wurde im entfernten Heimsheim unter sehr unangenehmen Bedingungen. Etwa von halb zehn bis halb zwölf wurden direkt über uns mutmaßlich über 100 Schnitzel geklopft, was neben einer kaputten und lärmenden Lüftungsanlage und schlechter Luft zu dauerhaften massiven Störgeräuschen führte.

Obwohl sich die Aufstellung der Mannschaft als schwierig erwies, (es war bis zuletzt unklar ob man überhaupt vollzählig antreten würde können) konnte man am Ende in faktischer Bestbesetzung und vollständig vor Ort sein und war damit wieder an allen Brettern nominell stärker aufgestellt als der Gegner der TSV Heimsheim 1.

Manfred konnte mit den Schwarzen Steinen als erstes seinen Gegner in einer wirklich wilden Partie, die ein hin und her mit beidseitigen Siegchancen geboten hatte, besiegen.

So um die Mittagszeit (die Schnitzel waren schon fast alle geklopft und der Geruch von frittiertem Schweinschnitzel machte sich breit) konnte sich auch unsere Topscorerin Enya souverän gegen ihren Gegner Markus Härlin mit der Sizilianischen Verteidigung durchsetzen.

Als nächstes gewann Michael mit den weißen Steinen gegen Hermann Hein. Michael startete im Zweispringerspiel einen früheren Angriff gegen f7 und konnte so einen Bauern gewinnen. In dieser Variante bekommt Schwarz für den Bauern laut Theorie aber ausreichend Kompensation und so musste Michael sich erst mal verteidigen, was ihm sehr gut gelang und nachdem die Stellung ausgeglichen war, konnte Michael sie weiter zu seinem Vorteil gestalten und am Ende verdient gewinnen. Dem Sieg stand nun kaum noch etwas im Wege, da Timo zu diesem Zeitpunkt auch schon eine Gewinnstellung im geschlossenen Sizilianer auf dem Brett hatte, die er dann nach langem Weiterspielen seines Gegners auch in einen Sieg ummünzen konnte.

Marcus hatte eine Stone-Wall-Verteidigung gegen sich auf dem Brett. Sein Gegner, die Nummer 1 von Heimsheim Philipp Spiegelberg, setzte Marcus von Anfang an mit einem Königsagriff unter Druck. Alle Drohungen konnte Marcus kontern, aber stand am Ende unter Zeitnot immer noch unter Feuer. Hier konnte er seine Erfahrung und Nervenstärke beweisen, indem er die komplexe Mittelspiel-Stellung mit offenem Königsflügel und Zeitnot sogar dahingehend meisterte, dass er seinem Gegner mit einer Kombination eine Figur abnehmen konnte, der daraufhin aufgab.

An diesem Tag wollte sich auch Eduard seinen herausgespielten Vorteil nicht nehmen lassen. Er wusste, dass seine zwei Mehrbauern eigentlich reichen sollten, aber das Endspiel erwies sich als sehr komplex und hier hätten sicher viele in ein Remis eingewilligt. Aber Eduard konnte an diesen erfolgreichen Tag eine Lösung finden und nachdem er seinem Gegner einen weiteren Bauern abnehmen konnte, gab dieser nach langem und zähem Ringen auf.

Ein 6 zu 0 Sieg ist ein seltenes Ereignis und es ist ein starkes Statement der vierten Mannschaft, die sich nach diesem Spieltag (zumindest vorrübergehend) auf Platz 2 der der Kreisklasse befindet.

Wenn man gegen die beiden noch kommenden direkten Konkurrenten (SC Magstadt 1 und SPVGG Böblingen 3) gewinnt, wird man Platz zwei aus eigener Kraft behaupten können und falls der Spitzenreiter Stetten noch patzen sollte, wäre vielleicht sogar noch mehr drin…

Deshalb ein Danke und ein Appell an alle Spieler der 4. Mannschaft sich wieder die Zeit für das kommende Heimspiel am 09.03.25 gegen den direkten Konkurrenten Magstadt zu nehmen. Hier sollte man wieder versuchen in Bestbesetzung zu spielen um alle Möglichkeiten offen zu halten….